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Getrennte Welten?Der Glaube und die Naturwissenschaften

Über diese Ausgabe

Editorial

Essays

  • Plus S. 2-6

    Warum das Messbare nicht das allein Wirkliche istLeitkultur Naturwissenschaft

    In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sorgten die epochalen Entdeckungen der Teilchenphysik für Verwirrung. Das wichtigste Paradigma unserer Leitkultur lieferte dann die Biologie mit der Evolutionstheorie. Heute erschüttert die biomedizinische Praxis unsere herkömmlichen Begriffe von Recht und Moral. Welche unserer bislang kulturell fest verankerten Normen und Werthaltungen können uns angesichts des rasanten Aufschwungs der Naturwissenschaften auch weiterhin noch als Richtschnur des Handelns dienen?

  • Plus S. 6-9

    Kleine Polemik zum Dialog zwischen Theologie und NaturwissenschaftDie Konfrontation suchen

    Zuletzt ist es wieder vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen christlichen Überzeugungen und weltanschaulichen Interpretationen naturwissenschaftlicher Theorien gekommen. Umso drängender stellt sich die Frage, warum die Ergebnisse des jahrzehntelangen Dialogs zwischen Naturwissenschaften und Theologie nicht besser rezipiert worden sind.

  • Plus S. 9-13

    Über den gebotenen Respekt vor DiskursgrenzenDer naturalisierte Mensch

    Der Naturalismus ist weder eine Forschungsrichtung noch eine Wissenschaft, sondern vielmehr eine weltanschauliche Position, die ohne kritische Selbstreflexion in der Gefahr steht, zur Ideologie zu werden. Die Brennpunkte der Debatten bilden der Bewusstseins- und der Freiheitsbegriff.

  • Plus S. 14-18

    Die Theologie als WissenschaftWie den Verstand gebrauchen?

    Allein den experimentell arbeitenden Wissenschaften den Charakter von Wissenschaftlichkeit zuzugestehen, wäre eine willkürliche Festlegung. Inwiefern ist die Theologie eine Wissenschaft und wie definiert sie ihre Stellung in der heutigen Wissenschaftslandschaft?

  • Gratis S. 18-22

    Heute an das Handeln Gottes glaubenDurchbrochene Naturgesetze?

    Es gibt verschiedene Modelle, das Handeln Gottes theologisch zu denken, ohne Gott dabei auf einen einzigen Schöpfungsakt zu beschränken oder ihm eine Allwirksamkeit zuzuschreiben, wie sie die Volksfrömmigkeit kennt. Wie lässt sich am besten vom Wirken Gottes sprechen, ohne in Konflikt mit naturwissenschaftlichen Theorien zu kommen?

  • Plus S. 36-41

    Profitiert die Theologie von Relativitätstheorie und Quantenmechanik?Vorsicht mit der Wirklichkeit

    Sieht man von neuscholastischen Nachhutgefechten ab, begegnete die Theologie der modernen Physik insgesamt aufgeschlossen. Statt ihre Erkenntnisse anzuzweifeln, versuchte sie theologischen Gewinn aus ihnen zu ziehen. Die Erfahrung, dass sich der modernen Physik „Wirklichkeit“ letztlich entzieht, führt allerdings nicht geradewegs und zwangsläufig zur Theologie. Deren Aufgabe wäre es vielmehr, im Gespräch mit den Naturwissenschaften regelmäßig wiederkehrende Hindernisse auszuräumen.

  • Plus S. 41-45

    Warum ein kosmologischer Gottesbeweis nicht mehr möglich istKann der Physiker Gott beweisen?

    Thomas von Aquins kosmologischer Gottesbeweis überzeugt heute nicht mehr. Dennoch versuchen einige Autoren, darunter auch katholische, die Physik in die Metaphysik zu verlängern. Nicht zuletzt die Diskussion um das Anthropische Prinzip zeigt aber, dass Gottes Existenz nicht zwangläufig aus naturwissenschaftlichen Theorien folgt. Eine Theologie der Natur muss anders ansetzen.

  • Plus S. 50-54

    Die Soziobiologie und die ethische DiskussionIst Nächstenliebe eine Frage der Gene?

    Die Biologie kann wichtige Erkenntnisse für die ethische Reflexion liefern. Damit der Dialog zwischen Soziobiologie, Philosophie und Theologie in Gang kommen könnte, müssten allerdings zuerst die Grundlagen besser geklärt werden. Solange moralische Forderungen nur als Instrumente zur Steuerung von Sozialverhalten verstanden werden, bleibt der Dialog schwierig.

  • Gratis S. 60-64

    Ist die Neurotheologie nur modischer Schnickschnack?Gott als Produkt der Hirnaktivität

    Die so genannte Neurotheologie macht darauf aufmerksam, dass zu den empirischen Konstitutionsbedingungen von Religion auch die psychologischen Ursachen gehören, die im Licht der neuesten neurowissenschaftlichen Erkenntnisse interpretiert werden müssen. Die Befunde selbst erlauben allerdings eine pro- wie eine antireligiöse Deutung.

Autoren/-innen