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Anzeige: Schuld und Verantwortung

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 163-165

    LeitartikelBeschädigte Glaubwürdigkeit

    So viel Aufregung in und um die katholische Kirche war lange nicht mehr. Beim Thema sexueller Missbrauch Minderjähriger durch Priester stellt sich die Frage, ab wie vielen Einzelfällen diese Kategorie zur Interpretation der Vorgänge redlicherweise nicht mehr verwendet werden kann. Angesichts vieler den Atem raubender Anklagen und Geständnisse kommt es nun zuerst einmal darauf an, jeden einzelnen Fall zu verurteilen, um Entschuldigung zu bitten, den Opfern zu helfen und jeweils neu über anstehende Verbesserungen bei Prävention, Strafverfolgung und Aufklärung der bisherigen Fälle nachzudenken. Differenzierungen sind erst da legitim, wo man sicher sein kann, dass sie nicht als Versuch gewertet werden können, vor der eigenen Verantwortung auszuweichen - etwa indem man sich vorschnell Gedanken über den Missbrauch mit dem Missbrauch macht.

    Themenpaket: Kirche und sexueller Missbrauch

Kommentar

  • Plus S. 166-167

    KommentarInventur

    Die deutschen Bischöfe und der gesellschaftliche Auftrag der Kirche.

  • Plus S. 167-168

    KommentarZum Nulltarif?

    Ministerin Schröder schlägt zweijährige Familien-Pflegezeit vor.

  • Plus S. 168

    KommentarÜberraschend

    Regina Ammicht Quinn wird Mitglied des baden-württembergischen Kabinetts.

Aktuell

  • Plus S. 169-171

    EKDNach dem Rücktritt von Margot Käßmann

    Die Evangelische Kirche in Deutschland musste überraschend einen Wechsel an der Spitze ihres Rates verkraften. Von Margot Käßmann, die nach einer Trunkenheitsfahrt zurücktrat, ging das Amt auf den rheinischen Präses Nikolaus Schneider über.

  • Plus S. 171-173

    MedienWie geht es weiter mit der Bistumspresse?

    Nach einer gewissen Übergangsphase soll ab Juni dieses Jahres die Katholische Nachrichtenagentur als redaktioneller Dienstleister für die Paderborner Bistumszeitung „Der Dom“ fungieren. Das hat für einige Aufregung in der kirchlichen Medienszene gesorgt.

Blickpunkt

Interview

Essays

  • Plus S. 181-185

    Das internationale Engagement unter friedensethischer PerspektiveGerechter Frieden für Afghanistan?

    Können die ISAF-Truppen und die Vielzahl internationaler Aufbauhelfer überhaupt noch die wesentlichen Ziele erreichen, denen ihr Einsatz in Afghanistan ursprünglich dienen sollte? In diese breite Diskussion haben sich mittlerweile auch Vertreter der großen Kirchen eingemischt. Kann unter friedensethischer Perspektive der Einsatz weiter wie bisher mitgetragen werden?

  • Plus S. 185-189

    Das neue liturgische Buch für die kirchliche BegräbnisfeierMangelnde Sensibilität

    Seit einigen Monaten ist das neue Rituale für die kirchliche Begräbnisfeier in Geltung. Es ist nach den Vorgaben der römischen Instruktion „Liturgiam authenticam“ erarbeitet worden, die muttersprachlichen Übersetzungen ein enges Korsett anlegt. Gerade auf einem so sensiblen Feld wie der Gestaltung von Beerdigungen reicht das nicht aus, um auf die Menschen wirklich eingehen zu können.

  • Plus S. 189-194

    Katholische Schwangerschaftsberatung im WandelZehn Jahre danach

    Die Aufgaben katholischer Schwangerschaftsberatung haben sich nach dem Ausstieg aus der staatlich anerkannten Konfliktberatung verlagert. Was sind heute die Schwerpunkte der Arbeit der Beratungsstellen von Caritas und Sozialdienst katholischer Frauen?

  • Plus S. 198-202

    40 Jahre „Aktionskreis Halle“ im Spannungsfeld von Kirche und Staat in der DDRDen Löwen gekitzelt

    Vor 40 Jahren haben Katholiken in der DDR den „Aktionskreis Halle“ gegründet, der die Impulse des Zweiten Vatikanischen Konzils gesellschaftlich umsetzen wollte. Von der Kirchenleitung nicht anerkannt, wurde er vom Ministerium für Staatssicherheit observiert. Er ist ein Beispiel für den Beitrag der Katholiken zur Wende vor 20 Jahren.

    Themenpaket: Kirche in der DDR
  • Plus S. 207-211

    Was können Hilfsorganisationen in Afghanistan erreichen?Unheilige Allianzen vermeiden

    Aus Afghanistan gibt es weiterhin kaum positive Nachrichten. Die Sicherheitslage hat sich verschlechtert, die lokalen Politiker genießen wenig Vertrauen und das internationale Engagement geht in seine entscheidende Phase. Gleichzeitig benötigt das bitterarme Land dringend humanitäre Hilfe. Hilfsorganisationen wie Caritas international können allerdings nur arbeiten, wenn sie sich strikt unabhängig und bedarfsorientiert verhalten.

  • Plus S. 211-215

    Die Kirchen angesichts der Spannungen in West-PapuaEinheimische und Einwanderer

    Seit 1963 gehört der Westteil von Neuguinea zu Indonesien. Die einheimischen Papuas sind durch die Zuwanderung aus anderen Teilen des Inselstaats unter Druck. Die damit verbundenen Spannungen haben auch eine religiöse Dimension: Die meisten Ureinwohner von West-Papua sind Christen, mehrheitlich protestantischer Konfession. Die Zuwanderer dagegen sind Muslime, wie der Großteil der Indonesier.

Autoren/-innen