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Daniel Bogner: Ihr macht uns die Kirche kaputt... ...doch wir lassen das nicht zu!

Islam in DeutschlandDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100195

Trotz des „Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland”, in dem sich die vier größten islamischen Dachverbände in Deutschland zusammengeschlossen haben, besteht weiterhin Unsicherheit: Wer spricht in Deutschland für die Muslime? Wer verbirgt sich hinter den einzelnen Organisationen? Gleichzeitig wird intensiv über den Islamischen Religionsunterricht und die Ausbildung muslimischer Religionslehrkräfte diskutiert, selbst die Rolle der Imame in Deutschland wandelt sich. In vielen Städten entstehen neue Moscheen, was immer wieder zu Auseinandersetzungen führt. Wo steht der Islam hierzulande?

Wir haben Ihnen in diesem Themenpaket jüngere Beiträge und Interviews der Herder Korrespondenz zu den Diskussionen über den Islam in Deutschland zusammengestellt.

Über dieses Paket

Leitartikel

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2013 S. 1-3

    LeitartikelIslam in Deutschland?

    Die Beziehungen von Muslimen zur deutschen Mehrheitsgesellschaft in den vergangenen Jahren wurden stark mit der Frage nach Integration, wenn nicht sogar der Gefahren für die innere Sicherheit verknüpft - worunter Akzeptanz und Vertrauen auf beiden Seiten zwangsläufig leiden müssen. Auf der anderen Seite wird an ganz unterschiedlichen Stellen an einer größeren Beteiligung von Muslimen am gesellschaftlichen Leben gearbeitet. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklungen verändert sich auch das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in Deutschland.

Interview

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 1/2015 S. 15-19

    Ein Gespräch mit dem ZMD-Vorsitzenden Aiman Mazyek zum Thema Religion und Gewalt„Differenzierter diskutieren“

    In den vergangenen Monaten wurde wegen der Vorgänge im Nahen Osten auch hierzulande wieder heftiger über den Islam diskutiert. Was können die Muslime in dieser Situation tun? Wie berechtigt sind die Vorwürfe, der Islam habe ein ungeklärtes Verhältnis zum Thema Gewalt? Und wie ist mit der Radikalisierung einzelner junger Muslime umzugehen? Darüber sprachen wir mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Die Fragen stellte Stefan Orth.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 9/2013 S. 448-453

    Ein Gespräch mit dem islamischen Theologen Bülent Ucar„Vielfalt ernst nehmen“

    Die Deutsche Islamkonferenz hat viel bewirkt, zuletzt aber vor allem für Missstimmung gesorgt. Welche Rolle spielt dieses Gremium für die Behandlung der wichtigen Anliegen von Muslimen in Deutschland? Und wie sind die Erfahrungen mit den nicht zuletzt von ihm angestoßenen Islamischen Zentren an Universitäten? Über diese Fragen sprachen wir mit Bülent Ucar, Professor für Islamische Religionspädagogik in Osnabrück und Mitglied der zweiten Deutschen Islamkonferenz. Die Fragen stellte Stefan Orth.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 8/2010 S. 394-398

    Ein Gespräch mit dem DITIB-Dialogbeauftragten Bekir Alboga„Als Religionsgemeinschaft anerkennen“

    Die zweite Runde der deutschen Islamkonferenz hat begonnen, Thema ist unter anderem die Ausbildung von islamischen Religionslehrern und Imamen, einschließlich der notwendigen Voraussetzungen. Über die Sicht der Muslime sprachen wir mit Bekir Alboga, Referatsleiter für die interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die Fragen stellte Stefan Orth.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2017 S. 23-26

    Teilhabe der Muslime an Wohlfahrtspflege und AnstaltsseelsorgeZu Gast in der Deutschen Islamkonferenz

    Die Deutsche Islamkonferenz wurde von vielen Seiten kritisch betrachtet. Nicht selten stand sie unter dem Verdacht, den Muslimen eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen. Dabei ging es wesentlich um Dialog und Kooperation. Auch nach zehn Jahren wird immer wieder eine Neuausrichtung der Islamkonferenz gefordert. Dabei hat diese Plattform bereits viel geleistet für die Teilhabe der Muslime an Wohlfahrtspflege und Anstaltsseelsorge in Deutschland.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 3/2017 S. 26-28

    Zwischen Tradition und ModerneAuf der Suche nach dem wahren Islam

    Der Islam ist in erster Linie ein Glaube, eine Spiritualität. Seit einigen Jahren wird er aber vor allem in seiner politischen Dimension wahrgenommen. Das hat mit den Entwicklungen des Islam und der islamischen Welt in den vergangenen Jahrhunderten zu tun. Die Auseinandersetzung mit der Moderne und ihren Inhalten unter reformorientierten Muslimen ist gleichzeitig die Suche nach dem wahren Islam.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2014 S. 519-524

    Wie junge Muslime die deutsche Gesellschaft mitgestalten wollenAufbrüche der neuen Generation

    Aktivitäten junger Muslime sind ein Indikator dafür, wie sich der Islam in Deutschland in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ihr Engagement im Bereich der Jugendarbeit steht für den Anspruch, als Muslime ein aktiver Teil dieser Gesellschaft zu sein. Eine Herausforderung besteht darin, islamische Organisationen in ihrer Vielfalt in Strukturen der Jugendhilfe zu integrieren und bestehende Arrangements für einen neuen gesellschaftlichen Pluralismus zu öffnen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 8/2013 S. 428-431

    Plädoyer für einen „Deutschen Muslimtag“Dialogforum gesucht

    Diskussionen unter Muslimen waren in den vergangenen Jahren selten. Sie reden eher übereinander als miteinander. Dabei wären eine Reihe von religiösen, aber auch gesellschaftlichen Themenstellungen zu besprechen. Abhilfe könnte in Anlehnung an die Kirchentage ein „Deutscher Muslimtag“ schaffen, an dem sich Muslime aus ganz Deutschland beteiligen – und der die Vielfalt der hier lebenden Muslime widerspiegelt.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 5/2012 S. 252-256

    Identitätskonstruktionen junger Muslime in DeutschlandZwischen den Stühlen

    Eine Reihe junger Migranten aus muslimischen Ländern fühlt sich als unwillkommene Ausländer und damit als Außenseiter der deutschen Gesellschaft. Durch den Islam, der als Bindeglied zu anderen Migrantenjugendlichen gleicher Herkunft gesehen wird, können sie ein Gefühl der Sicherheit aufbauen. Derart ausgehöhlte Identitäten sind allerdings stark anfällig für politische Instrumentalisierung und eine Rekrutierung für fundamentalistische Milieus.

Autoren/-innen

  • Rashid, Abdul-Ahmad

    Abdul-Ahmad Rashid

    Abdul-Ahmad Rashid (geb. 1964) ist Redakteur des Zweiten Deutschen Fernsehens und arbeitet für das „Forum am Freitag“. Er studierte in Köln, Bonn, Damaskus und Kairo Islamwissenschaft, Germanistik und Vergleichende Religionswissenschaften.

  • Mazyek, Aiman

    Aiman Mazyek

    Aiman Mazyek (geb. 1969) ist seit 2010 Vorsitzender des Zentralrats der Muslime (ZMD), eines der vier großen Dachverbände des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland (KRM), dessen Sprecher Mazyek bereits zwei Mal war. Er hat Arabistik in Kairo und Philosophie, Ökonomie und Politische Wissenschaften in seiner Heimatstadt Aachen (MA) studiert. Seit 1994 ist er Mitglied der Vollversammlung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD). Von 2001 bis 2004 arbeitete er dort hauptamtlich als Pressesprecher; 2006 wurde er als dessen ehrenamtlicher Generalsekretär in den Vorstand gewählt. Bis 2010 war er auch Chefredakteur der von ihm 1996 gegründeten Internetpräsenz www.islam.de. 2003 gründete er gemeinsam mit Rupert Neudeck die Organisation Grünhelme e.V.

  • Alboga, Bekir

    Bekir Alboga

    Bekir Alboga (geb. 1963) ist Referatsleiter für die interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), die als größte Dachorganisation für Muslime in Deutschland mehr als 800 Moscheegemeinden und weitere 100 Vereine vertritt. Der Islamwissenschaftler war bereits zwei Mal Sprecher des Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland.

  • Ucar, Bülent

    Bülent Ucar

    Bülent Ucar (geb. 1977), Dr. phil., ist seit 2007 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Osnabrück und Direktor des Instituts für Islamische Theologie. Promotion in Islamwissenschaft 2005 in Bonn. Lehrer für Islamische Unterweisung/Islamkunde 2002 bis 2005. Danach bis 2006 Mitarbeiter am Landesinstitut für Schule und Qualitätsagentur (Soest) mit der Zuständigkeit für Religionslehre/Islamkunde, dann bis 2007 im Ministerium für Schule und Weiterbildung in Düsseldorf. Habilitation in Islamwissenschaft 2008 in Erlangen. Er war Mitglied der Zweiten Deutschen Islamkonferenz (2009–2013).

  • Schmid, Hansjörg

    Hansjörg Schmid

    Hansjörg Schmid (geb. 1972) leitet das Referat Interreligiöser Dialog an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und ist Privatdozent für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Veröffentlichungen: Islam im europäischen Haus. Wege zu einer interreligiösen Sozialethik, 2. Auflage, Freiburg 2013; Junge Muslime als Partner. Ein empiriebasierter Kompass für die praktische Arbeit, Weinheim 2014 (mit Hussein Hamdan).

  • Vöcking, Hans

    Hans Vöcking

    Hans Vöcking (geb. 1940), ist Mitglied der „Weißen Väter”. Er ist beim Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) und der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) zuständig für Islamfragen, beim CCEE auch für Fragen der Migration.

  • Hamdan, Hussein

    Hussein Hamdan

    Hussein Hamdan (geb. 1979) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Projekt „Gesellschaft gemeinsam gestalten – Junge Muslime als Partner“. Der Islamwissenschaftler ist Autor und Sprecher der SWR-Kolumne „Islam in Deutschland“.

  • Jestaedt, Katharina

    Katharina Jestaedt

    Katharina Jestaedt (geb. 1969) hat in Bonn und Freiburg Jura studiert. Nach Tätigkeiten im  Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt wurde sie Verwaltungsrichterin in Nordrhein-Westfalen. Anschließend war sie in der Düsseldorfer Staatskanzlei, im dortigen Justizministerium sowie im  Oberverwaltungsgericht beschäftigt. Seit 2011 ist Jestaedt Stellvertretende Leiterin des  Kommissariats der deutschen Bischöfe (Katholisches Büro) in Berlin.

  • Khorchide, Mouhanad

    Mouhanad Khorchide

    Mouhanad Khorchide (geb. 1971) ist seit 2010 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und dort inzwischen auch Leiter des Zentrums für Islamische Theologie. Er studierte in Beirut islamische Theologie und in Wien Soziologie und hat als Imam und Religionslehrer gearbeitet. Veröffentlichungen: Gott glaubt an den Menschen. Mit dem Islam zu einem neuen Humanismus, Freiburg 2015; Scharia – der missverstandene Gott. Der Weg zu einer modernen islamischen Ethik, Freiburg 2013; Islam ist Barmherzigkeit. Grundzüge einer modernen Religion, Freiburg 2012; Der islamische Religionsunterricht zwischen Integration und Parallelgesellschaft. Einstellungen der islamischen ReligionslehrerInnen an öffentlichen Schulen, Wiesbaden 2009.

  • Orth, Stefan

    Stefan Orth

    Stefan Orth, Dr. theol. (geb. 1968), Studium der Katholischen Theologie in Freiburg, Paris und Münster. 1998 Promotion. Seit 1998 Redakteur der Herder Korrespondenz, seit 2014 stellvertretender Chefredakteur.