Was bei Insektenstichen hilftMama, das juckt!

Wenn Kinder gestochen werden, leiden die Eltern mit. Tipps, die Abhilfe schaffen und vorbeugen

Mama, das juckt!
Insektenstiche nicht aufzukratzen fällt manchmal ganz schön schwer © Getty Images

T-Shirts, kurze Hosen und Sandalen machen den Sommer erst richtig schön. Doch viel nackte Haut lädt auch so manchen Plagegeist zum Blutsaugen ein. Typisch für unsere Breitengrade sind Stiche von Mücken, insbesondere Schnaken, sowie Bremsen, Bienen und Wespen. Auch Hummeln und Hornissen können stechen, tun es aber selten. Mücken, Bremsen und Flöhe, die man bei uns aber selten antrifft, stechen zur Nahrungsaufnahme, die anderen Insekten zur Abwehr. Allen gemeinsam ist, dass sie beim Stich einen Gift-Cocktail injizieren: Der enthält ein Betäubungsmittel, damit wir nicht gleich merken, dass wir gestochen wurden. Außerdem Eiweißmoleküle, welche die Blutgerinnung hemmen und die Fließfähigkeit verbessern. So können die kleinen Biester durch ihren dünnen Rüssel gut saugen. Unser Körper reagiert, indem er die körpereigene Abwehr aktiviert und Histamin ausschüttet. Gerötete Schwellungen und unangenehmer Juckreiz sind die Folgen.

Kälte hilft - Hitze auch

Manchmal wirkt die bloße Zuwendung Wunder. Daneben gibt es verschiedene Hausmittel und Präparate aus der Apotheke, die den Juckreiz lindern. Umschläge mit Essigwasser oder Quark wirkend kühlend. Durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen und die Durchblutung nimmt ab. Auch das Auflegen einer aufgeschnittenen Zwiebel kann helfen, ebenso Lotionen oder Gele, die ein Antihistaminikum oder Tannine enthalten. Verschreibungspflichtige Salben mit Kortison lindern starken Juckreiz.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist das lokale Erhitzen der Stichstelle: Der Stich wird für wenige Sekunden mit einem batteriebetriebenen Stift erhitzt. Dadurch werden die temperaturempfindlichen Eiweiße zerstört, die Schwellung geht zurück und der Juckreiz lässt schnell nach.

Ein Arzt sollte dann aufgesucht werden, wenn sich ein Stich entzündet oder eine sogenannte systemische Reaktion auftritt, sich also Fieber oder Schwellungen an anderen Stellen als der Stichstelle zeigen. Der Notarzt muss immer gerufen werden, wenn eine Biene, Wespe, Hornisse oder Hummel in die Lippen, den Mund oder Rachen gestochen hat – egal, ob eine Allergie vorliegt oder nicht. Beruhigen Sie das Kind und kühlen sie die Stelle (Eiswürfel lutschen), bis der Arzt eintrifft. Bei bekannter Allergie gegen Insektengifte sollte bei jeder Unternehmung ein Notfallset mit dabei sein!

  • kizz Elterntipp

    Mach die Fliege!

    • Lange Hemden und Hosen verringern die Angriffsfl äche, besonders in der Dämmerung, wenn die Insekten bevorzugt auf Nahrungssuche gehen. Fliegengitter verhindern, dass sie in die Wohnung kommen.
    • In Schweiß enthaltene Geruchsstoffe wirken anziehend auf Mücken. Regelmäßiges Abduschen verhindert den Körpergeruch. Ätherische Öle (Citronella, Rosmarin, Pfefferminze, Zimt oder Nelke) enthalten Geruchstoffe, die Mücken nicht mögen. Geben Sie fünf Tropfen eines Öls auf 50 ml Jojobaöl. Insektenrepellents mit chemischen Wirkstoffen funktionieren dennoch am besten, für Kinder gibt es sanfte Formulierungen.
    • Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen sind nicht aggressiv – außer, sie fühlen sich bedroht. Ruhiges Verhalten hilft, Stiche zu vermeiden.
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