AbtreibungsdebatteFranziskus rätselhaft

Dass Papst Franziskus eine Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen hat, hat zu heftigen Diskussionen geführt. Eine solch „pauschale Äußerung“ sei „nicht angemessen“, sagte die Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) Maria Flachsbarth. Der Satz werde Franziskus I. noch lange verfolgen, vermutet auch der „Spiegel“-Journalist Dietmar Pieper. „Der Mann, der sich gern als mitfühlender Pastor zeigt, müsste wissen, dass Abtreibungen meistens erst nach schmerzlichen Überlegungen vorgenommen werden, nach Gewissensqualen.“ Nach Meinung Piepers zeige der Vorgang einmal mehr die Widersprüchlichkeit des Papstes. „Man wird nicht schlau aus diesem Mann. Das Rätselraten, ob er ein Reformer ist, der sich manchmal bei seinen konservativen Gegnern anbiedert, oder ein erratischer (verirrter; d. Red.) Eigenbrötler, begleitet seine Amtszeit. Aber letztlich kommt es nur auf das an, was er sagt und entscheidet. ‚An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen‘, so steht es in der Bibel.“

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