Heilsame Abschiede, wertvolle Friedhöfe

Der Psychologe Michael Lehofer fordert eine völlig neue Welt der Friedhöfe. „Wir müssen den Menschen einen Ort schenken, an dem sie mit ihrer Trauer so frei umgehen dürfen und können, wie es ihnen guttut“, sagte er auf einem Kongress zur Zukunft der Bestattungskultur in Köln. Unter dem Titel „Heilsame Abschiede“ diskutierten Fachleute über Entwicklungen in der Trauerkultur, den Einfluss der Digitalisierung auf die Erinnerungskultur und die Bedeutung von Trauerorten.

Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal, Dirk Pöschmann, forderte, den Friedhof als „wertgeschätzten Ort für Trauernde“ im Zentrum der Gesellschaft zu etablieren. „Im Mittelpunkt des Friedhofs der Zukunft stehen die Bedürfnisse der Menschen“, betonte er. Außerdem sollten individuelle Vorstellungen der Menschen berücksichtigt werden. Laut Soziologen gibt es heute weder die typische Bestattung oder Trauerhandlung noch das typische Grab. Nach einer Umfrage des evangelischen Magazins „Chrismon“ möchten 72 Prozent der Deutschen die Art ihrer Bestattung selbst aussuchen.

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