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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 433-435

    LeitartikelWenn der Papst kommt

    Der zweite Besuch des „deutschen Papstes“ in seinem Heimatland steht kurz bevor. Der Besuch gilt ausschließlich Orten in Bayern mit biographischem Bezug zum jetzigen Benedikt XVI. In seiner Ansprache bei der Begegnung mit der Deutschen Bischofskonferenz am Ende des Kölner Weltjugendtags hatte Benedikt XVI. von Licht- wie Schattenseiten der Kirche in Deutschland gesprochen. Wie sieht es ein Jahr später aus?

  • Plus S. 437-438

    LeitartikelZäsur

    Das Jahr 2005 wird in die Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland vor allem als das Jahr eingehen, in dem sie Gastgeberin des 20. Weltjugendtages war. Die Bilder von Köln, besonders die der großen liturgischen Feiern mit Benedikt XVI. auf dem Marienfeld, werden sich in das kollektive Gedächtnis der deutschen Katholiken, aber auch anderer Zeitgenossen eingraben. Der 20. Weltjugendtag war ein durchweg unverkrampftes, fröhliches, aber nicht oberflächliches Fest des Glaubens und der Begegnung. Der Weltjugendtag fand vierzig Jahre nach Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils und dreißig Jahre nach dem Ende der "Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland" statt. Ob er zu einer ähnlichen Zäsur in der Entwicklung der katholischen Kirche in Deutschland wird, ist noch nicht ausgemacht. Er ist aber Anlass genug zu fragen, wo die Kirche in Deutschland heute steht.

Kommentar

  • Plus S. 436-437

    KommentarKompetent

    Bei der Ministrantenwallfahrt nach Rom überwogen die Deutschen.

Aktuell

  • Plus S. 439-440

    ParteienEin Grundsatzpapier schlägt Schneisen

    Um die orientierende Kraft christlicher Ethik geht es in einem kürzlich veröffentlichten Grundsatzpapier der Konrad-Adenauer-Stiftung. Es möchte nicht zuletzt einen Beitrag zu den Diskussionen deutscher Parteien über neue Grundsatzprogramme leisten.

Blickpunkt

Interview

  • Plus S. 445-449

    Ein Gespräch mit dem Kirchengeschichtler Hubert Wolf„Nicht nur willige Vollstrecker“

    Mitte dieses Monats setzt der Vatikan die Öffnung seiner Archive fort: Die Quellen aus dem Pontifikat Pius’ XI. (1922–1939) werden für die Forschung freigegeben. Über die Bedeutung dieses Schritts angesichts der jüngeren Erkenntnisse zum Verhältnis von katholischer Kirche und Nationalsozialismus sprachen wir mit dem Münsteraner Kirchengeschichtler Hubert Wolf. Die Fragen stellte Stefan Orth.

Essays

  • Plus S. 454-458

    Plädoyer für eine Sozialpolitik der InklusionWünschenswert und vernünftig

    Der demographische Wandel verlangt nach einer präventiven Sozialpolitik der Inklusion. Denn eine Gesellschaft, die eine doppelte Alterung bewältigen muss, kann es sich nicht leisten, so viele Menschen mit Migrationshintergrund und so viele Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien auszuschließen; eine Herausforderung auch für die verbandliche Caritas.

  • Plus S. 458-463

    Der Weltrat Methodistischer Kirchen tagte in KoreaErweiterter Konsens

    Die Methodistischen Kirchen, in Mitteleuropa kleine Minderheiten, bilden weltweit eine der größten christlichen Gemeinschaften. Jetzt traf sich der Weltrat Methodistischer Kirchen in Seoul. Ökumenisch herausragendes Ergebnis war die Zustimmung der Methodisten zur „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“, auf die sich Lutherischer Weltbund und katholische Kirche 1999 geeinigt haben.

  • Plus S. 468-472

    Was die Fundamente der Demokratie gefährdetGradmesser Wahlbeteiligung?

    Bei bundesdeutschen Landtagswahlen der letzten Jahre war die Wahlbeteiligung vielfach ausgesprochen niedrig. Aus der hohen Zahl von Nichtwählern auf Politikverdrossenheit zu schließen, wäre allerdings zu kurz gedacht. Eine Gefährdung der Demokratie ergibt sich eher aus dem verbreiteten Misstrauen gegenüber der Politik, dem durch Bildungsanstrengungen immer schwerer gegenzusteuern ist.

  • Plus S. 472-476

    Mexiko nach den PräsidentschaftswahlenGespaltenes Land

    Landflucht und Migration sind die drängendsten Probleme der mexikanischen Gesellschaft. Die Präsidentschaftswahlen im Juli machten die Unterschiede zwischen dem armen Süden und dem Rest des Landes überdeutlich. Die Bischofskonferenz versucht auf die neuen Herausforderungen in Gesellschaft und Pastoral besser und flexibler zu reagieren.

  • Plus S. 476-481

    Was ist dran an der neuen Bürgerlichkeit?Wiederentdeckung des Salons

    Wird die deutsche Gesellschaft wieder bürgerlich? Jedenfalls werden klassische bürgerliche Tugenden zunehmend salonfähig, ertönt der Ruf nach der Wiederbelebung traditioneller Werte. Auch die Diskussion über eine Wiederkehr der Religion gehört teilweise in diesen Zusammenhang.

  • Plus S. 481-485

    Zur Gründung des Menschenrechtsrates der Vereinten NationenEine klare Verbesserung

    Seit kurzem gibt es den neu geschaffenen Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen; die bisher bestehende UN-Menschenrechtskommission wurde aufgelöst. Ist damit lediglich eine neue Arbeitsform gefunden, in welcher sich die bekannten Probleme fortsetzen – oder bahnt sich eine wirkliche Reform des internationalen Menschenrechtsschutzes an?

Autoren/-innen