Sozial-emotionale Kompetenz

Der Begriff sozial-emotionale Kompetenz weist auf die enge Beziehung von emotionaler und sozialer Kompetenz hin. Meist werden die beiden Fähigkeitsbereiche miteinander in Verbindung gebracht. Die Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen ist davon abhängig, ob ein Kind mit den eigenen, aber auch mit den Gefühlen anderer umgehen kann.

Was ist emotionale Kompetenz?

„Gefühle“ sind der alltagssprachliche Begriff für Emotionen. Als emotionale Kompetenz wird die Fähigkeit verstanden, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und auf verschiedene Weise auszudrücken, sie zu regulieren und mit ihnen umgehen zu können. Gleichzeitig bedeutet es, mitfühlen zu können, also Verständnis für die Gefühle anderer zu haben und angemessen darauf zu reagieren.

Was ist soziale Kompetenz?

Als soziale Kompetenz bezeichnet man die Fähigkeit, in der Interaktion mit anderen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zum Ausdruck zu bringen, sich in die Rolle anderer hineinzuversetzen und ihre Bedürfnisse und Wünsche im eigenen Handeln zu berücksichtigen.

An welchen Fähigkeiten werden sozial-emotionale Kompetenzen sichtbar?

Die sozial-emotionalen Kompetenzen umfassen folgende Fähigkeiten:

den Umgang mit Emotionen, also:

  • eigene Gefühle wahrnehmen
  • Gefühle zulassen
  • Gefühle verbal und nonverbal ausdrücken
  • Körpersignale verstehen und einordnen
  • auf eigene Gefühle reagieren
  • Gefühle regulieren

die Empathie:

  • Gefühle anderer wahrnehmen
  • den Gefühlsausdruck eines anderen erkennen und einordnen
  • sich in die Lage eines anderen versetzen
  • die Bedürfnisse und Wünsche anderer erkennen, im eigenen Verhalten berücksichtigen

die Kontakt- und Beziehungsfähigkeit:

  • Beziehungen zu anderen aufnehmen
  • auf andere zugehen
  • Kontaktwünsche anderer aufnehmen und angemessen darauf reagieren
  • sich in eine Gruppe einordnen können

die Kooperationsfähigkeit:

  • Ziele mit anderen abstimmen
  • Handlungen gemeinsam planen und absprechen
  • gemeinsam Aufgaben bewältigen
  • anderen helfen, sie unterstützen
  • Hilfe annehmen und anfordern
  • sich verbal mit anderen auseinandersetzen
  • ·verschiedene Rollen übernehmen
  • Regeln vereinbaren

die Konfliktfähigkeit:

  • Ursachen von Konflikten erkennen
  • Konflikte erkennen und zulassen
  • ·nachgeben und sich durchsetzen
  • Kompromisse schließen
  • Regeln zur Lösung von Konflikten finden
  • mit Konkurrenz umgehen können

sowie Toleranz und Rücksichtnahme:

  • Unterschiede erkennen und annehmen
  • die Andersartigkeit anderer respektieren (Besonderheiten)
  • Respekt vor anderen
  • die Bedürfnisse anderer tolerieren
  • Werte anderer verstehen und akzeptieren
  • auf Jüngere/Schwächere Rücksicht nehmen
  • Regeln für den Umgang miteinander aufstellen und sich daran halten