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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    LeitartikelGemaßregelte Erzieher

    Der Pippi-Langstrumpf-Pädagogik wird der Kampf angesagt. Seit Monaten findet sich etwa auf den Bestsellerlisten die kleine Streitschrift „Lob der Disziplin“ von Bernhard Bueb, dem ehemaligen Leiter der Internatschule Schloss Salem. Wer wollte bestreiten, dass sich alltäglich Beispiele finden lassen, mit denen man die vorgetragene Gesellschaftskritik untermauern kann? Die Frage ist jedoch, ob die vorgebrachten Therapievorschläge weiterhelfen.

Kommentar

  • Plus S. 58-59

    KommentarPropheten

    Ständige Diakone widmen sich den neuen sozialen Fragen.

  • Plus S. 59-60

    KommentarBereicherung

    Der EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens verändert die konfessionelle Landschaft.

  • Plus S. 60

    KommentarDüster

    Der ZDF-Mehrteiler „Aufstand der Alten“ beweist die Macht der Fiktion.

Aktuell

  • Plus S. 61-63

    ScientologyBerechtigte Aufregung in Berlin?

    Tom Cruise, der ebenso smarte wie rührige „Botschafter“ der „Scientology Church“ war letztendlich dann doch nicht unter den von der Berliner Polizei geschätzten 1500 Gästen. Die Hollywood-Prominenz brauchte es jedoch auch nicht mehr; der Medienhype hätte kaum noch gesteigert werden können. Über mangelnde Aufmerksamkeit wird sich auf Seiten von Scientology keiner beschweren. Mitte Januar eröffnete die Organisation ihr neues Zentrum in Berlin; wobei unklar bleibt, ob dieses die deutsche Scientology-Zentrale in München ablösen wird. Jedenfalls besitzt das Hauptstadt-Zentrum im Stadtteil Charlottenburg beeindruckende Ausmaße, einige Kommentatoren sprachen von schlichtem Imponiergehabe: 4000 Quadratmeter, auf sechs Stockwerken verteilt, umfassen mehrere Kinos, zahlreiche Kursräume, eine (gemessen am Anspruch relativ kleine) Kapelle, eine Reinigungssauna, Bibliothek und selbstredend den obligatorischen Nachbau des Büros von Scientology-Gründer L. Ron Hubbard.

  • Plus S. 63-65

    FrankreichWas ist eine gerechte Gesellschaft?

    Wenige Monate vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Frankreich melden sich Bischöfe und katholische Laien zu Wort. Sie stellen die Frage, was eine gerechte Gesellschaft ausmacht.

Blickpunkt

  • Plus S. 65-70

    Kirche und Politik in Polen nach dem „Fall Wielgus“Schwierige Zeiten

    Spätestens seit der fehlgeschlagenen Besetzung des erzbischöflichen Stuhls von Warschau durch Stanislaw Wielgus ist deutlich, dass Kirche und Gesellschaft in Polen erhebliche Probleme mit der Aufarbeitung der kommunistischen Vergangenheit haben. Überdies leidet das Land mit der Führung der Kaczynski-Zwillinge unter einer massiven politischen Polarisierung.

Interview

Essays

  • Plus S. 75-79

    Zur Debatte um den Schutz gefährdeter KinderKönnte Kevin noch leben?

    Erschreckende Beispiele von Kindesmisshandlung und -vernachlässigung sowie das gelegentliche Versagen der einschlägigen Behörden haben in den letzten Monaten eine neuerliche Debatte ausgelöst über den Schutzauftrag der staatlichen Gemeinschaft sowie die Notwendigkeit sozialer Frühwarnsysteme. Es geht dabei um das rechte Verhältnis von Kindeswohl und Elternrecht, aber auch um die leeren Kassen der Kommunen.

  • Plus S. 79-83

    Die Diskussion um das „pro multis“Wie viel sind viele?

    In einem Schreiben der Gottesdienstkongregation, das Ende vergangenen Jahres bekannt geworden ist, wird die Übersetzung der Worte „pro multis“ im Einsetzungsbericht der Eucharistiegebete neu geregelt. Die Heftigkeit der Diskussion, die seit dem Bekanntwerden des Briefes entfacht ist, lässt darauf schließen, dass es hier um mehr als bloß um philologische Streitigkeiten geht.

    Themenpaket: Das Pontifikat Benedikts XVI.
  • Plus S. 87-91

    Wie viel Zen verträgt das Christentum?Koan hinter Klostermauern

    In vielen kirchlichen Bildungseinrichtungen haben Übungen aus dem Zen-Buddhismus einen festen Platz. Seit Jahrzehnten gibt es Kontakte von Christen zu japanischen Zen-Meistern. Auf der anderen Seite finden sich Stimmen, die vor einer Religionsverschmelzung warnen und auf die tief greifenden Unterschiede zwischen Christentum und Buddhismus aufmerksam machen.

  • Plus S. 95-99

    Gesellschaft und Kirche in Chile nach dem Tod PinochetsSteiniger Weg der Versöhnung

    Die gespaltenen Reaktionen auf den Tod von Augusto Pinochet schienen zu zeigen, dass die „beiden Chiles“ immer noch unversöhnt sind. Umgekehrt besteht nun die Chance, die eigene Geschichte gewissenhaft aufzuarbeiten und so das Fundament für ein neues Chile zu legen. Mit ihrem nach wie vor großen Einfluss kann die Kirche in diesem Prozess eine wichtige Rolle übernehmen.

  • Plus S. 100-104

    Verblassende Einsichten der katholischen SozialtraditionWohlfahrtsstaatliches Unwohlsein?

    Gegenwärtig sind alle politischen Parteien Deutschlands spürbar darum bemüht, ihr soziales Profil wieder zu stärken oder neu zu definieren. Die klassischen wohlfahrtspolitischen Überzeugungen der katholischen Sozialtradition spielen dabei kaum noch eine Rolle. Der 100. Geburtstag des „Katholischen Soziallehrers“ und späteren Kölner Kardinals Joseph Höffner (1906 bis 1987) bietet Anlass zu Erinnerung und Wiederentdeckung.

  • Plus S. 104-107

    Wie die Chinesen Afrika überrollenEntwicklung oder Rekolonialisierung?

    In Europa hat man diese Entwicklung lange nicht wahrgenommen: die rasant wachsende Präsenz Chinas in Afrika. China braucht das afrikanische Öl und sucht neue Absatzmärkte. Nicht zuletzt die zunehmende Verschuldung gegenüber China nährt in Afrika Befürchtungen, ob nicht langfristig so etwas wie eine versteckte Neu-Kolonisierung im Gange sei.

Autoren/-innen