ChinaAus Angst vor dem „gefährlichen“ Kreuz

Die kommunistischen Behörden Chinas haben ihre Kampagne fortgesetzt, ja beschleunigt, Kreuze von Kirchen abreißen zu lassen. Seit April sind allein in der Provinz Anhui in der Nähe von Shanghai mehr als 500 Kreuze entfernt worden, meldet die asiatische Nachrichtenagentur Ucanews. Weder die von der Regierung gesteuerte Katholisch-Patriotische Vereinigung noch Bischöfe, die ihr nahestehen und offiziell vom Regime anerkannt sind, hätten protestiert oder sonst irgendwie Widerstand versucht. Bischof Liu Xinhong von Anhui habe auf eine Bitte von Gläubigen hin, gegen den atheistischen Vandalismus einzuschreiten, erklärt, dass er sich nicht gegen die Behörden stellen könne.

Seit Beginn der Abrisskampagne 2018 wurden in Anhuis Nachbarprovinzen Zhejiang, Henan, Hebei und Guizhou tausende Kreuze zerstört – immer mit der Behauptung, sie würden gegen Stadtplanungsgesetze verstoßen. Faktisch spricht aus der Vernichtung der Kreuze die Angst davor, dass der christliche Glaube mit seinem Freiheitsbewusstsein eben doch der kommunistischen Kollektivismus-Ideologie geistig „gefährlich“ werden könnte, wenn nur hinreichend viele Chinesen das Christentum, seinen Individualismus und Personalismus, als attraktiv empfänden. Einer der Protagonisten jener Zerstörungs-Aktionen in Zhejiang, der damalige Parteisekretär Xia Baolong, ist im Februar zum neuen Chef der für Hongkong und Macao zuständigen Behörde der chinesischen Regierung aufgestiegen.

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