LuxemburgDas „Mitspringen“ in Echternach wird schwerer

Mit drastischen Worten hat der Luxemburger Erzbischof Jean-Claude Hollerich einen Regierungsbeschluss kritisiert, wonach katholische Schüler nicht mehr automatisch vom Unterricht befreit werden, wenn sie an der Echternacher Springprozession teilnehmen wollen. Dies sei „eine Sauerei und ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht der Religionsfreiheit“. Die Regierung des Großherzogtums hatte verfügt, dass Kinder künftig eine Entschuldigung bei ihrem Lehrer vorlegen müssen, um für die Prozession am Dienstag nach Pfingsten vom Unterricht befreit zu werden. Die Befreiung wird verweigert, wenn an dem Tag eine Prüfung angesetzt ist.

Seit drei Jahren treibt die links-liberale Regierung in Luxemburg die Trennung von Staat und Kirche voran. So wurde bereits der Religionsunterricht abgeschafft und durch das neue Fach „Leben und Gesellschaft“ ersetzt. Auch bekommt die Kirche deutlich weniger Geld vom Staat: Künftig muss sie Geistliche und andere Mitarbeiter selbst bezahlen.

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