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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Kirche und GeldDossier

Inhalt
Erscheinungstermin PDF: 2018
Bestellnummer PDF: D100183

Nicht erst 2014 seit dem Skandal um den ehemaligen Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird das Finanzgebaren der katholischen Kirche angefragt. Ist die Forderung nach einer „Kirche der Armen“, so immerhin Papst Franziskus, vereinbar mit teuren Bauten und hohen Gehältern der Würdenträger? Woher kommt und wofür braucht die Kirche ihre Finanzmittel? Wie definiert und rechtfertigt die katholische Kirche selbst ihr Verhältnis zum Geld?

Wir haben Ihnen in diesem Dossier wichtige Beiträge der Herder Korrespondenz zum Thema Kirche und Geld aus den vergangenen Jahren zusammengestellt.

Über dieses Paket

Leitartikel

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2011 S. 1-3

    LeitartikelDie Kirche und das liebe Geld

    Ob Kirchensteuer, Staatsleistungen oder andere Formen der Kirchenfinanzierung: Derzeit stehen auf ganz unterschiedlichen Ebenen die Einnahmen der Kirchen im Mittelpunkt des Interesses - und dabei geht es auch immer um die Frage nach Glaubwürdigkeit. Deren Gefährdung hängt nur auf den ersten Blick vor allem mit der Versuchung zusammen, als religiöse Institution sich auf Weltliches zu fixieren. Allgemein wird heute auch von der Kirche erwartet, dass ihr Handeln den üblichen rechtsstaatlichen und demokratischen Gepflogenheiten entspricht und entsprechend kontrolliert wird. Es wird aber auch zunehmend wichtiger, deutlich machen zu können, dass die zur Verfügung gestellte Unterstützung im Großen und Ganzen effektiv dem Gemeinwohl zugute kommt.

Blickpunkt

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 1/2014 S. 11-15

    „Bischöfliche Stühle“ und ihr VermögenTransparenz ist angesagt

    Unter dem Begriff „Bischöflicher Stuhl“ werden diverse kirchliche Vermögenswerte subsumiert, die schwer durchschaubar sind. Gerade die Vorgänge im Bistum Limburg müssten ein Anstoß für die deutschen Bischöfe sein, Klarheit in die Struktur und Verwendung der Vermögen ihrer Bischöflichen Stühle zu bringen. Es wäre sinnvoll, die verschiedenen Vermögen und ihre Haushalte zusammenzuführen, um das Vermögen der Kirche effizienter zu verwalten.

Interview

Essays

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 7/2015 S. 356-360

    Weiterer Reformbedarf bei den KirchenfinanzenBallast abwerfen

    Was die Kirchen mit ihrem Geld tun, ist redlich, gesellschaftlich notwendig und kann sich sehen lassen. Dennoch sind eine Reihe weiterer Anstrengungen notwendig, um in Zukunft den notwendigen Anforderungen an Transparenz und Kontrolle beim Umgang der Kirche mit Geld zu entsprechen.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 12/2014 S. 630-634

    Modelle der Kirchenfinanzierung in der DiskussionReizthema Geld

    Das Finanzgebaren des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst hat zu einer deutlichen Verschärfung der Diskussionen über den Umgang der Kirchen mit Geld geführt. Von der Vermögens- und Finanzverwaltung über die Kirchensteuer und die Staatsleistungen bis hin zu den kirchlichen Stiftungen stehen dabei ganz unterschiedliche Themen zur Debatte. Hilfreich ist hier allerdings auch ein Blick auf die Kirchenfinanzierung in anderen Ländern.

  • Gratis Herder Korrespondenz Heft 2/2014 S. 79-84

    Plädoyer für den Verzicht auf Staatsdotationen für die KircheUm ihrer Glaubwürdigkeit willen

    Angesichts der recht üppigen Finanzausstattung der Kirche ist für viele schlicht unverständlich, warum auch noch der Staat zur Kirchenfinanzierung beiträgt. Ein ­freiwilliger Verzicht der Kirche auf die so genannten Staatsdotationen würde der Glaubwürdigkeit der Kirche gut tun und die zukünftige Sicherstellung der übrigen Finanzierungsformen erleichtern. Ein solcher Verzicht ist möglich, finanziell verkraftbar und unter Gerechtigkeitsaspekten auch geboten.

  • Plus Herder Korrespondenz Heft 4/2012 S. 186-189

    Zur Entwicklung bei den kirchlichen FinanzenZwischen Gott und Mammon

    Die Kirchen in Deutschland gelten als reich; jedenfalls verfügen sie über beträchtliche Vermögenswerte. Im Umgang mit ihren Finanzen fehlt es allerdings an Transparenz. Die wichtigste Frage im Hintergrund ist die nach dem Verhältnis von zukünftigen Aufgaben und ihrer Finanzierung. Die Kirchensteuer ist auf absehbare Zeit nicht zu ersetzen.

Autoren/-innen

  • Villhauer, Bernd

    Bernd Villhauer

    Bernd Villhauer, (geb. 1966) ist seit 2015 der Geschäftsführer des Weltethos-Instituts. Er ist gelernter Industriekaufmann und promovierter Philosoph. Villhauer war in zahlreichen Verlags- und Medienunternehmern tätig, zuletzt als Lektoratsleiter einer wissenschaftlichen Verlagsgruppe. Er arbeitet heute vor allem in den Bereichen Ethik und Finanzmärkte, Geld und Börse und schreibt den Blog „Finanz & Eleganz". Demnächst erscheint sein Buch „Finanzmarkt und Ethik. Eine Einführung".

  • Stroppel, Clemens

    Clemens Stroppel

    Clemens Stroppel (geb. 1959) ist seit 2005 Generalvikar des Bistums Rottenburg- Stuttgart. Zuvor war er Regens des Priesterseminars in Rottenburg.

  • Kruip, Gerhard

    Prof. Gerhard Kruip

    Gerhard Kruip wurde 1957 geboren und ist Professor für christliche Anthropologie und Sozialethik an der Universität Mainz. Seine Schwerpunkte sind theoretische und praktische Gerechtigskeitsfragen im Zusammenhang mit der sozialen Sicherung, Globalisierung, Armutsbekämpfung, intergenerationeller Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz.

  • Orth, Stefan

    Stefan Orth

    Stefan Orth, Dr. theol. (geb. 1968), Studium der Katholischen Theologie in Freiburg, Paris und Münster. 1998 Promotion. Seit 1998 Redakteur der Herder Korrespondenz, seit 2014 stellvertretender Chefredakteur.

  • Mitschke-Collande, Thomas

    Thomas von Mitschke-Collande

    Dr. Thomas von Mitschke-Collande (geb. 1950), Director emeritus bei der Unternehmensberatung McKinsey. Er hat bei der Neustrukturierung des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz mitgewirkt und die Bistümer Mainz sowie das Erzbistum Berlin beraten. Er ist Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Veröffentlichung: Schafft sich die katholische Kirche ab? Analysen und Fakten eines Unternehmensberaters. 2. Auflage, München 2013.

  • Schüller, Thomas

    Thomas Schüller

    Thomas Schüller (geb. 1961), Dr. theol., Lic.iur.can., ist seit 2009 Professor für Kirchenrecht an der Westfälischen Wilhelms-Universität, Münster und Direktor des Instituts für Kanonisches Recht. Von 1993 bis 2009 war er Leiter der Stabsstelle Kirchliches Recht im Bischöflichen Ordinariat Limburg.

  • Ruh, Ulrich

    Ulrich Ruh

    Ulrich Ruh, geboren 1950, Dr. theol. Dr. h.c., studierte katholische Theologie und Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Eberhard Karls Universität Tübingen. Von 1974 bis 1979 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dogmatik und Ökumenische Theologie der Theologischen Fakultät Freiburg (Professur Karl Lehmann). 1979 wechselte er als Redakteur zur "Herder Korrespondenz", die er von 1991 bis 2014 als Chefredakteur wesentlich prägte. 2005 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz als „Würdigung für seine Verdienste in Kirche und Gesellschaft“ verliehen. Seit 2015 ist Ruh Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.