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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 217-219

    LeitartikelDiakonie im Dialog

    Die „Diakonia" beziehungsweise „der Dienst oder die Verantwortung der Kirche in einer freien Gesellschaft" bilden das Schwerpunktthema in diesem Jahr für den bundesweiten Dialog oder Gesprächsprozess. Im September dieses Jahres werden sich in Hannover Bischöfe und Delegierte aus Diözesen, Verbänden und kirchlichen Organisationen treffen. Dabei wird es den Delegierten sicherlich nicht an Themen mangeln, werden sich mühelos zahlreiche Problemfelder und auch Streitpunkte identifizieren lassen, wo weder der Liebesdienst des Einzelnen, noch der Dienst der Kirche in der freien Gesellschaft unumstritten sind. So hat beispielsweise Papst Benedikt XVI. mit seiner Rede im Freiburger Konzerthaus Wasser auf die Mühlen derer gelenkt, die gerade dort, wo sich die Kirche sozial oder politisch engagiert, den Verrat am eigentlichen, eben religiösen oder spirituellen „Kerngeschäft" wittern. Zu klären wäre auch noch, in welchem Verhältnis der Dialogprozess der deutschen Ortskirche zu dem im Oktober beginnenden „Jahr des Glaubens" beziehungsweise der dahinter liegenden Initiative des Papstes zur Neuevangelisierung Europas steht. Denn das könnte doch die Botschaft des Treffens in Hannover sein: Dass die tätige Nächstenliebe in allen ihren organisierten und unorganisierten Formen und praktiziert an den unterschiedlichsten Orten in der Kirche wie der Gesellschaft am glaubwürdigsten die Mitte des christlichen Glaubens bezeugt, dass nämlich Gott die Liebe ist.

Kommentar

  • Plus S. 221-222

    KommentarIdeal

    Kardinal Christoph Schönborn lädt homosexuellen Pfarrgemeinderat ein.

  • Plus S. 222

    KommentarAnonym

    Die Bischöfe begrüßen die Beobachtung von kreuz.net durch den Verfassungsschutz.

Aktuell

  • Plus S. 223-225

    JugendstudienDie Sinus-Milieus der Teenager

    Eine maßgeblich von kirchlichen Akteuren in Auftrag gegebene Sinus-Studie hat jetzt die 14- bis 17-Jährigen unter die Lupe genommen. Für heutige Jugendliche ist bei aller Ausdifferenzierung eine pragmatische Einstellung charakteristisch, Religion und Kirche sind nur ganz am Rande von Interesse.

    Themenpaket: Kirche in Milieus 2.0
  • Plus S. 225-227

    TheologieReaktion auf den Wissenschaftsrat

    Bei einem Symposium in Frankfurt ging es jetzt um die Theologie im Spannungsfeld von Kirche, Universität und Gesellschaft. Die Empfehlungen des Wissenschaftsrats von 2010 haben sich als Katalysator für das theologische Gespräch erwiesen.

Blickpunkt

Interview

  • Plus S. 231-235

    Ein Gespräch mit dem Reformationshistoriker Volker Leppin„Im Blickauf das Gemeinsame“

    Die Reformation war eine Zäsur in der Geschichte des abendländischen Christentums. Was bedeutet sie heute für die Kirchen, die sich auf sie berufen? Und inwiefern hält die Reformation auch ökumenisches Potenzial bereit? Darüber sprachen wir mit dem Tübinger evangelischen Kirchengeschichtler Volker Leppin. Die Fragen stellte Ulrich Ruh.

Essays

  • Plus S. 235-239

    Zweite Lateinamerikareise Benedikts XVI. bestätigt bisherigen Kurs des VatikansIn den Fußstapfen Johannes Pauls II.

    Benedikt XVI. hat in Kuba am Kurs seines Vorgängers Johannes Paul II. festgehalten: Während er für die kubanische Kirche mehr Freiheiten forderte und den Staat zu Reformen aufrief, verurteilte er auch das Handels-Embargo gegen Kuba. Auch in Mexiko setzte der Papst nicht auf Konfrontation. Vielmehr äußerte er Besorgnis über die Gewalt im Land, forderte zu Frieden und Treue im Glauben auf.

  • Plus S. 239-243

    Chancen und Grenzen externer Strategieberatung in der KircheDie Weisen aus dem Wirtschaftsland?

    Das Ignorieren von wirtschaftlichen Tatsachen ist eine große Gefahr für das kirchliche Wirken. Wenn sich die Kirche pastoral und karitativ für die Menschen engagieren will, braucht sie zwingend einen ausgeglichenen Finanzhaushalt und muss mit ihrem Geld entsprechend wirtschaften. Eine unreflektierte Übernahme von Methoden aus der Wirtschaft kann aber auch problematisch sein. Der Zusammenarbeit von Bistümern mit betriebswirtschaftlichen Unternehmensberatungen hat es oft an Nachhaltigkeit gemangelt.

    Themenpaket: Umbauarbeiten in der Pastoral deutscher Diözesen
  • Gratis S. 243-248

    Beobachtungen über Theologiestudierende heuteWas kommt nach?

    Wenn es um die Zukunft der Kirche geht, sollten auch die heutigen Theologiestudierenden in den Blick kommen, sie sind die Professionellen der Kirche von morgen. Verglichen mit den Studierenden früherer Jahre hat sich einiges verändert, vor allem auch das Theologiestudium selbst.

  • Plus S. 248-251

    Deutscher Ethikrat nimmt Stellung zur IntersexualitätMännlich, weiblich, anderes

    Jedes Jahr kommen in Deutschland einige Hundert intersexuelle Kinder auf die Welt. Die Vorstellung, man könne deren Geschlecht operativ festlegen, führt in einer Vielzahl von Fällen zu genitalangleichenden Eingriffen nach der Geburt. Eine Auseinandersetzung mit den damit einhergehenden Problemen blieb lange aus. Der Deutsche Ethikrat hat nunmehr eine umfangreiche Stellungnahme vorgelegt.

  • Plus S. 252-256

    Identitätskonstruktionen junger Muslime in DeutschlandZwischen den Stühlen

    Eine Reihe junger Migranten aus muslimischen Ländern fühlt sich als unwillkommene Ausländer und damit als Außenseiter der deutschen Gesellschaft. Durch den Islam, der als Bindeglied zu anderen Migrantenjugendlichen gleicher Herkunft gesehen wird, können sie ein Gefühl der Sicherheit aufbauen. Derart ausgehöhlte Identitäten sind allerdings stark anfällig für politische Instrumentalisierung und eine Rekrutierung für fundamentalistische Milieus.

    Themenpaket: Islam in Deutschland
  • Plus S. 256-260

    Telefonseelsorge als ein besonderer Ort von KircheGelebte Christlichkeit

    Seit den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es in der Bundesrepublik die „Telefonseelsorge“, zumeist in kirchlicher Trägerschaft. Ihre in der Regel ehrenamtlichen Mitarbeiter bilden ein wertvolles Netzwerk zugunsten von Menschen in Krisensituationen. Dabei leistet Telefonseelsorge der Kirche einen wichtigen Dienst, indem sie ihre Verkündigung erdet.

  • Plus S. 264-268

    Was können naturwissenschaftliche Erkenntnisse spirituell austragen?Auf der Suche nach Einheit

    New Age war gestern, die Faszination naturwissenschaftlicher Erkenntnisse als Beleg für Glaubensüberzeugungen ist erhalten geblieben. Angesichts der voranschreitenden Segmentierung aller Lebensbereiche ist das Einheitsstreben eher noch drängender geworden. Wie lässt sich aus einer theologischen Perspektive das Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und Spiritualität beschreiben, ohne in die Esoterik abzugleiten?

    Themenpaket: Theologie und Naturwissenschaft

Autoren/-innen