PriestermangelVier Eucharistiefeiern pro Jahr genügen nicht

Angesichts des „unvorstellbaren“ Priestermangels im Amazonas hat der emeritierte Bischof von Xingu, Erwin Kräutler, mehr Solidarität mit den dortigen Katholiken gefordert. Das Zustandekommen einer Eucharistiefeier dürfe nicht davon abhängen, ob es einen zölibatär lebenden Priester gebe. Die Bischöfe Amazoniens hatten sich dazu bereits im vergangenen Jahr klar geäußert. Kräutler wünscht sich mehr Rückhalt aus anderen Kontinenten – „und damit meine ich auch Europa“. Papst Franziskus habe alle Bischöfe dazu aufgerufen, über neue Formen der Zulassung zum Weihepriestertum nachzudenken.

Wie der Bischof am Rande einer Tagung im Kloster Krems berichtete, gibt es in der Diözese Xingu, die rund vier Mal so groß ist wie Österreich, für 800 Gemeinden rund dreißig Priester. Drei Viertel der Gläubigen könnten dort höchstens vier Mal im Jahr Eucharistie feiern. Den Menschen im Amazonas gehe deshalb vielfach das Verständnis für die Eucharistie verloren.

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