Immer wieder neu

Die Bibel erzählt, dass das Volk Israel vierzig Jahre lang durch die Wüste zog. In dieser Zeit kam es zu einer Krise, weil es zu wenig zu essen gab. Da schenkte Gott dem Volk eine Art von Brot, das Manna. Von diesem Brot sollten die Leute jeden Tag nur so viel einsammeln, wie sie als Tagesration brauchten. Einige sammelten vom Manna jedoch mehr ein, als notwendig war. Aber das Brot wurde wurmig und stank (vgl. Ex 16,20). Diese Erfahrung wurde zu einer wichtigen Lektion: Das von Gott geschenkte Brot lässt sich nicht horten. Der Wunsch, möglichst viel zu bunkern, ist ein Zeichen für fehlendes Vertrauen. Liebe lässt sich nicht einwecken oder aufsparen. Liebe schenkt sich immer nur von Augenblick zu Augenblick. Sie lebt vom Vertrauen, dass die andere Person mir treu bleiben und mich auch morgen wieder beschenken wird.

Andreas Knapp in: „Pace e bene“ (Echter Verlag, Würzburg 2019)

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