Hautpflege für die KleinstenSanft geschützt

Die Haut von Kindern, insbesondere von Babys, ist dünner und empfi ndlicher als die eines Erwachsenen. Deshalb benötigt sie besondere Pflege

Zarte Babyhaut braucht gute Pflege
Zarte Babyhaut braucht gute Pflege© evgenyatamanenko - iStock

Um die Haut nicht auszutrocknen, sollte Ihr Kind nicht zu häufig baden. Bei Babys reicht ein- bis zweimal pro Woche, Kleinkinder können, wenn nötig, auch häufiger in die Wanne. Prinzipiell reicht zum Waschen klares Wasser; Shampoos, Badezusätze und Seifen sind anfangs nicht erforderlich. Sofern Ihr Kind nicht zu trockener Haut oder gar Ekzemen neigt, genügt das Eincremen nach dem Baden. Bei trockener Haut können Sie je nach Bedarf ein- bis zweimal täglich eine rückfettende Creme verwenden. Dabei gilt: Weniger ist mehr! Verwenden Sie lieber ein hochwertiges Präparat mit pflanzlichen Inhaltsstoffen und tragen Sie es sparsam auf. Denn wenn die Cremeschicht auf der Haut zu dick ist, können die Poren verstopfen und Unreinheiten entstehen. Deshalb sind flüssige und nicht zu zähe Pflegeprodukte ratsam, die sich gut auf der Haut verteilen lassen und rasch einziehen. Im Winter darf die Hautpflege allerdings etwas fetter sein. Insbesondere bei Minusgraden empfiehlt sich eine spezielle Wind- und Wettercreme fürs Gesicht.

Nur Gutes drin

Gute Pfl egeprodukte für Kinder kommen ohne Mineralöle, synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe aus. Hochwertige Baby- und Kinderpflegeserien beinhalten vorwiegend oder ausschließlich natürliche Inhaltsstoffe (zum Beispiel Mandelöl, Jojobaöl, Ringelblume, Aloe vera, Sheabutter, Nachtkerzenöl), am besten aus kontrolliert biologischem Anbau. Bei Kindern, die zu Allergien neigen, ist es sinnvoll, eine Hautpflege mit nur wenigen ausgesuchten Inhaltsstoffen sowie ohne Duftstoffe und ätherische Öle zu verwenden, um das Allergierisiko zu minimieren.

Fast jedes Baby wird einmal wund und hat gerötete Haut im Windelbereich, oft treten auch kleine Bläschen auf. Ursachen gibt es viele: Es kann an der Windel liegen, an der Ernährung der stillenden Mutter oder auch der des Kindes selbst, an Pflegefehlern, am Zahnen oder auch an einer Pilzinfektion. Sofern Sie mit den beschriebenen Maßnahmen (siehe Kasten) nicht innerhalb von zwei Tagen eine Besserung erzielen, gehen Sie bitte mit Ihrem Kind zum Arzt. Häufig besteht dann eine Pilzinfektion (Windelsoor), die mit einer speziellen Salbe behandelt werden muss.

Einweg- oder Stoffwindel?

Früher, als Einwegwindeln außen noch aus luftdichter Plastikfolie bestanden, bildete sich im Windelbereich schnell eine feucht-warme Kammer. Darin stauen sich Nässe und Wärme, Urin und Stuhl können verstärkt ein wirken. Auch krankmachende Bakterien und Hefepilze gedeihen so prächtig. Heute sind Einwegwindeln vollflächig atmungsaktiv und daher für den Babypo deutlich verträglicher. Allerdings sind Stoffwindeln mit speziellen Über höschen luftdurchlässiger.

So beugen Sie Wundsein vor und unterstützen die Abheilung

  • Mindestens viermal täglich wickeln! Ist der Po schon wund, besser sechsmal täglich die Windel wechseln und sofort nach jedem Stuhlgang.
  • Den Po mit klarem lauwarmem Wasser reinigen, um Urin und Stuhl gründlich zu entfernen, danach trocknen lassen. Feuchttücher können die Haut reizen. Muss Creme entfernt werden, eignet sich zum Beispiel Olivenöl.
  • Luft an den Po lassen! Das Kind am besten bei jedem Windelwechsel 10 bis 15 Minuten „unten ohne“ strampeln oder krabbeln lassen.
  • Wundschutzcreme verwenden. Bei der Vermischung von Urin und Stuhl entsteht das hautreizende Ammoniak. Eine Creme mit Zinkoxyd wirkt abdeckend und entzündungshemmend. Bewährt haben sich Produkte mit zusätzlich Ringelblume oder Lebertran.
  • Bei wiederholtem Windelausschlag die Windelmarke/-sorte wechseln. Bei Einwegwindeln eine andere Windelmarke oder Stoffwindeln testen. Bei Verwendung von Stoffwindeln anderes Waschmittel benutzen und Weichspüler weglassen oder Einwegwindeln ausprobieren. Auch Pflegecreme oder Wollüberhose können unverträglich sein.
  • Ernährung überprüfen: Zitrusfrüchte und andere säurehaltige Obstsorten (Beeren, Kiwi), Zwiebeln, Knoblauch und scharfe Gewürze können einen Windelausschlag verursachen – auch, wenn die Mutter diese Dinge isst und stillt.

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