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Anzeige: Mitten im Leben. Post von Margot Käßmann?

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 163-165

    LeitartikelVon Rabenvätern und Gebärmaschinen

    Mit dem sprichwörtlichen Konvertiteneifer wird in Deutschland gerade Familienpolitik betrieben; jetzt gilt es mit vereinten Kräften die Familienpolitik zu modernisieren. Die Heftigkeit der Debatte zeigt vor allem, wie sehr die alten Leitbilder von Familie erschüttert sind, es in Familienfragen derzeit keine Eindeutigkeit mehr gibt, wir uns in einem kollektiven Lernprozess befinden, wo vieles erst ausprobiert werden muss. Selbstredend gibt es auch nicht die eine familienpolitische Position der Kirche. Wie sollten Katholiken und Katholikinnen auch außerhalb dieses kollektiven Lernprozesses stehen. In ihrem vor zehn Jahren erschienen Wirtschafts- und Sozialwort haben die beiden großen Kirchen erklärt, nicht selbst Politik machen, sondern Politik möglich machen zu wollen. Dieser Selbstanspruch ist aller Anstrengung wert, gerade wo „kalter Krieg" herrscht zwischen Männern und Frauen, zwischen Alten und Jungen, zwischen Eltern und Kinderlosen, zwischen berufstätigen Frauen und Hausfrauen, zwischen Familie und Staat. Einmischen ist geradezu geboten, wo es derzeit so häufig am Respekt vor der Lebensform des Gegenübers mangelt und damit jede weitere Auseinandersetzung unmöglich wird.

Kommentar

  • Plus S. 166-167

    KommentarZum Freitag

    Öffentlich-rechtliche Sender wollen mehr authentischen Islam im Programm.

  • Plus S. 167-168

    KommentarAnspruch

    Was ist vom gemeinsamen Sozialwort der Kirchen geblieben?

Aktuell

  • Plus S. 169-171

    Deutsche BischöfeDer Ständige Rat reiste nach Israel

    Ende Februar sind die deutschen Diözesanbischöfe für eine Woche ins Heilige Land gepilgert. Dabei haben sie sich einen Eindruck über die Lage der Christen in Israel und den palästinensischen Gebieten sowie der allgemeinen politischen Situation verschafft. Äußerungen einzelner Bischöfe am Ende der Reise führten im Nachhinein zu massiver Kritik von jüdischen und israelischen Vertretern.

  • Plus S. 171-172

    LateinamerikaVorbereitungen für das Bischofstreffen

    Vom 13. bis 31. Mai findet im brasilianischen Wallfahrtsort Aparecida die fünfte Generalversammlung der Bischöfe Lateinamerikas statt. Benedikt XVI. wird die Konferenz eröffnen. Hans Czarkowski beobachtet für uns vor Ort die Vorbereitungen und das Treffen.

  • Plus S. 173-174

    AnglikanerKrisengipfel zur Stabilisierung der Gemeinschaft

    Die leitenden Bischöfe der Anglikanischen Gemeinschaft trafen sich vom 15. bis 19. Februar in Tansania. Sie einigten sich auf einen Lösungsvorschlag angesichts der seit Jahren schwelenden Krise, die in eine Spaltung zu münden droht.

Blickpunkt

  • Plus S. 175-179

    Woran orientieren sich die diözesanen Umstrukturierungsmaßnahmen?Charismen teilen in überschaubaren Räumen

    Die deutschen Diözesen befinden sich in mehr oder minder tiefgreifenden Um- und Neustrukturierungsprozessen. Hält man dabei weiter fest an der Doktrin, dass nur Priester in der Letztverantwortung Seelsorgeeinheiten, Pfarrverbünde und -gemeinden leiten können, führt das unweigerlich zu immer größeren Verwaltungseinheiten. Das unterläuft eine auf Augenhöhe sich entwickelnde Seelsorge in überschaubaren Räumen.

Interview

Essays

  • Plus S. 184-188

    Der Fall Jon Sobrino ist eine Anfrage an die Arbeit der GlaubenskongregationModerne Qualitätssicherung?

    Jon Sobrino ist einer der bekanntesten lateinamerikanischen Theologen. Die Glaubenskongregation hat jetzt zwei seiner Bücher verurteilt. Mit Sobrino sitzen die angesehendsten Exegeten und systematischen Theologen – katholische wie evangelische – auf der Anklagebank. Das wirft die Frage auf, ob die Glaubenskongregation der ihr zugedachten Aufgabe einer theologischen Qualitätssicherung gewachsen ist.

  • Plus S. 189-193

    Klärungen zum Regensburger KonfliktEin traditionsreiches System

    Ende des Jahres 2005 schaffte der Regensburger Bischof den Diözesanrat in seinem Bistum ab. Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken warf Bischof Gerhard Ludwig Müller daraufhin „Rechtsbruch“ vor. Es folgten weitere wechselseitige Vorwürfe ohne dass es bislang zu einem Gespräch zwischen dem ZdK und der Bistumsleitung von Regensburg kam. Im Folgenden erklärt der ZdK-Präsident noch einmal die Position des Laiengremiums und verbindet dies mit einem neuerlichen Gesprächsangebot.

  • Plus S. 193-196

    Ein Spannungsverhältnis aus muslimischer SichtWie viel Islam verträgt der Pluralismus?

    Besonders mit Blick auf die Religion stellt sich heute das Problem des Pluralismus. Wie sind die Beziehungen zu den anderen Religionen zu gestalten, wie die der Religionen untereinander? Wie positioniert sich der Islam in der pluralistischen Gesellschaft? Wir dokumentieren im Folgenden die Perspektive eines muslimischen Theologen.

    Themenpaket: Muslimische Theologie im europäischen Kontext
  • Plus S. 196-200

    Katholische Akademien in der pastoralen Situation der GegenwartWege in die Risikozonen

    Die große Zeit der katholischen Akademien scheint vorbei. Hat sich das ehemals erfolgreiche Dialog-Modell überlebt? Soll man auf die Nachfrage nach Religion als Lebenshilfe eingehen? Wenn sich die Akademien in die aktuellen gesellschaftlichen Risikozonen hineinbegeben, könnten sie wieder Vorentwürfe einer zukünftigen Kirche und Laboratorien des gesellschaftlichen Fortschritts werden.

  • Plus S. 201-203

    Ein Symposion zur theologischen Bestimmung des OrdenslebensDie Gottesfrage im Zentrum

    Seit mehreren Jahren befinden sich die Orden in Deutschland in einem Prozess der Selbstvergewisserung und der Reflexion auf die eigenen theologischen Grundlagen. Zum dritten Mal veranstaltete jetzt eine Arbeitsgruppe der Ordensobernkonferenz ein Symposion, das sich der theologischen Bestimmung des Ordenslebens widmete.

  • Plus S. 204-208

    Die russische Orthodoxie beendet eine jahrzehntelange SpaltungVereinigung mit Schönheitsfehlern

    Seit der Russischen Revolution gibt es neben der Russischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats eine russisch-orthodoxe Auslandskirche. Nach Jahrzehnten heftiger Auseinandersetzungen ist es nun nicht zuletzt dank des Einsatzes von Präsident Putin gelungen, diese Spaltung zu beenden. Die beiden Kirchen werden demnächst eine Vereinbarung über kanonische Gemeinschaft unterzeichnen.

  • Plus S. 209-211

    Wohin geht das deutsche Staatskirchenrecht?Kontinuität und Flexibilität

    Die diesjährige Ausgabe der „Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche“ (12./13. März 2007) galten den Zukunftsperspektiven des deutschen Staatskirchenrechts. Es wird durch die islamische Präsenz in der Bundesrepublik ebenso herausgefordert wie durch die unsichere religiöse Situation insgesamt. Grundlegende Veränderungen des religionsrechtlichen Rahmens sind aber nicht in Sicht.

Autoren/-innen