InternetDigital denken lernen

Auf die Informationsflut, die uns im Internet begegnet, ist das menschliche Hirn noch nicht so gut eingestellt.“ Davon ist der Jurist Thomas Fetzer überzeugt. Er leitet einen Forschungsverbund, der sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung beschäftigt. Grundsätzlich seien viele Aspekte der Onlinewelt „sehr ambivalent, können also gute oder schlechte Auswirkungen haben“, sagte Fetzer in der „Süddeutschen Zeitung“. So lässt sich die Frage, wie sich das Internet auf die Beteiligung an politischen Debatten auswirkt, noch nicht abschließend beantworten. „Ich glaube, dass sich in vielen Dingen die Geschwindigkeit des Handelns, aber nicht die des Denkens verändert hat.“ Das Gehirn lasse sich in der schnellen Internetwelt zu leicht ablenken und sei „noch nicht so richtig gut darin, zu selektieren: Was ist wichtig? Was ist unwichtig?“ Aber dies sei nur eine Frage der Zeit: „Die Menschen haben sich auch an frühere Entwicklungen angepasst.“ Der wesentliche Unterschied sei nur, „dass die Digitalisierung gleichzeitig alle Lebensbereiche erfasst.“

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