Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
  Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 57 (2003) Heft 2

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 55-57

    LeitartikelGeordneter Rückbau

    Trotz der weiterhin beeindruckenden volkskirchlichen Strukturen in Deutschland ist der Trend absehbar: Zusätzlich zu den mehr als 100 000 Kirchenaustritten jährlich kommt hinzu, dass auch die Quote der getauften Kinder abnimmt.Angesichts dieser Entwicklung wäre es sinnvoll sich heute verstärkt Gedanken darüber zu machen, welche Aufgaben innerhalb der Kirche unverzichtbar sind, um im Vorfeld Prioritäten zu klären und tragfähige Kriterien für die dann notwendigen Entscheidungen zu entwickeln. Je früher man handelt, desto größer sind die beispielsweise die Chancen, gewisse Mindeststandards für die Umnutzung von Gotteshäusern durchzusetzen.Gerade eine Kirche mit funktionierenden Strukturen und entsprechenden Ressourcen sollte diese vorausschauend nutzen, um auch in der Zukunft noch Spielräume für Entscheidungen zu haben und auch auf neue gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können.

Kommentar

  • Gratis S. 58-59

    KommentarGewährsmann

    Fundamentalopposition der christlichen Kirchen gegen amerikanische Kriegspläne.

  • Gratis S. 59-60

    KommentarZerrbild

    Die Einstellung der Berliner Bistumszeitung und was diese so brisant macht.

  • Gratis S. 60-61

    KommentarMahnung

    Die Glaubenskongregation und die katholischen Politiker.

  • Gratis S. 61

    KommentarMagdalena

    Peter Mullans eindringliche Anklage in „Die unbarmherzigen Schwestern“.

Aktuell

  • Gratis S. 62-64

    EKDOrientierungshilfe zum Abendmahl

    Mit einem bemerkenswerten Dokument greift der Rat der EKD in die innerprotestantische wie ökumenische Diskussion über das Abendmahl ein. Der Text erinnert an die unverzichtbaren biblischen Grundlagen und gibt praktische Empfehlungen.

  • Gratis S. 64-66

    FrankreichRevision im Verhältnis von Staat und Kirche?

    Drei Jahre vor dem eigentlichen Jubiläumsdatum wirft in Frankreich der Jahrestag der Verabschiedung des damals äußerst umstrittenen Gesetzes zur Trennung von Staat und Kirche von 1905 seine Schatten voraus. Zur Debatte steht das Selbstverständnis der laizistischen Französischen Republik.

Blickpunkt

  • Gratis S. 66-70

    Theologie und Kirche tun sich derzeit schwer miteinanderWarum das Salz schal wirkt

    Die wissenschaftliche Theologie steht derzeit unter doppeltem Druck. Sie muss sich in einer immer mehr auf Effizienz getrimmten Universität behaupten und sieht sich gleichzeitig in der Kirche vielfach an den Rand gedrängt. Die im Blick auf die Zukunft der Kirche in unserer Gesellschaft höchst notwendige, mit seriösen Argumenten geführte Sachdiskussion bleibt dabei leicht auf der Strecke.

Interview

  • Gratis S. 70-74

    Ein Gespräch mit COMECE-Generalsekretär Noël Treanor„Es geht um einen offenen Prozess“

    Seit 1980 gibt es die „Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft“ (COMECE) mit Sitz in Brüssel zur Koordination und Vertretung katholischer Anliegen gegenüber den europäischen Institutionen. Wir sprachen mit ihrem Generalsekretär Noël Treanor über die Erwartungen der Kirche im Blick auf das EU-Verfassungsdokument, über die Osterweiterung und die mögliche Neustrukturierung des katholischen Europa-Engagements. Das Gespräch führte Ulrich Ruh.

Essays

  • Gratis S. 75-78

    Ein Symposium über Priesterausbildung und BerufungspastoralKrise als Chance?

    Was kann getan werden, damit die Zahlen beim Priester- und Ordensnachwuchs im deutschsprachigen Raum wieder steigen? Wie muss eine Priesterausbildung aussehen, die künftige Amtsträger realistisch auf die kirchlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen vorbereitet? Im Dezember 2002 widmete sich ein großangelegtes Symposium in Paderborn diesen Fragen. Dabei wurde deutlich, dass es keine Patentrezepte gibt.

  • Gratis S. 78-82

    Was sich von René Girard lernen lässtFragiles Gebilde Gesellschaft

    Die einen würdigen René Girard als den originellsten Autor unserer Tage, bei anderen löst der Generalist geradezu allergische Reaktionen aus. Die Rezeption der sogenannten mimetischen Theorie des französisch-amerikanischen Anthropologen reicht dabei von den Wirtschaftswissenschaften bis zur Pädagogik. Unter Theologen bleibt das Echo auf das vielfach übersetzte Werk Girards geteilt.

  • Gratis S. 82-87

    Wege und Irrwege christlich-jüdischer GebetsgemeinschaftReligiöser Raub?

    In bester Absicht gestalten gerade um Ostern herum immer häufiger christliche Gemeinden „Pessachfeiern“ – vielen Juden aber ist dieses ein Ärgernis. Welche Formen christlich-jüdischer Gebetsgemeinschaft sind legitim? Nicht zuletzt bei der Vorbereitung einer christlich-jüdischen Gemeinschaftsfeier für den Ökumenischen Kirchentag in Berlin wurde diese Frage höchst kontrovers diskutiert.

  • Gratis S. 87-91

    Eine interreligiöse UN-Frauen-Konferenz zieht KreiseFrauen, Religion und Frieden

    In Genf fand im Oktober 2002 eine viertägige UN-Konferenz von 500 religiös-spirituellen Leiterinnen von Gruppen und Gemeinschaften der großen Welt- und Naturreligionen aus 75 Ländern statt. Ihr Ziel war die Bildung eines Netzwerkes, das die geistlichen Kräfte der Frauen für eine aktive Förderung des Friedens bündelt und die Friedensaktivitäten der Vereinten Nationen unterstützt und vertieft.

  • Gratis S. 91-95

    Die Debatte über kirchliche Arbeitsvertragsordnungen„Dritter Weg“ in der Bewährungsprobe

    Vor allem die anhaltende Finanzkrise bei den Sozialkassen und der öffentlichen Hand haben eine neue Diskussion über den sogenannten „Dritten Weg“ der Kirchen und ihrer Sozialeinrichtungen entfacht. Die Verfahren und Regelungen kirchlicher Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitsbedingungen haben sich aber als den Besonderheiten des kirchlichen Dienstes angemessen und anpassungsfähig erwiesen.

  • Gratis S. 95-100

    Wie die Familie im Fernsehen vorkommt„Waltons“ oder „Dallas“?

    Zahlreiche Fernsehserien drehen sich um das Schicksal von Familien, mal in romantischer Verklärung, mal in drastischer Überzeichnung von Konflikten. In einer Zeit der Auflösung gewohnter Familienstrukturen bildet das Fernsehen sowohl den Wandel der Familie ab wie die nicht totzukriegende Sehnsucht nach Geborgenheit in einer heilen Familienwelt. Das belegen sowohl amerikanische wie deutsche Produktionen.

  • Gratis S. 100-105

    Die blutigen Konflikte in Nigeria haben viele UrsachenInstrumentalisierte Religion

    Extreme Armut und die Perspektivlosigkeit weiter Bevölkerungsteile bilden in Nigeria den Nährboden für die ethnisch-religiösen Konflikte, die in den vergangenen Monaten die Berichterstattung über das bevölkerungsreichste Land Afrikas bestimmten. Obwohl die Katholiken nur etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, spielt die Kirche eine bedeutende Rolle im Demokratisierungsprozess.

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