Ihre PostLeserbriefe

Afrikamission

Zum Kommentar „1994 ist heute“ (CIG Nr. 15, S. 2)

Die Erinnerung an den Völkermord in Ruanda ist eine gewaltige Aufgabe – auch für die katholische Kirche. Ruanda war ein zu zwei Drittel katholisches Land. Da muss man sich schon fragen: Was hat Mission hier bewirkt? Kirche-Sein ist nie nur beschränkt auf Taufe und Vermehrung der Zahl der Gläubigen. Eine lebendige Kirche ist im Prozess des Lebens geprägt von Sakramenten, Zeichen des Heils. Und in Katastrophen wie (Bürger-)Krieg und Völkermord kommt den Sakramenten der Buße und Gemeinschaft eine fundamentale Bedeutung zu.

Bruno Authaler (auf cig.de)

Courage

Zum Nachruf auf Notker Wolf (CIG Nr. 16, S. 7)

Ihr so charakteristischer Nachruf auf Notker Wolf hat mich sehr bewegt, bin ich ihm doch einmal persönlich begegnet. Durch seine große Liebenswürdigkeit und Offenheit ermutigt, sagte ich: „Gott ist überall dort, wo Liebe geschieht, oft in der Kirche, aber nicht immer.“ Er lachte zustimmend. Sein Wort „Gottes-Courage“ bewegte mich einmal zu folgendem Text:

Wissend um / unsere eigene / Unzulänglichkeit, / mit Tapferkeit / den Weg weitergehen, / voller Hoffnung / das Z i e l / im Auge behalten, / Demut wird zur / GOTTES-COURAGE

Anette Feigs, Krefeld

Erinnerungen

Zur Bildnachricht „Eine Ahnung des göttlichen Lichtes“ (CIG Nr. 16, S. 1)

Das Titelbild spricht mich nicht an. Im Gegenteil: Es erschreckt mich, weil mich diese neuen Kirchenfenster an vernichtendes Feuer erinnern. Als Vierjähriger erlebte ich, wie meine Vaterstadt in Flammen stand: ganze Straßenzüge, die Kirchen, das Schloss ... Nach Tagen noch glühten die Ruinen. Das prägte sich mir unauslöschbar ein.

Dr. Ernst Friedrich Jochim, Gilching

Verheißung

Zum Kommentar „Endliche Würde“ (CIG Nr. 16, S. 2)

In einem Interview meinte die Theologin Gunda Werner zu einigen Widersprüchen in Dignitas infinita: „Wie kann man so etwas schreiben, ohne rot zu werden?“ Das frage ich mich auch. Wenn an so einem Dokument fünf Jahre gearbeitet wurde und dann nichts Besseres herauskommt als Allgemeinplätze, dann ist das nur traurig.

Hildegard Schreier (auf cig.de)

Mein Gottesbild findet sich durchaus in der lehramtlichen Erklärung zur Menschenwürde wieder. Etwa wenn bei der Aufzählung der Verstöße gegen die Menschenwürde auch die Abtreibung genannt wird. Mein Schöpfergott verheißt zum Glück auch dem noch ungeborenen Leben eine unendliche Würde. Unser Grundgesetz nennt diese Würde in Artikel 1 „unantastbar“. In einem Moment, in dem in Frankreich die Tötung ungeborenen Lebens die Qualität eines Freiheitsrechtes mit Verfassungsrang erhalten hat, erscheint mir die vatikanische Erklärung tatsächlich „verheißungsvoll“.

Franz Josef von der Heydte, Aham

Der Kommentar ist für mich verwirrend. Es ist doch unbestreitbar, dass sich viele Menschen Sorgen machen wegen einiger gesellschaftspolitischer Änderungen und Veränderungen, die sich einschleichen und gefördert werden. Was sorgt denn heute wirklich für Stabilität?

Ich hätte außerdem gerne, dass nicht immer von „der Kirche“ gesprochen oder geschrieben wird, wenn oftmals nur ein bestimmter Teil von Kirche gemeint ist. Damit wird die gute Arbeit in den Pfarrgemeinden, die nicht immer einfach ist, völlig übersehen. Und so entsteht in der Öffentlichkeit meist ein verzerrtes Bild von Kirche, das dann natürlich von bestimmten Seiten gerne aufgegriffen wird.

Maria Möller (auf cig.de)

Seltene Gabe

Zum Nachruf auf Gerhard Lohfink (CIG Nr. 16, S. 2)

Diesen Nachruf finde ich arg kurz und fast schon lieblos. Gerhard Lohfinks Bedeutung als Theologe und Autor wird das nicht gerecht. Er hatte die seltene Gabe, Theologie auf der Höhe der Forschung zu vermitteln und gleichzeitig einfach und klar für Gläubige wie Suchende zu schreiben. Das zeugt von Bescheidenheit und tiefem Respekt vor seinen Lesern. Der Erfolg seiner Bücher macht es deutlich.

Barbara Lutz, Schweich


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