Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
Herder Korrespondenz 76. Jahrgang (2022) Nr. 12/2022

Über diese Ausgabe

Auftakt

  • Papst Franziskus trifft die deutschen Bischöfe
    Plus S. 1

    Nicht das letzte Wort

    Die Kurie hat beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe ihre Skepsis gegenüber dem Synodalen Weg offen ausgesprochen. Gleichzeitig äußerte Papst Franziskus keine Einwände dagegen, ihn wie geplant zu Ende zu bringen.

Leitartikel

  • Figuren in Regenbogenfarben
    Gratis S. 4-5

    Eine neue Ordnung

    Eine binäre Geschlechterordnung wird als Identitätsmarker des Christentums angesehen; Inter- und Transmenschen kämpfen deshalb um Anerkennung. Dabei lagen fixe Kategorisierungen des Menschen auch der christlichen Tradition lange fern.

Kleine Anfrage

  • Kuppel Bundestag
    Plus S. 56

    Geteilte Deutungshoheit

    Der evangelische Militärbischof Bernhard Felmberg beurteilt die Zusammenarbeit zwischen Politik und Religion positiv, auch wenn sich der gesellschaftliche Trend der Entkirchlichung bemerkbar macht. Die Fragen stellte Hilde Naurath.

Gastkommentar

  • Ein Soldat
    Gratis S. 6

    Krieg als notwendiges Übel

    Die christliche Theologie ringt angesichts des Ukraine-Kriegs um eine Neuausrichtung ihrer Friedensethik. Die Perspektiven der jüdischen Tradition können diese Diskussionen bereichern.

Kommentar

  • Die Kuppel des Berliner Stadtschlosses
    Plus S. 7

    Das Kreuz mit dem Kreuz

    Die Regierung sollte sich vor bloßem Aktionismus hüten.

Porträt

  • Der Jesuit Jörg Alt bei einem Protest
    Plus S. 8

    Jörg Alt: Der Protest-Pater

    Die Klimaaktivisten der Bewegung „Letzte Generation“ stehen aufgrund ihrer radikalen Protestaktionen in der Kritik. Unterstützung erhalten sie vom Nürnberger Jesuitenpater Jörg Alt. Was treibt den Geistlichen zum zivilen Ungehorsam?

Aktuell

  • Plus S. 9-10

    Weltkirche: Nächste Phase des Synodalen Prozesses

    Durch das Arbeitsdokument des vom Papst ausgerufenen Synodalen Prozesses der katholischen Weltkirche zieht sich eine Rhetorik der radikalen Inklusion. Nun geht das Beteiligungsprojekt in die „kontinentale Phase“.

  • Verkehrszeichen Tempo 100
    Plus S. 11-12

    EKD-Synode: Kampf gegen den Relevanzverlust

    Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland kam zu ihrer jährlichen Tagung in Magdeburg zusammen. Die Ergebnisse gehen in der öffentlichen Wahrnehmung unter, obwohl relevante Themen wie Friedensethik, Klimakrise und die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs auf der Tagesordnung standen.

Forum

Nachrichten

Feuilleton

Interview

  • Nach dem Tod
    Plus S. 17-18

    Ein Gespräch mit dem Maler Jaroslav Dražil„Eine neue Bildsprache“

    Jaroslav Dražil hat einen Zyklus zum Neuen Testament gemalt. Im Interview erklärt er, warum das Thema für ihn eine Herzensangelegenheit war, warum er so wenig Anleihen bei der klassischen christlichen Ikonografie genommen hat und was ihn an der Figur des Judas so fasziniert. Die Fragen stellte Benjamin Leven.

Essays

  • Klagemauer in Jerusalem
    Plus S. 13-15

    Israels ParteienlandschaftRechts und auch noch radikal

    Zum fünften Mal in drei Jahren wurde in Israel am 1. November gewählt. Gewonnen haben die rechten Parteien um Benjamin Netanjahu: Seine Mehrheit ist nun stabil. Zwei Drittel des Parlaments stehen rechts. Die Parteien radikalisieren sich zunehmend.

  • Ein Priester hält eine Hostie in der Hand
    Plus S. 20-23

    Zu Martin Ebners „Braucht die Kirche Priester?“Das kirchliche Amt ist biblisch

    Der Neutestamentler Martin Ebner hält das Priesteramt für unbiblisch. Das liegt daran, dass er das Neue Testament ohne das Alte Testament verstehen will. Das dreistufige kirchliche Amt ist in Analogie zum alttestamentlichen Priestertum ausgeformt – genauso, wie das Neue Testament auf dem Alten Testament beruht, ohne es zu ersetzen.

  • Überwachungskamera
    Plus S. 24-26

    Bischöfliche Aufsicht über Vereinigungen von GläubigenKlarheit und mehr Konsequenz

    Der Bischof ist der „Aufseher“ seiner Diözese. Zu seinen Aufgaben gehört es, die im Bereich seines Bistums errichteten Vereinigungen von Gläubigen wohlwollend, aber auch kritisch zu begleiten. Dabei gilt: Vorsorgen ist besser als heilen. Die Aufgabe ist nicht einfach, zumal die Tendenz weit verbreitet ist, die eigene Auffassung über die allgemeine kirchliche Lehre zu stellen. So entstehen rechts- wie linkskatholische Fundamentalismen.

  • Moskau
    Plus S. 28-31

    Mehr als Putins Ideologieabteilung?Kirche der Angst

    Die Führungsschicht der Russischen Orthodoxen Kirche erteilt dem Regime den Segen für seine autoritäre Herrschaft. Man braucht nicht zu hoffen, dass ihre Vertreter mäßigend auf Wladimir Putin einwirken: Die Kirche ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des militärischen Systems. Doch es gibt auch in der russischen Kirche Stimmen, die widersprechen. Sie müssten im ökumenischen Dialog gehört werden.

  • Justitia
    Plus S. 36-39

    Der Fall Olaf LatzelReligionsfreiheit oder Volksverhetzung?

    Der evangelische Geistliche Olaf Latzel wurde im Mai vom Vorwurf der Volksverhetzung freigesprochen. Das Landgericht Bremen hatte für die Entscheidungsfindung theologische Gutachten eingeholt. Erstmals äußert sich einer der Gutachter.

  • Jesuskind in der Krippe
    Plus S. 40-42

    Geborgenheit im Tal der TränenWeihnachten, die Sehnsucht in uns allen

    Im Grunde sind wir alle rückwärtsgewandte Visionäre. Wir alle wollen in das Paradies zurück, freilich in eines, in dem der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis sich zu einem Baume vereinigt hätten – und der Schatten der Erkenntnis im Lichte des Lebens aufgehoben wäre.

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