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Umfrage: Ihre Meinung zur Gottesfrage
Herder Korrespondenz 76. Jahrgang (2022) Nr. 11/2022

Über diese Ausgabe

Auftakt

  • Plus S. 1

    Eingriff in die Religionsfreiheit

    Die Koalition streicht die Religionszugehörigkeit aus dem Personenstandsregister. Das zeigt ein sich veränderndes Verhältnis von Staat und Kirchen.

Leitartikel

  • Osnabrück
    Plus S. 4-5

    „Wer beurteilt das?“

    Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode hat einen Rücktritt ausgeschlossen, obwohl ihm Gutachter zahlreiche Pflichtverletzungen im Umgang mit Missbrauchsfällen bescheinigen. Solange in der Kirche Bischöfe nicht konsequent und transparent zur Verantwortung gezogen werden, bleiben die Oberhirten Richter in eigener Sache.

Kleine Anfrage

  • Philippe Bordeyne
    Plus S. 56

    Eine positivere Sprache über Ehe

    Der Präsident des päpstlichen Ehe- und Familieninstituts, Philippe Bordeyne, meint: Es braucht eine neue Theologie der Familie. Und er zitiert einen prominenten deutschen Theologen. Die Fragen stellte Benjamin Leven.

Gastkommentar

Kommentar

Porträt

  • Quantenphysik
    Plus S. 8

    Anton Zeilinger: Der gläubige Quantenphysiker

    Für seine Forschungen im Bereich der Quantenphysik erhält der österreichische Wissenschaftler Anton Zeilinger dieses Jahr den Physik-Nobelpreis. Einen unter Naturwissenschaftlern verbreiteten Atheismus lehnt er ab.

Aktuell

  • Fulda
    Plus S. 9-10

    Kirche: Weiterhin zähe Missbrauchsaufarbeitung

    Das Bistum Osnabrück hat Mitte September seine Missbrauchsstudie veröffentlicht; in Freiburg, Mainz und Trier wurde die Vorstellung von Untersuchungsberichten verschoben. Unterdessen haben die Bischöfe bei der Herbstvollversammlung präsentiert, wie das Thema auf der Ebene der Bischofskonferenz bearbeitet werden soll, nachdem Bischof Stephan Ackermann das Amt des Missbrauchsbeauftragten niedergelegt hat.

  • Köln
    Plus S. 11-12

    Kölner Hochschule: Köppen muss gehen

    Die Konflikte um die „Kölner Hochschule für Katholische Theologie“ existieren seit der Übernahme der Einrichtung durch das Erzbistum von den Steyler Missionaren. Es geht um die Finanzierung, die Konkurrenz zur Universität Bonn und eine vermutete konservative Ausrichtung. Bisher ist es nicht gelungen, die Konflikte zu entschärfen.

Forum

  • Plus S. 49-51

    Synodaler WegOffenbarung in den Zeichen der Zeit

    Nach der vierten Plenarversammlung des Synodalen Wegs hat die offenbarungstheologische Architektur des Orientierungstextes Kritik ausgelöst. Damit rückt nicht nur die Recht-gläubigkeit des gesamten Reformprojekts in den Fokus kirchlicher Auseinandersetzungen, sondern sechzig Jahre nach der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils zeichnet sich auch eine neue Debatte um das Offenbarungsverständnis ab.

Nachrichten

Feuilleton

Interview

  • Kiew
    Plus S. 16-19

    Ein Gespräch mit dem Hauptgeschäftsführer von Renovabis Thomas Schwartz„Wir müssen uns hinterfragen“

    Die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken, Renovabis, unterstützt seit fast dreißig Jahren die Menschen in Mittel-, Ost-, und Südosteuropa. Mit dem neuen Haupt-geschäftsführer, Thomas Schwartz, sprachen wir über das Engagement des Hilfswerks in der Ukraine, anstehende Herausforderungen und über die synodalen Prozesse in den Kirchen Osteuropas. Die Fragen stellte Dana Kim Hansen-Strosche.

Essays

  • Vatikan
    Gratis S. 13-15

    Ein offener Brief an Papst Franziskus zum Streit um den Synodalen WegSehen – Urteilen – endlich Handeln

    Das Projekt Synodalität von Papst Franziskus ist gut, hat bisher aber einen Haken: Es bedarf angesichts des Missbrauchsskandals auch eines öffentlichen Schuldeingeständnisses der römisch-katholischen Kirche, repräsentiert durch ihre Autoritäten: gegenüber Gott, Jesus Christus, dem Volk Gottes, gegenüber den Missbrauchsopfern, gegenüber zivilen Autoritäten wegen der Nichtrespektierung öffentlicher Rechte. Ein Offener Brief.

  • Katar
    Plus S. 20-22

    Ethische Werte im SportRote Karte nicht nur für Katar

    Die anstehende Fußballweltmeisterschaft im Wüstenstaat Katar ist eine fragwürdige Angelegenheit. Aber nicht nur die politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen eines umstrittenen Turniers, sondern auch die Entwicklungen dieses Sports im Allgemeinen provozieren kritische Blicke auf Geschichte und Gegenwart seines ethisch-moralischen Koordinaten- und Wertesystems.

  • Kloster
    Plus S. 23-25

    Wie katholisch bleiben?Hoffnung auf Transformation

    Warum angesichts des Leids und des Schmerzes, den die Kirche vielen Menschen zugefügt hat, weiter Teil von ihr bleiben? Die Kirche als Glaubensgemeinschaft erfüllt ein Bedürfnis, das anders nicht gestillt werden kann: die Aussicht auf Versöhnung auf dem Weg durch die Zeit.

  • Tallinn
    Plus S. 26-27

    Katholische Kirche im BaltikumZwischen zwei Welten

    Die katholische Kirche des Baltikums lebt in einer extremen Minderheitensituation. Für das Zusammenleben der Gesellschaft leistet sie dennoch einen wichtigen Dienst. Aktuell wird ihr Alltag vom Ukraine-Krieg überschattet.

  • Moschee
    Plus S. 36-38

    Entwicklungen und Perspektiven muslimischer SeelsorgeDynamische Schnittstellen

    Wenn die Gesellschaft diverser wird, wirkt sich das auch auf die Seelsorge in öffentlichen Institutionen aus. Die muslimische Seelsorge etwa in Krankenhäusern ist das prominenteste Beispiel für eine Neuausrichtung spiritueller Begleitung. Wie können die dabei notwendigen Professionalisierungsprozesse gelingen?

  • Bahai-Tempel
    Plus S. 39-41

    Die Bahai im IranLeben ohne Freiheit

    Das brutale Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten bestimmt derzeit die Schlagzeilen. Auch Minderheiten wie die Bahá’í-Gemeinde werden im Iran seit Jahrzehnten systematisch unterdrückt.

  • Naumburger Dom
    Plus S. 42-45

    Seit 50 Jahren schützt die UNESCO Kultur- und NaturerbeHeiliges Welterbe

    Die Welterbekonvention wurde am 16. November 1972 von den Mitgliedsstaaten der UNESCO verabschiedet. 50 Jahre später ist es Zeit für eine Bilanz: Welches Ziel verfolgt die Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit ihrem Flaggschiffprogramm Welterbe? Vor allem mit Blick auf religiöse Stätten fällt auf, dass sie Akzente setzt, die nicht überall unumstritten sind.

  • Abt
    Plus S. 46-48

    Das Abtsamt in der BenediktusregelHinweise für bessere Führung

    Benedikt von Nursia verfasste um 540 n. Chr. die nach ihm benannte Benediktusregel, ein Klosterregularium, das seitdem die Grundlage des Ordens der Benediktiner darstellt. Die Führungsgrundsätze dahinter können bis heute jeden Managementansatz inspirieren – gerade auch mit Blick auf einen wachsenden Individualismus.

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