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Anzeige: Mitten im Leben. Post von Margot Käßmann?

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 433-435

    LeitartikelKirche und Wahlkampf

    Die Kirche muss sich in dem, was sie tut und sagt, nicht nach Legislaturperioden richten. Sie verwaltet jahrhundertealte Traditionsbestände, die nicht in Wahlprogramme passen müssen, ihre Repräsentanten werden nicht nur für vier oder fünf Jahre ernannt oder gewählt, ihre Botschaft zielt auf Bekehrung und Nachfolge, nicht auf aktuelle Zustimmung. Dennoch können Wahltermine für die Kirchen Zäsuren markieren, besteht eine starke Wechselwirkung zwischen politischer und kirchlicher Entwicklung.Spätestens seit dem gemeinsamen Sozialwort anderthalb Jahre vor der „Schröder-Wahl" 1998 hat sich vor allem die katholische Kirche von ihrer traditionellen weltanschaulichen Nähe zu den C-Parteien gelöst; diese hatten zuvor schon an Rückhalt in der ihr bis dato treu ergebenen katholischen Wählerschaft eingebüßt.Aus einer eher geschäftsmäßigen parteipolitischen Distanz heraus bringen sich beide Kirchen jedoch weiterhin ins politische Geschehen ein, vor allem in zahlreichen offiziellen Stellungnahmen zu politischen Grundsatz- oder Tagesfragen.

Kommentar

  • Plus S. 436-437

    KommentarLernprozess

    Pädophilie von Priestern setzt auch deutsche Bischöfe unter Druck.

  • Plus S. 437-438

    KommentarBilderkritik

    Die diesjährige Documenta kreist um die weltweiten sozialen Konflikte.

  • Plus S. 438-439

    KommentarReverenz

    Der Papst spricht den ersten Indio heilig.

Aktuell

  • Plus S. 439-442

    WeltjugendtageBaumeister für die Zukunft

    Mit Begeisterung und Enthusiasmus feierten bis zu achthunderttausend junge Menschen aus 173 Nationen die Begegnungen mit Johannes Paul II. bei den 17. Weltjugendtagen im kanadischen Toronto. Die Veranstaltung war zugleich Auftakt der 97. Auslandsreise des Papstes, die ihn anschließend nach Guatemala und Mexiko führte.

  • Plus S. 442-444

    EKDReformdebatte mit offenem Ausgang

    Seit Monaten gibt es eine kontroverse Debatte über die Reform der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die EKD soll auf Kosten der bestehenden gliedkirchlichen Zusammenschlüsse gestärkt werden. Aber dagegen erhebt sich Widerstand vor allem von lutherischer Seite.

Blickpunkt

  • Plus S. 444-448

    Der islamistische Terrorismus und seine BekämpfungEin Jahr danach

    Ein Jahr nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sind im Kampf gegen den Terrorismus begrenzte Erfolge zu verzeichnen. In der islamischen Welt lösten die Terroranschläge kontroverse Diskussionen über die Legitimität solcher Aktivitäten und das Verhältnis von Religion und Gewalt aus. Die Antiterrormaßnahmen finden in den arabischen Ländern keine uneingeschränkte Akzeptanz.

Interview

Essays

  • Plus S. 454-458

    Parteiprogramme im VergleichBiopolitik als Wahlprüfstein

    Grundentscheidungen zukünftiger Politik werden von den Bürgerinnen und Bürgern getroffen, die Parteien und Personen ihre Stimme geben. Viele Wählerinnen und Wähler sehen in der Biopolitik eine der wichtigsten Herausforderungen, nicht nur im aktuellen politischen Problemhaushalt, sondern auch für die kommende Legislaturperiode. Wie wichtig ist den Parteien im Wahlkampf die Biopolitik, von welchen Prinzipien und Maßstäben lassen sie sich leiten und welche Lösungen haben sie anzubieten?

  • Plus S. 459-463

    Katholische und orthodoxe Kirche in RusslandIst die Lage völlig verfahren?

    Die Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der Russischen Orthodoxen Kirche (ROK) sind seit Jahresanfang auf einen neuen Tiefpunkt gesunken. Hintergrund ist die Entscheidung der katholischen Kirche, die vier Apostolischen Administraturen in Russland zu Bistümern zu erheben und eine Kirchenprovinz mit dem Erzbischof in Moskau als Metropoliten zu gründen (vgl. HK, März 2002, 113 ff.).

  • Plus S. 463-467

    Die Islamische Republik Iran im dritten Jahrzehnt ihrer ExistenzZwischen Khomaini und Habermas

    Unter den islamischen Ländern nimmt der Iran religiös-kulturell wie politisch eine Sonderstellung ein. Seit der „Islamischen Revolution“ wird das politische System des Landes vom schiitischen Islam geprägt. Es befehden sich verschiedene politisch-ideologische Strömungen; die offenen und liberalen Kräfte sind derzeit massivem Gegenwind ausgesetzt.

  • Plus S. 467-471

    Entwicklungen und Probleme in der katholischen SchwangerschaftsberatungRespektable Bilanz

    Mit Beginn des Jahres 2000 hat die Deutsche Bischofskonferenz auf die mehrfache Weisung des Papstes hin die katholische Schwangerenberatung neugeordnet. In den katholischen Beratungsstellen werden seitdem die in der gesetzlichen Schwangerschaftskonfliktberatung erforderlichen Beratungsnachweise nicht mehr ausgestellt. Während die Laieninitiative Donum vitae versucht, die damit entstandene Lücke zu schließen, haben die katholischen Beratungsstellen den Schwerpunkt ihrer Arbeit verlagert.

  • Plus S. 471-475

    Geschichte und Problematik von LiturgiereformenÜberraschende Vielfalt

    Mit unterschiedlichen Stoßrichtungen wird heute immer wieder der Ruf nach Reformen der Liturgie laut. Angesichts des Streits empfiehlt sich ein Blick in die Geschichte der Neuordnung gottesdienstlicher Feiern. Dabei zeigt sich, dass es nie eine ihrer Zeit enthobene Liturgiereform gab.

  • Plus S. 475-478

    Rowan Williams wird neuer Erzbischof von CanterburyEin Mann mit Ecken und Kanten

    Am 23. Juli wurde Rowan Williams, derzeit Erzbischof der kleinen und vom Staat getrennten anglikanischen „Kirche von Wales“, zum neuen Erzbischof von Canterbury ernannt. Er wird in diesem wichtigsten Amt der Anglikanischen Gemeinschaft Nachfolger von George Carey. Die Wahl fiel auf einen renommierten Theologen, der weder politisch noch spirituell in eine Schublade passt.

  • Plus S. 478-483

    Japan, seine Religionen und die katholische KircheWirtschaftsmacht im Umbruch

    Die Zahl der Christen in Japan stagniert seit Jahren; gleichzeitig ist die Eheschließung in einer katholischen Kirche bei Japanern sehr beliebt. Shintoistische oder buddhistische Riten haben im Leben der Menschen einen festen Platz, aber nur eine Minderheit betrachtet sich in Japan als „religiös“ oder „gläubig“. Nicht nur gesellschaftlich und wirtschaftlich, sondern auch religiös steht das wichtigste asiatische Industrieland im Umbruch.

Autoren/-innen