Ein kirchliches „Bußwort“ für Versagen in DDR-Zeiten

Die evangelische Kirche in Mitteldeutschland hat die Opfer des SED-Regimes um Vergebung für unzureichende Unterstützung gebeten. „Wir haben Fürbitte und Fürsprache geleistet, Unrecht jedoch oft nicht deutlich genug widersprochen“, heißt es in einem „Bußwort“ der Synode. Bis heute habe die Kirche nicht zu ihrer mangelhaften Hilfe, etwa für Enteignete, Zwangsausgesiedelte oder politische Gefangene, gestanden.

Auch hätten Pfarrer und kirchliche Mitarbeiter als Spitzel mit staatlichen Stellen der DDR zusammengearbeitet, Vertrauen verletzt und Menschen Schaden zugefügt. Mitarbeiter in Kirche und Diakonie seien zu oft von ihrer Kirche im Stich gelassen worden. Die Synode wolle „für eine Heilung der Erinnerung und für Versöhnung eintreten“.

Anzeige: Hast du ein Herz, das Großes will? Fastenexerzitien mit Papst Franziskus

Der CiG-Newsletter

Ja, ich möchte den kostenlosen CiG-Newsletter abonnieren und willige in die Verwendung meiner Kontaktdaten zum Zweck des E-Mail-Marketings durch den Verlag Herder ein. Den Newsletter oder die E-Mail-Werbung kann ich jederzeit abbestellen.
Ich bin einverstanden, dass mein personenbezogenes Nutzungsverhalten in Newsletter und E-Mail-Werbung erfasst und ausgewertet wird, um die Inhalte besser auf meine Interessen auszurichten. Über einen Link in Newsletter oder E-Mail kann ich diese Funktion jederzeit ausschalten. Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.