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Renaissance der ReligionMode oder Megathema?

Über diese Ausgabe

Editorial

Essays

  • Plus S. 2-6

    Wo heute religiöse Bedürfnisse auflebenPostreligiös oder postsäkular?

    Religion ist gefragt als Fundus ökonomischer Marketingstrategien, als Lieferantin von Zeichen und Symbolen für mediale Inszenierungen, als kulturelles Treibgut. Der konvertierte Zeitgenosse stellt das Religiöse in den Dienst individueller Selbstvergewisserung. So scheint nicht die Religion ein Comeback zu erleben. Vielmehr handelt es sich um die vorübergehende Wiederkehr eines Bedürfnisses nach Religion.

  • Plus S. 6-11

    Eine neue Meistererzählung der SoziologenDie Wiederkehr des Religiösen

    Wer die Gültigkeit der Säkularisierungsthese bestreitet, muss die empirische Datenlage ignorieren. Richtig an der vielfach vorgebrachten Kritik des Säkularisierungstheorems ist, dass es sich bei den religiösen Wandlungsprozessen in Europa nicht einfach nur um einen Verlust an Religiosität und Kirchenbindung, sondern auch um einen Wandel ihrer dominanten Formen handelt.

  • Plus S. 11-15

    Braucht Deutschland eine Zivilreligion?Der Staat und die religiösen Bürger

    Im demokratischen Rechtsstaat herrscht Religionsfreiheit. Gleichzeitig hat er ein vitales Interesse daran, dass seine Bürger sich an einen ethischen Grundkonsens halten und diesen immer wieder erneuern. Eine Zivilreligion kann nicht von Staats wegen verordnet werden. Sie ist nicht zuletzt auf das Engagement religiöser Bürger angewiesen.

  • Plus S. 15-19

    Ist Esoterik noch im Trend?Geheimnisvolle Quellen

    Angesichts globaler Krisen und Gefahren lässt sich gegenwärtig eine verstärkte Hinwendung zum spirituellen Erfahrungsraum des Menschen beobachten. Viele der in der Esoterik-Szene derzeit besonders gefragten Techniken und Angebote spiegeln jedoch letztlich nur einen Zeitgeist wider, der sich religiöser gibt, als er in Wirklichkeit ist.

  • Plus S. 20-24

    Die Konkurrenz auf dem Markt der ReligionenKampf um Aufmerksamkeit

    In einer Mediengesellschaft ist auch Religion medial verfasst. Es lässt sich ein harter Kampf religiöser Akteure um die knappe Ressource Aufmerksamkeit beobachten, so auch in der katholischen Kirche. Die verschärfte Konkurrenz auf dem Religionsmarkt droht freilich jene Feindbilder zu zementieren, die man nicht zu überprüfen bereit ist.

  • Plus S. 28-32

    Das Absolute im Alltag des PhilosophenAbsolut alltäglich

    Die Philosophie, wie sie in der westlichen Welt an der Universität gelehrt wird, verhält sich gegenüber der Theologie gleichgültig bis aggressiv ablehnend. Das ist eine Verkennung ihres Auftrags, der von Anfang an in die Formel von der „Liebe zur Weisheit“ verpackt war.

  • Plus S. 32-36

    Neue Begeisterung für die MystikZwischen Wellness und Weisheit

    Die Begeisterung für Mystik mit allen ihren Facetten ist eine Reaktion auf epochale Umbrüche und erhöhten Kontingenzbewältigungsbedarf. Der Megatrend „Spiritualität“ geht allerdings zu oft an den Kirchen vorbei. Noch immer sind die Schätze der eigenen Mystik vielfach unbekannt und werden nur wenig vermittelt.

  • Plus S. 37-40

    Warum und wie Klöster auf Zeit attraktiv sindDas Versprechen des Anderen

    Zum religiösen Chic des Christentums gehören seit einigen Jahren Klöster und alles, was mit ihnen zusammenhängt. Denn Klöster bergen für den Zeitgenossen das Versprechen eines geordneten, gemeinschaftlichen, entschleunigten Lebens. Die Gäste im Kloster leben von einer Radikalität des Lebensentwurfs, zu der sie selbst sich nicht in der Lage sehen.

  • Gratis S. 51-55

    Religion als neues und altes Thema von Musik„Ein feste Burg ist unser Bach“

    Spiritualität, Glaube und sogar Theologie erklingen heute musikalisch in vielen Variationen. Während Pop-Idol Madonna sich auf der Bühne provozierend in die Pose der Gekreuzigten wirft, gründet der Musikproduzent Thomas M. Stein, bekannt durch „Deutschland sucht den Superstar“, das Label „Popwert“ zur Vermarktung christlicher Musik von der Boygroup bis zum Kapellmeister des Papstes.

  • Plus S. 60-64

    Religiöse Fragen auf der BühneDer „religious turn“ im Theater

    Mit besonderer Virulenz wurden in den vergangenen Jahren religiöse Fragen im Theater diskutiert. Im Zentrum der theologischen Reflexionen auf Bühnen im deutschen Sprachraum stehen die Beschäftigung mit den Zehn Geboten, die Fragen nach Leid und Erlösung, die Sinnfrage – und damit eng verknüpft die Suche nach Gott.

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