Was macht eigentlich eine Fachkraft für Atelierarbeit?Zusatzqualifikationen für die Kita (4)

Jenny begleitet Kinder, die ihre Ideen und Vorstellungen künstlerisch umsetzen. Doch was ist Kunst: das, was alle machen, oder das, was ganz individuell erlebt wird?

Was macht eigentlich eine Fachkraft für Atelierarbeit
© privat

1. Wie sieht Ihr Aufgabenfeld in der Praxis aus?

Es geht um kreatives Gestalten mit unterschiedlichsten Materialien. Der Fokus liegt auf der Kreativität der Kinder. Ich greife ihre Ideen und Impulse auf, nehme mich dabei aber selbst zurück. Kinder können nichts falsch machen, in der Kunst ist alles erlaubt und eben ganz individuell. Das Atelier in meiner Einrichtung ist ästhetisch gestaltet, bietet viel Platz und Licht. Es gibt ein bis zwei Tische, auf denen ein Impuls „serviert“ wird. Die Materialien sind vielfältig und stehen erreichbar bereit. Der Raum an sich ist als „dritter Erzieher“ erlebbar. Zu jedem Handlungsplan der Kinder gibt es einen verinnerlichten Impuls, den ich bei Bedarf setzen kann. Die Entwicklung meiner persönlichen Schwerpunkte trägt dazu bei, dass Kinder in ihrem Tun nicht gestoppt, beeinflusst oder sogar manipuliert werden. Mir ist wichtig, dass kreative Prozesse nicht abgebrochen werden.

2. Gibt es bestimmte Grundvoraussetzungen?

Die Haltung zum Kind und das Bild vom Kind sind unfassbar wichtig. Kinder sind richtig, so wie sie sind. Sie sind wertvoll Zusatzqualifikationen für die Kita (4) Jenny begleitet Kinder, die ihre Ideen und Vorstellungen künstlerisch umsetzen. Doch was ist Kunst: das, was alle machen, oder das, was ganz individuell erlebt wird? und werden respektiert. Mit einer offenen Einstellung und einem emphatischen, wertschätzenden Umgang mit den Familien und Kolleg*innen sind die besten Voraussetzungen gegeben.

3. Welchen Umfang hatte die Qualifizierung?

Die Fortbildung in Köln dauerte ein Jahr. Es waren zehn Module mit je 16 Unterrichtsstunden. Jedes Modul war durch ein spannendes Thema geprägt, welches in zwei Tagen (Freitag und Samstag) bearbeitet wurde. Durch die Coronapandemie war es leider nicht möglich, alle Module vor Ort zu absolvieren. Viele Treffen fanden somit online statt.

4. Wie kann das Wissen an die Kolleg*innen weitergereicht werden?

Am besten geht das durch eigene Erfahrungen. Sofern es die Coronaverordnung zuließ, habe ich meine Erfahrungen praktisch mit dem Team geteilt. Das gelang gut in Dienstbesprechungen. Ich habe viele Techniken und Methoden mit ihnen gemeinsam durchgeführt.

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