Kopfläuse bekämpfenAus die Laus

Jetzt im Herbst, wenn in der Kita wieder mehr drinnen gespielt wird, breiten sich Läuse besonders leicht aus. Doch wie wird man die lästigen Biester wieder los?

Aus die Laus
Läuse-Befall ist kein Zeichen mangelnder Hygiene! © Getty Images

Läusealarm in der Kita ist der Schrecken aller Eltern, denn wenn die Kinder beim Spielen die Köpfe zusammenstecken, können die kleinen Insekten bequem weiterwandern. Kontrollieren Sie daher alle zwei bis drei Tage Haare und Kopfhaut Ihres Kindes. Wenn Sie krabbelnde Läuse (maximal drei Millimeter groß), bräunlich-graue Eier oder weißlich schimmernde leere Eihüllen, sogenannte Nissen, finden, sollten Sie den Befall nicht schamhaft verschweigen. Läuse sind kein Zeichen mangelnder Hygiene, sie fühlen sich selbst auf den gepflegtesten Köpfen wohl. Untersuchen Sie das Haar aller Familienmitglieder und informieren Sie umgehend Ihre Kita. Nur bei gleichzeitiger, gezielter Behandlung kann eine weitere Ausbreitung und Neuansteckung verhindert werden.

Auch wenn diverse Geheimtipps wie Essigwasser, Teebaumöl oder Saunabesuch kursieren, sind diese nicht zu empfehlen, da die Wirkung unsicher ist. Verwenden Sie lieber ein vom Umweltbundesamt zugelassenes Präparat und halten Sie sich an die Anwendungshinweise. Neben insektizidhaltigen Produkten, die Pyrethrum (aus Chrysanthemenblüten) oder chemisch hergestellte Pyrethroide enthalten, gibt es auch giftfreie Medizinprodukte, die ähnlich wirksam sind. Sie enthalten Dimeticon oder Mineralöl, wodurch die Atemöffnungen der Läuse verklebt werden und die Tiere absterben. Achtung, manche Mittel sind leicht entflammbar, sodass Sie Ihr Kind von offenen Flammen oder anderen Wärmequellen, etwa einem heißen Föhn, fernhalten müssen.

Putzorgien sind überflüssig

Weil eine Läusebehandlung den Eiern wenig anhaben kann und nach acht bis zehn Tagen daraus neue Läuse schlüpfen, ist eine Wiederholung neun Tage nach Erstbehandlung zwingend notwendig, um alle Läuse abzutöten. Am besten kämmen Sie das Haar nach der Behandlung aus (siehe Kasten) und wiederholen dies 14 Tage lang jeden fünften Tag.

Da Läuse hauptsächlich von Kopf zu Kopf übertragen werden, ist ein Großputz überflüssig. Lediglich Kämme und Bürsten, Mützen und Schals sowie Kuscheltiere sollten mit heißer Seifenlösung gereinigt werden oder drei Tage in einer verschlossenen Plastiktüte aufbewahrt werden – länger überleben Läuse ohne Blutmahlzeit nicht.

kizz Elterntipp

Läuse aufspüren

Geben Sie eine milde Pflegespülung ins nasse Haar, diese nicht auswaschen, sie hindert die Läuse am Weglaufen. Kämmen Sie das Haar Strähne für Strähne sorgfältig mit einem Läusekamm vom Haaransatz bis zu den Spitzen durch. Wischen Sie den Kamm nach jeder Strähne an weißem Küchenpapier ab. Darauf lassen sich die Läuse gut erkennen. Achten Sie besonders am Haaransatz, hinter den Ohren oder am Hinterkopf auf Nissen, die viel stärker am Haar haften als Kopfschuppen.

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