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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 541-543

    Leitartikel25 Jahre Johannes Paul II.

    Johannes Paul II., der am 16. Oktober sein fünfundzwanzigjähriges Pontifikatsjubiläum feiern konnte, ist ein Ausnahmepapst. Gleichzeitig setzt er aber auch die Reihe der Päpste fort, die sich seit zweihundert Jahren auf die Auseinandersetzung zwischen katholischer Kirche und moderner Gesellschaft einlassen. Er hat die Neuansätze des Zweiten Vatikanischen Konzils für das Verhältnis der Kirche zu den anderen Kirchen und den nichtchristlichen Religionen fortgeführt, aber eingebettet in eine anspruchsvolle Konzeption der Zuordnung von Freiheit und Wahrheit einerseits, individuellem Glaubensvollzug und Kirche andererseits. Damit hat er entscheidend dazu beigetragen, der Kirche religiös wie politisch einen festen Stand zu verschaffen; die Bruchstellen dieser Konzeption sind aber nicht zu übersehen.

Kommentar

Aktuell

  • Plus S. 547-548

    FrankreichEine Zeitschrift zum „fait religieux“

    Nachdem die Pariser Tageszeitung „Le Monde“ Mehrheitsgesellschafter im katholischen Verlag „Publications de la Vie Catholique“ geworden ist, ist jetzt eine neue Zweitmonatszeitschrift auf dem Markt, die die neuartige Stimmungslage im Verhältnis zwischen Religion und laizistischer Gesellschaft widerspiegelt.

  • Plus S. 548-550

    PolenDreißig Jahre Maximilian-Kolbe-Werk

    Am 19. Oktober 1973 wurde das Maximilian-Kolbe-Werk gegründet, das sich mit seiner Unterstützung für ehemalige polnische KZ-Häftlinge große Verdienste um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen erworben hat. Bei den Jubiläumsveranstaltungen ging es auch um die aktuellen deutsch-polnischen Irritationen.

Blickpunkt

  • Plus S. 550-554

    Die religiösen Wurzeln der europäischen SozialstaatenObsiegt das amerikanische Modell?

    Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den normativen Ideen des modernen Sozialstaats hat dessen religiöse Wurzeln erst spät entdeckt, obwohl dabei konfessionelle Traditionen eine entscheidende Rolle spielen. In der aktuellen sozialpolitischen Reformdiskussion scheint sich das amerikanische, freikirchlich-protestantische Modell immer stärker durchzusetzen beziehungsweise zeigt sich, wie dringend die Entwicklung einer europäischen Sozialstaatlichkeit ansteht.

Interview

  • Plus S. 554-559

    Ein Gespräch mit dem Dresdner Museumsdirektor Martin Roth„Der letzte Ort des Utopischen“

    In Deutschland gibt es eine ausdifferenzierte Museumslandschaft, die jedoch angesichts der Lage der öffentlichen Haushalte unter enormen Druck gerät. Was kann und was müsste das als quasi-religiöser Ort gefeierte Museum heute zur Kultur des Landes beitragen? Darüber sprachen wir mit Martin Roth, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Die Fragen stellte Stefan Orth.

Essays

  • Plus S. 559-563

    Was Literaten heute an der Bibel reiztEin ungeheurer Stoff

    Die Faszination der Bibel als Inspirationsquelle für Schriftsteller ist auch heute ungebrochen. Welche Figuren regen aus welchen Gründen die Phantasie der Autoren besonders an? Und welche wichtigen Gestalten fallen bei der literarischen Bearbeitung des „Buchs der Bücher“ unter den Tisch?

  • Plus S. 564-568

    Schulischer Religionsunterricht in den ostdeutschen BundesländernDer besonderen Situation angepasst

    Der schulische Religionsunterricht hat sich in den neuen Bundesländern inzwischen weithin etabliert, ist aber der kirchlich-religiösen Situation entsprechend ein Minderheitenfach. Das gilt in verschärftem Maß für den katholischen Religionsunterricht. Insgesamt belegt die Entwicklung in den neuen Bundesländern, dass es zunehmend differenzierte Modelle für den schulischen Religionsunterricht braucht.

  • Plus S. 568-572

    Die Christen in der Türkei merken bisher nur wenig von den ReformenUmsetzung folgt?

    Mit dem Antritt der neuen türkischen Regierung vor einem Jahr hat sich das Tempo der für EU-Beitrittsverhandlungen notwendigen Reformen deutlich erhöht. Auch wenn die atmosphärischen Verbesserungen gelobt werden, ist die Lage aus Sicht der christlichen Minderheiten weiterhin nicht zufriedenstellend. Bisher mangelt es an der Umsetzung der neuen Gesetze.

  • Plus S. 572-576

    Wie Kirche und Glaube im Fernsehen vorkommenZwischen Talkshow und Pfarrerserie

    Klassische Kirchenprogramme verschwinden in Programmnischen. Gleichzeitig gibt es erfolgreiche Serien, in denen Pfarrer als Hauptfiguren agieren. Die Präsentation von Kirchlichem im Unterhaltungsfernsehen sollte nicht den Blick dafür trüben, dass Glaubensbotschaft und Mediengesetzmäßigkeiten schnell in Spannung zueinander geraten.

  • Plus S. 576-579

    Wie lassen sich Ganztagsangebote für Schulkinder ausbauen?Konkurrierende Bildungsansprüche

    Der PISA-Schock sitzt tief. Die Schuldigen für das schlechte Abschneiden deutscher Schüler waren schnell gefunden: Schulen und Kindertageseinrichtungen. Beide bleiben offenkundig weit hinter ihrem Bildungsauftrag zurück, und beide geloben schnelle Besserung. Wie können die unterschiedlichen Bildungsansätze, -leistungen und -methoden aufeinander abgestimmt werden?

  • Plus S. 580-584

    Phänomenologische Zugänge zur EucharistieEnthüllung und Verbergung

    In Theologie und Kirche ist in letzter Zeit heftig über eucharistietheologische Fragen gestritten worden. Wenig beachtet wurde dabei, dass heute auch eine Reihe von Philosophen intensiv darum ringt, wie die Eucharistie als zentraler religiöser Vollzug im Christentum am besten zu verstehen ist.

  • Plus S. 584-589

    Wo steht die Ökumene in Lateinamerika?Das Umfeld hat sich verändert

    In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts fanden katholische und nichtkatholische Christen in Lateinamerika unter dem Leitwort Befreiung zueinander. Heute bestimmen der wachsende religiöse Pluralismus und ein neokonservativer Trend in den Kirchen das Umfeld der ökumenischen Bemühungen. Ökumene in Lateinamerika, gerade auch in Brasilien, braucht einen Neuansatz.

Autoren/-innen