Toleranz macht nicht alles gleich

Toleranz darf nicht dazu führen, dass alle Unterschiede eingeebnet werden. Das erklärte der evangelische Theologe Ulrich H. J. Körtner bei einer Podiumsdiskussion in Wien. In einem modernen und säkularen Staat können die Bürger starke Überzeugungen vertreten, die nicht nur nebeneinander bestehen, sondern einander sogar ausschließen. Notwendig sei jedoch die Unterscheidung zwischen einer Position, die man ablehnen könne, und einer Person, bei der das nicht sein dürfe. „Wenn ich aber sage, am Ende ist immer Anerkennung gefordert, dann wird diese Unterscheidung oft eingeebnet.“

Die Wiener katholische Theologin und Sozialethikerin Ingeborg Gabriel ergänzte, auch im Christentum gebe es Dinge, die sie toleriere und ertrage, obwohl „sie mir nicht zu Gesicht stehen“. Sie wehre sich aber gegen den Zwang, andere immer nur positiv und als Bereicherung sehen zu müssen.

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