10 Gründe in der Kita zu tanzen

Zum Tanzen braucht man wenig, aber dabei passiert ganz viel. Warum und wie Kinder davon profitieren.

10 Gründe, in der Kita zu tanzen
© Sara Mierzwa, Darmstadt
  1. TANZ IST EINE UNMITTELBARE GANZKÖRPERLICHE ERFAHRUNG.
    Und zwar mit dem eigenen Körper und allen Sinnen. Beim Tanzen ahmen Kinder Bewegungen nach, lernen die Beschaffenheit von Materialien kennen und ihren Tonus zu regulieren. Sie spielen mit dem eigenen Gewicht, beispielsweise wenn sie springen oder rollen, oder mit ihren Grenzen, wenn sie die Körpermaße erspüren.
  2. TANZ FÖRDERT DAS SELBSTBEWUSSTSEIN.
    Durch Tanz und Bewegung entwickelt der junge Mensch eine positive Einstellung zum eigenen Körper, ein positives Selbstkonzept. Er wird sich seiner selbst bewusst und kann sein Körperbewusstsein entfalten. Ausdauerund Belastungsfähigkeit werden gestärkt.
  3. TANZ MACHT KLUG.
    Mit jeder neuen Bewegung lernt ein Kind etwas Neues, über sich selbst und über die es umgebende Welt. Bewegung unterstützt alle Prozesse des Lernens und fördert so die kognitive Entwicklung. Beim Tanzen kommen differenzierte sensomotorische Bewegungen, die Sinne und die Fein- und Grobmotorik zum Einsatz.
  4. TANZ FÖRDERT DIE KONZENTRATIONSFÄHIGKEIT.
    Im Tanz können die Kinder Bewegungsaufgaben bekommen, die ihre Aufmerksamkeit nach innen lenken und so zu Selbst- und Fremdbeobachtung anregen. Diese Aufgaben werden zu zweit, zu dritt oder in Gruppen gestaltet. Das Kind wechselt zwischen aktivem Tun und Beobachtungsmodus. Dies sensibilisiert, über sich selbst und über andere zu reflektieren.
  5. IM TANZ LASSEN SICH GEFÜHLE AUSDRÜCKEN.
    Kinder lernen Tanz als eigene Ausdrucksform kennen. Durch spielerisches Experimentieren erweitern Kinder ihr Bewegungsvokabular und setzen sich mit ihrer Gefühlswelt auseinander. Sie bekommen so mehr Möglichkeiten, um emotionale, affektive, sinnlich-leibliche Momente zu erleben.
  6. TANZ FÖRDERT KREATIVITÄT.
    In einem freien und sicheren Rahmen lassen sich bestimmte Themen oder Konflikte aufgreifen und mit Energie und Kraft in Bewegung anders umsetzen (Konfliktlösungskompetenz).
  7. TANZ ÖFFNET KINDERN RÄUME.
    Im Kindergartenalter sollte er in einer fehlerfreundlichen Atmosphäre stattfinden, in der Unsicherheiten ohne Leistungsgedanken zugelassen werden können. Dabei sollte der kreative und künstlerische Prozess in den Vordergrund gestellt werden.
  8. TANZ IST BILDUNG.
    Er ermöglicht die Integration verschiedener Künste (Literatur, Theater, Malerei, Musik, Film, Medien usw.) und schafft so einen natürlichen Zugang zur Bildungskultur. In diesem interdisziplinären Verfahren können für Kinder neue Erfahrungen entstehen. Sie lernen andere Kunstformen kennen.
  9. TANZ IST SOZIAL.
    Er ist ein Kommunikationssystem, in dem die verbale Sprache nicht im Vordergrund steht. Dadurch können Kinder unterschiedlicher kultureller oder sozialer Herkunft, Religion, Geschlecht, mit oder ohne Behinderung das Miteinander üben. Das Thema Diversität wird erlebt und ein Gemeinschaftsgefühl vermittelt.
  10. TANZ MACHT SPASS!
    Freude ist der Motor für die Weiterentwicklung und Zeichen einer guten sensorischen Integration des Kindes. Spaß entsteht, wenn das Kind am Prozess durch aktives Tun, Sehen und das Sprechen über Tanz beteiligt wird.  
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