Veränderungen begleitenIdeen zur Gestaltung der Übergänge in Krippe und Kita

Veränderungen begleiten
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Übergänge selbst aktiv bewältigen

Die Zeit des Übergangs ist für Kinder ungemein aufregend und es mischen sich Vorfreude und Stolz mit Angst und Ungewissheit. Nehmen wir als pädagogische Fachkräfte dies ernst, so ist Ausgangs- und Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit die Resilienz der Kinder. Die Widerstandsfähigkeit der Kinder wird insbesondere dann gestärkt, wenn sie die Möglichkeit haben, den Übergang selbst aktiv zu bewältigen. Beobachten Sie daher die individuellen Kompetenzen, Bedürfnisse und Interessen des Kindes und nehmen Sie diese als Ausgangspunkt für die Gestaltung des Übergangs. So können Sie den Beziehungsaufbau, die Schnupperbesuche, das Kennenlernen der Kinder untereinander und die neue Umgebung mit dem Kind abstimmen – das gilt auch für Krippenkinder.

Die Kinder bestimmen mit!

Im letzten Kita-Jahr setzen sich die Kinder intrinsisch motiviert mit dem Übergang in die Grundschule auseinander. Kinder werden nicht vorbereitet, sie bereiten sich selbst aktiv vor! Sammeln Sie mit den Kindern Vorschläge, wie ein Treffen für die Schulanfänger*innen gestaltet werden kann. Dokumentieren Sie dies zusammen mit den Kindern auf einer stets zugänglichen Wandzeitung, damit der Themenkatalog eine Zeit lang wachsen kann. Halten auch Sie als pädagogische Fachkraft dort die Themen fest, die Sie einbringen möchten.

Fragen wir die Profis!

Laden Sie mit den Kindern ehemalige Kita- Kinder, die nun die erste Klasse besuchen, zu Kakao und Kuchen ein. Nachdem die Schulkinder ihre ehemalige Kita begutachtet haben, kann in einer gemeinsamen Gesprächsrunde ein reger Austausch zwischen den Kita- und Schulkindern stattfinden. Hilfreich ist es für die Kinder, wenn Sie das Gespräch eröffnen, z. B.: „Wir wollen gern von euch wissen, ob es euch in der Schule gefällt.“ Der Austausch mit Schulkindern trifft viel mehr die tatsächlichen Fragen und Anliegen der künftigen Schulkinder als all das, was Erwachsene erzählen können. Dabei ist es wichtig, dass sich die künftigen Schulkinder auch mit den herausfordernden Seiten der Schule auseinandersetzen können, denn eine rosarot gezeichnete Wirklichkeit, die zerplatzt, kann sehr schmerzlich sein.

„Machs gut“ und „Herzlich willkommen“

Der Übergang von der Krippe in die Kita und von der Kita in die Schule bedeutet für alle Kinder der Gruppe Abschied und Neubeginn. Bereiten Sie als Fachkraft die Kinder in moderierten Gesprächen, z. B. in der Morgenrunde, auf den Übergang eines Kindes vor. Dies gibt den Kindern die Möglichkeit, mit der Veränderung aktiv umzugehen. Gestalten Sie als Bezugserzieher*in mit den Kindern einen ritualisierten Abschied bzw. begrüßen Sie das Kind mit einem Ritual. Rituale geben Orientierung für das, was folgt, und lassen die Kindergruppe sowie das wechselnde Kind verstehen: „Jetzt ist es so weit!“.

Lernprozesse der Kinder würdigen

In der gemeinsamen Krippen- oder Kita-Zeit wurde viel entdeckt, geforscht und Neues gelernt. Dabei sind sicher Fotos, Dokumente und Werke der Kinder entstanden. Gestalten Sie gemeinsam mit den Kindern eine Ausstellung der nun vergangenen Zeit im Rahmen Ihrer Abschiedsfeier mit den Familien. Der von den Kindern zurückgelegte Prozess erfährt Würdigung und Wertschätzung. Dies trägt zu einem runden Abschied bei und auch Sie als begleitende pädagogische Fachkräfte erhalten Rückmeldungen und Impulse für Ihre künftige Weiterarbeit.  

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