Zitat der Woche

„Im trendigen Hafen von Tel Aviv, neben einem Bio-Bauernmarkt und einem teuren Modegeschäft, kamen am frühen Freitagabend Hunderte Israelis zusammen, um gemeinsam den Sabbat zu feiern. Die Gläubigen ehrten indes nicht nur den gottgegebenen Ruhetag, sondern vor allem ein Ereignis, auf das das Land sich seit einem Jahr enorm freut: den Eurovision Song Contest. Darum sangen die Teilnehmer den 3500 Jahre alten Psalm (92, für den Tag des Sabbat: ‚Gut ist es, dem Herrn zu danken‘; d. Red.) nicht zu den bekannten liturgischen Melodien, sondern zur Eurovisions-Hymne – dem Te Deum von Marc-Antoine Charpentier. Einem Stück mit ursprünglich christlichem Text. Andere Gebete wurden zu Popsongs der siebziger Jahre intoniert. Der Mischgesang überstimmte das Tosen der Wellen und das freudige Quietschen Dutzender Kinder, die wild durch die Gischt der Brandung laufend den Sonnenuntergang genossen. Ein Bild trauter, paneuropäischer Ökumene.“

Gil Yaron (israelischer Arzt und Journalist; in der „Welt“)

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