Tragik in Afrika

Europäischen Kolonialismus differenziert betrachten.

Für eine differenzierte Sicht auf den europäischen Kolonialismus in Afrika hat sich Richard Schröder ausgesprochen. Zwar gelte die Kolonialisierung „zu Recht...als ein düsteres Kapitel, für das sich Europa zu schämen und um Entschuldigung zu bitten“ habe, schreibt der Philosoph und evangelische Theologe in der „Neuen Zürcher Zeitung“. Genauso müsse man aber wahrnehmen, dass diese Phase den Menschen in Afrika „durchaus auch Verbesserungen der Lebensverhältnisse“ gebracht habe.

Berechtigte Kritik am Vorgehen der Europäer dürfe jedenfalls nicht zur Folgerung führen, Afrika habe sich zuvor „in einem friedlichen oder gar glücklichen Zustand befunden, den die Kolonialherren in ihrer Gier zerstört hätten“. Es habe Hexenverfolgung, Menschenopfer und Sklavenjagd gegeben. Man könne den Kolonialmächten doch nicht ernsthaft vorwerfen, dass sie dies alles verboten hätten.

Der Tatsache, dass dennoch viel Leid verursacht wurde, „haftet ein Element des Tragischen an“.

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