Vorhang auf für die Liturgie

Die Akzeptanz und das Bewusstsein für ein großes liturgisches Feiern der Kirchenfeste steigen wieder“, vermutet die Wiener Musikwissenschaftlerin Elisabeth Theresia Hilscher. Den Kern der christlichen Botschaft könnten „Zeremonien und Riten eben viel besser erklären als tausend Worte“.

Die Karwoche könne man auch mit einem Theaterstück in mehreren Akten vergleichen. Nach den Fastenwochen mit wenig Prunk komme als „erster Akt“ die große Liturgie des Palmsonntags. Nach drei Ruhetagen folgten dann zunächst der Abschied von der Liturgie, die Ruhepause am Gründonnerstag, die schlichte Dunkelheit am Karfreitag und die Stille am Karsamstag. Alles laufe auf den Höhepunkt der groß inszenierten Auferstehungsfeier in der Osternacht zu. Beim Gloria mit Orgel und Glockenläuten breche die Pracht „mit aller Gewalt wieder durch“.

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