Die Weitergabe des Glaubens als Thema der Dogmatik

Sainte-Chapelle
© Pixaybay

Abstract

Die Weitergabe des Glaubens als Thema der Dogmatik. Der Artikel zeigt, dass die Weitergabe des Glaubens nicht nur ein Thema für Predigt und Katechese ist, sondern auch für die wissenschaftliche Reflexion des Glaubens, insbesondere für die Dogmatik, deren Aufgabe die kohärente Darstellung und Diskussion der christlichen Glaubenslehre ist. Die Begründung für die These liegt in der spezifischen Beziehung zwischen Offenbarung, Glaube und Tradition: Ohne den Glauben gibt es keine Offenbarung und keine Tradition. Zueinander gehören aber nicht nur Offenbarung, Glaube und Tradition, sondern auch Evangelium und Dogma im überlieferten Glauben. Denn wenn die Offenbarung Gottes in Jesus Christus bedingungslos ist, kann es keinen nicht-normativen Glauben geben. Allerdings hat der Glaube immer ein ortskirchliches Gesicht, denn der Glaube existiert nicht ohne die Kultur, in der er gelebt und weitergegeben wird. Dies ist die Grundlage für die Legitimität der Pluralität in Kirche und Theologie. Dies ist zu unterscheiden von einem "Pluralismus des Zerfalls" (Joseph Ratzinger), bei dem die Identität und Authentizität des Glaubens nicht gewahrt wird.

Transmission of Faith as a Topic of Dogmatics. The article shows that the transmission of faith is not only a topic for preaching and catechesis, but also for the scientific reflection of faith, especially for dogmatics, whose task is the coherent presentation and discussion of the Christian doctrine of faith. The justification for the thesis lies in the specific relationship between revelation, faith and tradition: Without faith there is no revelation and tradition. However, it is not only revelation, faith and tradition that belong together, but also gospel and dogma in the faith that has been handed down. For if the revelation of God in Jesus Christ is unconditional, there can be no non-normative faith. However, faith always has a local church face, as faith does not exist without the culture in which it is lived and passed on. This is the basis of the legitimacy of plurality in the church and theology. This must be distinguished from a «pluralism of decay» (Joseph Ratzinger), in which the identity and authenticity of faith are not preserved.

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