Migrations­hintergrund

„Zu den Personen mit M. zählen ‚alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil‘ (Statistisches Bundesamt 2012). Diese Kategorisierung von Menschen mit einem definierten Merkmal hat zu kontroversen Diskussionen in Fachkreisen und bei den Betroffenen geführt. Es wird bereits von Menschen mit Migrationsvordergrund gesprochen und die Frage gestellt, was können wir in der frühkindlichen Pädagogik mit diesen sperrigen Begriffen konkret im Kita-Alltag anfangen. Wir sollten uns aber vor Augen führen, dass wir nicht nur mit den Kindern, sondern gerade auch mit deren Eltern eine enge, persönliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit herbeiführen sollten. Wir müssen die Eltern mit M. nicht nur sprachlich, sondern auch emotional, sozial, kulturell und religiös verstehen lernen. Menschen mit M. bilden gemäß dem Statistischen Bundesamt/2016 eine Teilgruppe von 16,4 Millionen Menschen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. 64,5 Millionen Menschen haben keinen M. Die Gruppe der 16,4 Millionen Menschen mit M. setzt sich folgendermaßen zusammen:

  • 35,8 Prozent Ausländer, die zugewandert sind,
  • 8,2 Prozent Ausländer, die in Deutschland geboren wurden,
  • 18,9 Prozent (Spät-)Aussiedler und im Ausland geborene Deutsche,
  • 14,5 Prozent Eingebürgerte Ausländer,
  • 22,6 Prozent Deutsche, bei denen mindestens ein Elternteil zugewandert ist oder als Ausländer in Deutschland geboren wurde.“