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Anzeige: Schuld und Verantwortung

Islam in DeutschlandDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100195

Trotz des „Koordinierungsrates der Muslime in Deutschland”, in dem sich die vier größten islamischen Dachverbände in Deutschland zusammengeschlossen haben, besteht weiterhin Unsicherheit: Wer spricht in Deutschland für die Muslime? Wer verbirgt sich hinter den einzelnen Organisationen? Gleichzeitig wird intensiv über den Islamischen Religionsunterricht und die Ausbildung muslimischer Religionslehrkräfte diskutiert, selbst die Rolle der Imame in Deutschland wandelt sich. In vielen Städten entstehen neue Moscheen, was immer wieder zu Auseinandersetzungen führt. Wo steht der Islam hierzulande?

Wir haben Ihnen in diesem Themenpaket jüngere Beiträge und Interviews der Herder Korrespondenz zu den Diskussionen über den Islam in Deutschland zusammengestellt.

Über dieses Paket

Leitartikel

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2013 S. 1-3

    LeitartikelIslam in Deutschland?

    Die Beziehungen von Muslimen zur deutschen Mehrheitsgesellschaft in den vergangenen Jahren wurden stark mit der Frage nach Integration, wenn nicht sogar der Gefahren für die innere Sicherheit verknüpft - worunter Akzeptanz und Vertrauen auf beiden Seiten zwangsläufig leiden müssen. Auf der anderen Seite wird an ganz unterschiedlichen Stellen an einer größeren Beteiligung von Muslimen am gesellschaftlichen Leben gearbeitet. Angesichts dieser erfreulichen Entwicklungen verändert sich auch das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen in Deutschland.

Interview

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 1/2015 S. 15-19

    Ein Gespräch mit dem ZMD-Vorsitzenden Aiman Mazyek zum Thema Religion und Gewalt„Differenzierter diskutieren“

    In den vergangenen Monaten wurde wegen der Vorgänge im Nahen Osten auch hierzulande wieder heftiger über den Islam diskutiert. Was können die Muslime in dieser Situation tun? Wie berechtigt sind die Vorwürfe, der Islam habe ein ungeklärtes Verhältnis zum Thema Gewalt? Und wie ist mit der Radikalisierung einzelner junger Muslime umzugehen? Darüber sprachen wir mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Die Fragen stellte Stefan Orth.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 9/2013 S. 448-453

    Ein Gespräch mit dem islamischen Theologen Bülent Ucar„Vielfalt ernst nehmen“

    Die Deutsche Islamkonferenz hat viel bewirkt, zuletzt aber vor allem für Missstimmung gesorgt. Welche Rolle spielt dieses Gremium für die Behandlung der wichtigen Anliegen von Muslimen in Deutschland? Und wie sind die Erfahrungen mit den nicht zuletzt von ihm angestoßenen Islamischen Zentren an Universitäten? Über diese Fragen sprachen wir mit Bülent Ucar, Professor für Islamische Religionspädagogik in Osnabrück und Mitglied der zweiten Deutschen Islamkonferenz. Die Fragen stellte Stefan Orth.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 8/2010 S. 394-398

    Ein Gespräch mit dem DITIB-Dialogbeauftragten Bekir Alboga„Als Religionsgemeinschaft anerkennen“

    Die zweite Runde der deutschen Islamkonferenz hat begonnen, Thema ist unter anderem die Ausbildung von islamischen Religionslehrern und Imamen, einschließlich der notwendigen Voraussetzungen. Über die Sicht der Muslime sprachen wir mit Bekir Alboga, Referatsleiter für die interreligiöse und interkulturelle Zusammenarbeit der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB). Die Fragen stellte Stefan Orth.

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2017 S. 23-26

    Teilhabe der Muslime an Wohlfahrtspflege und AnstaltsseelsorgeZu Gast in der Deutschen Islamkonferenz

    Die Deutsche Islamkonferenz wurde von vielen Seiten kritisch betrachtet. Nicht selten stand sie unter dem Verdacht, den Muslimen eine Sonderbehandlung zukommen zu lassen. Dabei ging es wesentlich um Dialog und Kooperation. Auch nach zehn Jahren wird immer wieder eine Neuausrichtung der Islamkonferenz gefordert. Dabei hat diese Plattform bereits viel geleistet für die Teilhabe der Muslime an Wohlfahrtspflege und Anstaltsseelsorge in Deutschland.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 3/2017 S. 26-28

    Zwischen Tradition und ModerneAuf der Suche nach dem wahren Islam

    Der Islam ist in erster Linie ein Glaube, eine Spiritualität. Seit einigen Jahren wird er aber vor allem in seiner politischen Dimension wahrgenommen. Das hat mit den Entwicklungen des Islam und der islamischen Welt in den vergangenen Jahrhunderten zu tun. Die Auseinandersetzung mit der Moderne und ihren Inhalten unter reformorientierten Muslimen ist gleichzeitig die Suche nach dem wahren Islam.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 10/2014 S. 519-524

    Wie junge Muslime die deutsche Gesellschaft mitgestalten wollenAufbrüche der neuen Generation

    Aktivitäten junger Muslime sind ein Indikator dafür, wie sich der Islam in Deutschland in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ihr Engagement im Bereich der Jugendarbeit steht für den Anspruch, als Muslime ein aktiver Teil dieser Gesellschaft zu sein. Eine Herausforderung besteht darin, islamische Organisationen in ihrer Vielfalt in Strukturen der Jugendhilfe zu integrieren und bestehende Arrangements für einen neuen gesellschaftlichen Pluralismus zu öffnen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 8/2013 S. 428-431

    Plädoyer für einen „Deutschen Muslimtag“Dialogforum gesucht

    Diskussionen unter Muslimen waren in den vergangenen Jahren selten. Sie reden eher übereinander als miteinander. Dabei wären eine Reihe von religiösen, aber auch gesellschaftlichen Themenstellungen zu besprechen. Abhilfe könnte in Anlehnung an die Kirchentage ein „Deutscher Muslimtag“ schaffen, an dem sich Muslime aus ganz Deutschland beteiligen – und der die Vielfalt der hier lebenden Muslime widerspiegelt.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 5/2012 S. 252-256

    Identitätskonstruktionen junger Muslime in DeutschlandZwischen den Stühlen

    Eine Reihe junger Migranten aus muslimischen Ländern fühlt sich als unwillkommene Ausländer und damit als Außenseiter der deutschen Gesellschaft. Durch den Islam, der als Bindeglied zu anderen Migrantenjugendlichen gleicher Herkunft gesehen wird, können sie ein Gefühl der Sicherheit aufbauen. Derart ausgehöhlte Identitäten sind allerdings stark anfällig für politische Instrumentalisierung und eine Rekrutierung für fundamentalistische Milieus.

Autoren/-innen

  • Schmid, Hansjörg

    Hansjörg Schmid

    Hansjörg Schmid, PD Dr., geb. 1972, Referent an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Privatdozent für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

  • Vöcking, Hans

    Hans Vöcking

    Hans Vöcking Afr. M., geb. 1940, arbeitete nach der Priesterweihe acht Jahre in Algerien. Er lehrte am Päpstlichen Institut für Islamwissenschaft und Arabistik und war 25 Jahre im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zuständig für den christlich-islamischen Dialog in Europa.

  • Hamdan, Hussein

    Hussein Hamdan

    Hussein Hamdan, geb. 1979, studierte Islam- und Religionswissenschaft sowie Irankunde in Tübingen, wo er auch anschließend promovierte. Aktuell ist er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Er ist Autor der Kolumne »Islam in Deutschland« (SWR) und Referent zu diversen Themen des Islams.

  • Khorchide, Mouhanad

    Mouhanad Khorchide

    Mouhanad Khorchide, Prof. Dr., geb. 1971, in Beirut, aufgewachsen in Saudi-Arabien, studierte Islamische Theologie und Soziologie in Beirut und Wien. Seit 2010 Professor für Islamische Religionspädagogik an der Universität Münster und dort inzwischen auch Leiter des Zentrums für Islamische Theologie.

    Khorchide studierte in Beirut Islamische Theologie und in Wien Soziologie, wo er mit einer Studie über islamische Religionslehrer promovierte. Er hat zudem als Imam und Religionslehrer gearbeitet. Seit 2011 ist er Koordinator des Graduiertenkollegs Islamische Theologie der Stiftung Mercator und seit 2013 Principle Investigator des Exzellenzclusters »Religion und Politik in den Kulturen der Vormoderne und Moderne« an der Universität Münster.

  • Orth, Stefan

    Stefan Orth

    Stefan Orth, Dr., geb. 1968, ist stellvertretender Chefredakteur der Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion. Er hat in Freiburg, Paris und Münster katholische Theologie studiert, im Fach Fundamentaltheologie promoviert und ist seit 1998 Redakteur der Herder Korrespondenz in Freiburg.