BrasilienEvangelikaler Kinofilm, den keiner sehen will

Der Spielfilm „Nichts zu verlieren“, der die Lebensgeschichte des evangelikalen brasilianischen Kirchengründers Edir Macedo nachzeichnet, bricht in seiner Heimat alle Rekorde. Kurios ist, dass die Vorstellungen zwar alle ausverkauft sind, die meisten Kinosäle aber leer bleiben, wie einheimische Medien berichten. Der Grund: Macedos „Igreja Universal do Reino de Deus“ (Universalkirche vom Reich Gottes), eine Pfingstkirche, hat vier Millionen Eintrittskarten für ihre Anhänger gekauft. Diese blieben jedoch den Filmvorführungen bislang weitgehend fern. Die Kirchenleitung hat dieser Mediendarstellung widersprochen.

Gegen den 73-jährigen Macedo, bei dem sich auch die Staatsspitze versammelt und dessen Vermögen auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt wird, liefen zahlreiche Ermittlungen, unter anderem wegen Steuervergehen. Von Macedos Produktionsfirma stammt auch der Film mit den bislang meisten Zuschauern des Landes. 2016 wollten 11,3 Millionen Menschen den Bibelfilm „Die Zehn Gebote“ sehen.

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