Vielseitige HerbstfruchtEs kullert und klackert!

Kastanien sind nicht nur Handschmeichler und Bastel material. Sie eignen sich auch prima zum Spielen

Es kullert und klackert
Die krachen: Rosskastanien sind wunderbare Sportgeräte aus der Natur © Katharina Rotter

Conkers

Dieses englische Spiel gibt es seit fast 200 Jahren (conker ist ein englischer Begriff für Rosskastanie). Dafür werden zwei Kastanien durchbohrt und mit einer Schnur versehen, oft mit einem Schnürsenkel. In der ursprünglichen Version lässt ein Spieler eine Kastanie vor sich hängen, während der andere versucht, diese mit seiner Kastanie zu treffen. Gewonnen hat, wessen Kastanie am längsten ganz bleibt. Für jüngere Kinder eignet sich folgende Variante: Um mögliche Verletzungen zu vermeiden, wird die Kastanie eines Spielers an einen Zweig oder Zaun gehängt, der andere Spieler schleudert seine Kastanie so, dass sie die andere trifft. Gezählt wird jeder Treffer.

Kastanienmurmeln

Hier ist langer Spielspaß garantiert: In einen Karton Tore schneiden und diese mit Trennwänden versehen, zum Beispiel mithilfe von Musterklammern (siehe Foto). Jeder Mitspieler erhält Kastanien, die mit dem Anfangsbuchstaben seines Namens markiert sind. Diese können in die Tore gerollt, geworfen oder geschubst werden. Wer am Ende die meisten Punkte erzielt hat, gewinnt – die anderen sind zweite, dritte, vierte Sieger. Für einen höheren Schwierigkeitsgrad kleinere Öffnungen in den Karton schneiden.

Kastanienkometen

Diese Kastanien mit Flatterschweif kennt wahrscheinlich jeder. Ein spannendes Spiel damit ist das „Kastanienkometen-Golf“. Dafür gräbt man im Wald ein paar Mulden mit einem Abstand von zwei bis drei Metern in den Boden. Diese werden mit kleinen Schildern nummeriert. Jeder Spieler wirft seine Kastanie von Mulde zu Mulde. Am Schluss wird die Anzahl der Würfe wie beim Golfspiel notiert und zum Schluss addiert. Wer die wenigsten Würfe im ganzen Spiel benötigt, gewinnt das Spiel. Die Größe der Mulden und der Abstand zwischen ihnen kann je nach Alter der Kinder angepasst werden.

Ringwurfspiel

Mit einfachen Mitteln lässt sich ein Ringwurfspiel basteln. Kastanien durchbohren, auf eine stabile Schnur oder einen Draht fädeln und zu einem Ring binden. Stöcke in den Boden stecken und die Enden mit Farbe markieren. Jede Farbe steht für einen Zahlenwert, zum Beispiel grün = 3 Punkte, blau = 10 Punkte. Die Spieler haben drei (oder je nach Alter mehr) Versuche, ihren Ring auf die Stäbe zu werfen. Wer die meisten Punkte erzielt, hat gewonnen.

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