Ahmad Mansour über Minderheiten und "Identitätspolitik"Minderheit = „Opfer“?

„Auch unter Minderheiten gibt es rassistische Einstellungen, die weiter verbreitet sind, als man glauben will.“ Das sagte der Berliner Psychologe Ahmad Mansour dem „Donaukurier“. Beim Umgang mit Minderheiten beobachtet er eine „Schieflage“. Oft würden Menschen verallgemeinernd zu einer Gruppe gezählt, ohne zwischen konkreten Personen und ihren Ansichten zu unterscheiden. Nur weil Einzelne aus dieser Gruppe tatsächlich benachteiligt und unterdrückt würden, dürften doch nicht alle Zugehörigen unkritisch als „Opfer“ angesehen werden. Das führe zum Beispiel zu der falschen Annahme, „dass nur Weiße rassistisch sein können und nur Minderheiten Opfer von Rassismus“ würden. Eine solche irreführende „Identitätspolitik“ werde vor allem aus dem politisch linken Lager betrieben.

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