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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 109-111

    LeitartikelBilanz eines Pontifikats

    Mit dem überraschenden Rücktritt von Benedikt XVI. endete ein unspektakuläres Pontifikat. Der Papst aus Deutschland praktizierte in vieler Hinsicht „business as usual“: Akzente setzte er vor allem durch seine Jesusbücher, die er ohne lehramtlichen Anspruch veröffentlichte. Kein Papst der letzten hundert Jahre war so sehr Theologe wie Benedikt XVI. Seinem Nachfolger hinterlässt er eine Kirche, die einer großen Baustelle ähnelt. Kein Pfeiler des kirchlichen Lebens ist derzeit stabil.

    Themenpaket: Das Pontifikat Benedikts XVI.

Kommentar

  • Plus S. 112

    KommentarDefensiv

    Grassiert in Deutschland eine Katholikenphobie?

  • Plus S. 112-113

    KommentarNichtig?

    Überlegungen des scheidenden Papstes zur Gültigkeit kirchlicher Eheschließungen.

Aktuell

  • Plus S. 116-118

    LutherdekadeIm Jahr 2013 soll es um Toleranz gehen

    Das Jahresthema 2013 im Rahmen der so genannten Luther- oder Reformationsdekade lautet „Reformation und Toleranz“. Selbstkritisch will die EKD dabei auch die Schattenseiten und die Opfer der Intoleranz in der eigenen Geschichte zur Sprache bringen.

Blickpunkt

  • Gratis S. 119-123

    Das „Milieuhandbuch 2013“ zeigt der Kirche, was in ihr steckt„Noch drin, weil nicht ausgetreten“

    Mit dem neuen „Milieuhandbuch 2013“ liegt jetzt das Update der ersten Sinus-Milieu-Studie zu den Lebenswelten der Katholiken aus dem Jahr 2006 vor. Die Diagnosen der Studie stellen Theologie, Kirche und Pastoral vor besondere Herausforderungen. So zeigt sich etwa, dass sich in allen zehn Milieus signifikante Anteile katholischer Christen finden. Kirche als Gemeinschaft der Getauften ist so vielfältig, wie es die Menschen in Deutschland sind. Und für viele Katholiken ist ihre Kirchenmitgliedschaft eine „Trotz-Beziehung“.

    Themenpaket: Kirche in Milieus 2.0

Interview

Essays

  • Plus S. 128-132

    Ob die Notfallkontrazeption nach Vergewaltigung verbotensein mussHalbierte Hilfe?

    Nachdem eine vergewaltigte Frau in der Notfallannahme zweier katholischer Krankenhäuser abgewiesen wurde, ist eine Debatte darüber entstanden, wie die Verabreichung der so genannten „Pille danach“ zu bewerten ist. Wie sind Präparate – angesichts des sonst vom Lehramt der katholischen Kirche immer wieder unterstrichenen absoluten Verbots – zu bewerten, wenn sie in diesem Fall eine Empfängnis verhindern? Und wie, wenn sie die Einnistung scheitern lassen beziehungsweise abtreibend wirken?

    Themenpaket: Katholische Sexualmoral im Umbruch
  • Plus S. 136-140

    Wie verbindlich sind die Aussagen des Zweiten Vatikanums?Die Stunde der Historiker

    Wie hoch ist die Autorität der einzelnen Konzilstexte und wie normativ verbindlich sind diese deshalb für die heutige Kirche und die Kirchenleitung? Um den Sinn solcher Dokumente zu erschließen, kommt man nicht umhin, Geschichtsforschung zu betreiben. Denn die Genese gehört zur Erhebung der Geltung hinzu; systematische ohne historische Theologie verfehlt den eigenen Anspruch.

    Themenpaket: Der Vatikan und die Traditionalisten
  • Plus S. 140-145

    Zur Situation der christlichen Kirchen in ÄgyptenUnsichere Zukunft

    Etwa zehn Prozent der Einwohner Ägyptens sind Christen. Seit dem Sturz Mubaraks vor zwei Jahren hat sich ihre Lage weiter verschlechtert. Es ist noch nicht absehbar, welche Auslegung und Praxis des Islam in Ägypten die Oberhand gewinnen werden. Eine Konferenz in Kairo ließ jetzt Vertreter der ägyptischen Kirchen zu Wort kommen.

  • Plus S. 149-153

    Józef Tischners „Ethik der Solidarität“ und das heutige PolenHeilsame Mahnungen

    Der 2000 verstorbene polnische Priester und Philosoph Józef Tischner veröffentlichte 1982 seine „Ethik der Solidarität“. Das darin entwickelte dialogische Verständnis von Solidarität trug in der polnischen Wende von 1989 seine Früchte. Aber auch heute sind seine Mahnungen aktuell, nicht zuletzt im Blick auf den starken national-katholischen Flügel in der Kirche Polens.

  • Plus S. 153-157

    Ungewöhnliche Filmbilder über ein altes ThemaEinfach nur Liebe?

    Aktuell laufen im Kino zwei Filme renommierter Filmemacher mit dem Titel „Liebe“. Sie wollen neue Perspektiven auf das große Thema des Kinos eröffnen. Während beide mit scharfem Blick die Ambivalenzen und Abgründe ausloten, bewegt besonders Michael Hanekes jüngstes, vielfach ausgezeichnetes Opus über die Beziehung zweier alter Menschen angesichts von Krankheit und Sterben, das auch noch weitere Fragehorizonte eröffnet.

Autoren/-innen