Helmut Hoping
Dogmatiker und Liturgiewissenschaftler
Helmut Hoping, geb. 1956, Dr. theol. habil., Professor em. für Dogmatik und Liturgiewissenschaft an der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i.Br.
Die Piusbrüder nehmen das Gesprächsangebot des Vatikans als Reaktion auf die angekündigten Bischofsweihen nicht an. Ein weiteres Schisma lässt sich wohl nicht mehr abwenden.
Der Dogmatiker Helmut Hoping meint: Gott lässt sich nicht beweisen. Trotzdem ist seine Existenz mehr als eine Hypothese: Wer Theologie treiben will, muss den „Sprung in den Glauben“ wagen. Der Fundamentaltheologe Magnus Striet widerspricht: Gott ist nicht mehr als eine Möglichkeit, auf die man hoffen kann. Theologie darf die Zweifel nicht überspringen und muss sich den Anfragen der Gegenwart stellen. Die Fragen stellte Stefan Orth.
Hat sich das kirchliche Lehramt seine Entscheidungskompetenz nur angemaßt? Wolfgang Beinert relativiert – ganz im Sinne des Synodalen Wegs – die Rolle von Papst und Bischöfen. Im Konzert der „Bezeugungsinstanzen“ soll niemand mehr die erste Geige spielen. Doch ein leerer Platz bleibt nicht lange frei. Jetzt wollen die Theologen den Ton angeben.
Oft heißt es, dass Frauen nicht Priester werden können, habe mit der alten Vorstellung zu tun, sie seien dem Mann unterlegen. Da das heute keiner mehr vertreten wolle, weiche man auf neue Argumente aus. Doch diese sind weder so neu noch so unplausibel, wie vielfach nahegelegt wird.
Das Papier des Ökumenischen Arbeitskreises blendet zentrale katholische Glaubensaussagen aus und fällt hinter bereits erreichte ökumenische Verständigungen zurück.
Benedikt Kranemann hat Veränderungen an der katholischen Liturgie gefordert, um der herausgehobenen Stellung des Priesters entgegenzuwirken. Auf das Zweite Vatikanische Konzil kann sich der Theologe mit seinen Thesen nicht berufen.
Nicht auf göttliche Offenbarung, sondern auf menschliche Interpretation gingen Lehren wie das Scheidungsverbot zurück, meint Magnus Striet.Was früher als göttliches Gesetz galt, sei heute zu revidieren, weil es der Autonomie menschlicher Freiheit widerspreche.Wenn das so ist, gibt es keine unverhandelbaren Glaubenssätze mehr.
Den Verantwortlichen in den Diözesen ist das Problem schon lange bekannt. Bedingt durch den Priestermangel drohen viele Diözesen einen Teil ihrer sakramentalen Grundstruktur einzubüßen. Dieser Beitrag macht einen Vorschlag, unter welchen Bedingungen verheiratete Diakone zur Priesterweihe zugelassen werden können, ohne dass dies auf Kosten des zölibatären Priestertums geht.
Die Stimme der Theologie kann nicht die Stimme einer einzigen Fraktion sein. Die Lagerbildung macht indes auch vor den Bischöfen nicht halt. Von ihnen kann aber mehr erwartet werden, als Partner im Dialog der Wahrheitsfindung zu sein.
Benedikt XVI. hat für seine Gesammelten Schriften einen Text aus dem Jahr 1972 umgearbeitet und mit neuen „Schlussfolgerungen“ versehen. Anders als in der Ursprungsversion lehnt er darin eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Eucharistie ab. Die Neufassung hatte der Moraltheologe Eberhard Schockenhoff kommentiert (vgl. HK, Dezember 2014, 605-609).Nun bewertet der Freiburger Dogmatiker Helmut Hoping den viel diskutierten Vorgang.
Vor hundert Jahren starb Gustav Mahler (1860–1911). In seinem eindrucksvollen musikalischen Werk spielt Religiöses eine wichtige Rolle, allerdings nicht in einem dogmatisch-konfessionellen Sinn. Die Musik Mahlers ist voller Todesahnungen, atmet aber gleichzeitig die Sehnsucht nach einer endgültigen Erfüllung.
Die Rede vom stellvertretenden Sühnetod Jesu gehört seit der Aufklärung zu den Bestandteilen des christlichen Glaubens, die man gerne entschärft oder ganz und gar für überholt erklärt. Aber die Heilsbedeutung Jesu lässt sich nicht ohne Rückgriff auf die Opfersprache aussagen und auch zur Eucharistie gehört bleibend die Dimension des Opfers. Das Christentum steht und fällt mit dem inneren Zusammenhang von Opfer, Gedächtnis und Kommunion.
Können Frauen zu Diakonen geweiht werden? Nein, meint eine päpstliche Kommission. Doch die Frage kann nicht abschließend beantwortet werden, weil in der Theologie des Diakonats noch vieles ungeklärt ist.
Für Papst Franziskus gehört es zum Wesen der Kirche, dass sie "synodal" ist. Beratungsprozesse und Beratungsorgane sind darum zuletzt in der katholischen Kirche wichtiger geworden. Doch bisweilen konterkariert Franziskus die von ihm selbst beschworenen Prinzipien, wenn er wichtige Beschlüsse im Alleingang und ohne vorherige Beratung fasst.
Weitere Titel einkaufen
Ein Fehler ist aufgetreten.
Artikel
Ausgabe
Einzelpreis
Menge
Gesamtpreis
Ja, ich möchte den kostenlosen Herder-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen. Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.