LeitartikelVom Osten lernen

Nichts treibt die Christen in Deutschland - Katholiken wie Protestanten - derzeit so um wie Ängste und Sorgen um die eigene Zukunft. Weder die Vergewisserung über funktionierende kirchliche Apparate noch das politische Bekenntnis zur gesellschaftlichen Bedeutung der Kirchen können die zunehmende individuelle Minderheits-Erfahrung des einzelnen Christen, der einzelnen Christin zerstreuen. Solchermaßen verunsichert hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten der Blick von West nach Ost innerhalb der deutschen Ortskirche spürbar gewandelt. Über die Hoffnung auf ein Wiedererblühen der Kirche in Ostdeutschland nach dem Zusammenbruch des Staatssozialismus hat sich sehr rasch die bange Frage gelegt, ob einem nachvolkskirchlichen Westen auch in seinen ehemals durch und durch katholisch geprägten Regionen in absehbarer Zeit nicht ähnliche Zustände wie im Osten blühen. Wenn dem aber so ist, müsste von der Kirche im Osten und ihren Diasporagemeinden doch auch zu lernen sein.

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