San SalvadorDie Hinterbliebenen wollen wissen, was geschah

„Die Zeit heilt nicht die Wunden, im Gegenteil, sie werden noch tiefer.“ Daher hat San Salvadors Erzbischof José Luis Escobar Alas die Regierung und die Justiz seines Landes aufgefordert, den Opfern des langjährigen Bürgerkriegs zwischen 1980 und 1992 Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, die Hinterbliebenen über das Schicksal der Ermordeten und Verschwundenen aufzuklären. Die Familienangehörigen sollten unter anderem endlich erfahren, wo die sterblichen Überreste ihrer Verwandten liegen, um sie ordentlich beerdigen zu können. Allein die Wahrheit mache die Gesellschaft frei.

In dem Bürgerkrieg starben ungefähr 75000 Personen, in erster Linie Oppositionelle gegen die Militärjunta. Einer der bekanntesten Ermordeten ist der inzwischen heiliggesprochene Erzbischof Oscar Arnulfo Romero. Er wurde von Schergen des rechtsnationalen Herrschaftssystems vor vierzig Jahren während einer Eucharistiefeier am Altar erschossen, am 24. März.

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