Katholische Frauengemeinschaft DeutschlandsStark sinkende Mitgliedszahlen

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© kfd/Annegret Hultsch

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat in den vergangenen Jahren einen erheblichen Mitgliederschwund erlebt. Rund 94.500 Personen sind in den vergangenen drei Jahren aus dem Verband ausgeschieden, das entspricht rund einem Viertel der Mitglieder. Er umfasst nun noch 265.000 Personen. Damit bleibt die kfd der größte katholische Frauenverband in der Bundesrepublik, wie der geschäftsführende Bundesvorstand in einer Pressemitteilung Mitte Januar erklärte. Der Vorstand führte verschiedene Gründe für den hohen Mitgliederverlust an. Mitglieder seien unter anderem „aufgrund von Enttäuschung und Frust im Hinblick auf die aktuelle Situation der katholischen Kirche“ ausgetreten. Wie auch andere katholische Verbände leide die kfd am Vertrauensverlust in die Institution, der „riesengroß“ sei. Dieser hänge auch mit dem Missbrauchsskandal und fehlender Gleichberechtigung von Frauen zusammen.

Der Verband habe auch Mitglieder aus Altersgründen verloren. „Etliche Mitglieder“ seien zudem wegen einer Beitrittserhöhung ausgetreten. Die kfd hatte den Einzelbeitrag für den Bundesverband zum 1. Januar dieses Jahres um 10 Euro auf insgesamt 22 Euro im Jahr erhöht. Laut Verband war es die erste Beitrittserhöhung seit 14 Jahren. Sie wurde bereits 2019 beschlossen und wurde wegen der Corona-Pandemie erst in diesem Jahr umgesetzt.

Der kfd-Bundesverband wurde 1928 als Zentralverband der Katholischen Müttervereine gegründet und unter den Nationalsozialisten aufgelöst. 1951 erfolgte die Wiedergründung, 1968 verabschiedete der Verband eine neue Satzung und damit auch den heutigen Namen. Der Bundesverband wird aus 20 Diözesanverbänden und einem Bundesverband gebildet. Die kfd setzt sich nach eigenen Angaben für die Interessen von Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik ein. Annika Schmitz

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