Aus- und Fortbildung

Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen

Die Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin und zum  Erzieher ist eine schulische Ausbildung, die an Fachschulen oder Fachakademien für Sozialpädagogik stattfindet.

Ausbildungs- und Zugangsvoraussetzungen

Vorausgesetzt werden in der Regel ein Mittlerer Schulabschluss und/oder eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung (z.B. Kinderpfleger/Kinderpflegerin oder Sozialassistent/Sozialassistentin) oder eine als gleichwertig anerkannte Qualifizierung.  Die Gestaltung der Ausbildung variiert von Bundesland zu Bundesland.

Je nach Fachschule kann die Ausbildung sich unterschiedlich gestalten: In der Regel schließt sich einer 2-jährigen fachtheoretischen Ausbildung ein 1-jähriges Berufspraktikum an, das sogenannte Anerkennungsjahr. Alternativ hierzu gibt es die integrative Ausbildungsform mit der Dauer von drei Jahren an einer Fachschule und darin enthaltenen Praxisphasen.

Die Ausbildung ist auch in Teilzeit möglich – der Ausbildungszeitraum verlängert sich dadurch entsprechend.

Dank des neuen gesellschaftlichen Stellenwertes der frühkindlichen Bildung gibt es seit einigen Jahren mit kindheitspädagogischen Studiengängen auch eine akademische Ausbildungsform, die für eine berufliche Tätigkeit in Kitas qualifiziert.  Das Studium zum staatlich anerkannten Kindheitspädagogen dauert in der Regel 6-7 Semester und schließt mit dem Bachelor of Arts ab. Im Anschluss daran kann der Einstig in das Berufsleben erfolgen oder ein forschungsorientierter Master-Studiengang belegt werden.

Welche Form der Ausbildung die richtige ist, entscheiden Bewerberinnen und Bewerber anhand Ihrer Qualifikationen und Präferenz.

Auch ein Quereinstieg in den Beruf ist möglich und eignet sich für Menschen, die sich beruflich neu orientieren möchten oder aus einer Familienphase und ihrer damit verbundenen pädagogischen Tätigkeit eine berufliche Qualifikation machen möchten. Voraussetzung für Quereinsteiger sollte selbstverständlich ein großes Interesse an der Arbeit mit Kindern, sowie ein großes Maß an Einfühlungsvermögen, Verantwortungsbewusstsein und Organisationsgeschick sein. Auch hier sind die Möglichkeiten für die Weiterbildung zur Erzieherin  von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. In der Regel gilt jedoch: je höher der Berufsabschluss, desto leichter der Quereinstieg in den Job als Erzieherin oder Erzieher. Eine staatliche Anerkennung zur Erzieherin und zum Erzieher kann auch nach erfolgreich abgeschlossener Schulfremdprüfung nach Selbststudium und absolviertem Anerkennungsjahr erlangt werden. Auch hier richten sich die Zulassungsvoraussetzungen nach den jeweiligen Schulabschlüssen und Erfahrungen im pädagogischen Bereich.

Arbeitsbereiche/Tätigkeit

Die Arbeitsbereiche von Erzieherinnen und Erziehern können sehr unterschiedlich sein:

In Krippen werden Säuglinge und Kleinkinder von 0-3 Jahren versorgt. Zum Tagesablauf gehören füttern, wickeln sowie altersgemäße Spiele und Aktivitäten anleiten. Die Pädagogen stärken die sozialen Kompetenzen der Kleinkinder, regen ihre sprachliche Entwicklung und Kreativität an und sorgen für einen fest strukturierten Tagesablauf.

Die Kindergartenkinder zwischen 3 und 6 Jahren werden durch Vorlesen von Bilderbüchern, gemeinsames Basteln und Gestalten sowie ersten naturwissenschaftlichen Experimenten in ihrer sprachlichen und kreativen Entwicklung und Konzentrationsfähigkeit gefördert. Im freien Spiel unterstützen Erzieherinnen und Erzieher die Kinder in der Lösung von Konflikten oder geben Anregungen.

Die Betreuung von größeren Kindern oder Jugendlichen kann in Horten oder Jugend- und Familienberatungsstellen stattfinden. Ein weiterer Einsatzort für pädagogische Fachkräfte sind Kinder- und Jugendheime. Hier sind sie für die umfassende Versorgung von Kindern und Jugendlichen, deren pädagogische Förderung  und Alltagsbewältigung zuständig. Sie stellen wichtige Bezugspersonen dar und kooperieren mit Schulen, Ausbildungsstätten und Eltern.

Fort- und Weiterbildungen

Die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher sind zahlreich. Ob die Fortbildung im Kindergarten als Team wahrgenommen wird oder man eine individuelle, berufsbegleitende Weiterbildung für pädagogische Fachkräfte wählt - die Angebotspalette  ist groß.

Bereits ein– bis zweitätige Fortbildungsveranstaltungen ermöglichen Pädagogen ein vertieftes Fachwissen zu zahlreichen Themen wie z. B. Ernährung, Kreativitätsförderung, Eltern- und Integrationsarbeit oder über die Arbeit mit Kindern unter 3 Jahren zu erhalten.

Längerfristige Spezialisierungs-Weiterbildungen können zu zertifizierten Zusatzqualifikationen für Erzieherinnen und Erziehern in Bereichen wie Theaterpädagogik, Musikpädagogik, Wald- und Naturpädagogik führen.  Diese berufsbegleitenden Weiterbildungen für Erzieher finden oftmals am Wochenende statt und dauern in der Regel zwei Jahre. Sogenannte Aufstiegsweiterbildungen wie z. B. zu Fachwirten im Sozial- oder Erziehungswesen dienen der  Qualifikation für Tätigkeiten auf Organisations- oder Führungsebene. Seit einigen Jahren bieten auch Hochschulen, die frühpädagogische Studiengänge anbieten,  Aufbaustudiengänge für ausgebildete Erzieher und Erzieherinnen zur frühen Kindheit oder Sozialmanagement an.

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