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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 379-381

    LeitartikelQuerelles des Femmes

    Zu einer Standortbestimmung der Frau in Kirche und Gesellschaft hatte Johannes XXIII. Anfang der sechziger Jahre aufgerufen und diese schon damals zu den dringenden Zeichen der Zeit gezählt. Doch von Seiten der Amtsleitung scheint sich in dieser Frage seit den siebziger Jahren nicht mehr viel bewegt zu haben. „Viele insbesondere der jungen Katholikinnen haben den Eindruck, dass die Veränderungen der Lebenssituation und des Selbstverständnisses von Frauen in der Kirche nicht wahrgenommen oder zwar registriert, aber nicht gebilligt werden", lautete ein Befund der Repräsentativbefragung von Katholikinnen, die das Allensbach-Institut vor rund zehn Jahren im Auftrag der deutschen Bischöfe durchführte. Die Kirche hänge einem veralteten Leitbild der aufopferungsvollen Familienfrau und Mutter nach, urteilten damals 45 Prozent aller Katholikinnen, bei den Frauen zwischen 30 und 44 Jahren betrug der Anteil sogar 64 Prozent. Dem beharrlichen Kampf kirchenpolitisch bewegter Frauen (und Männer) in katholischen Initiativen und Organisationen ist es zu verdanken, dass die Frauenfrage auch in ihrer Kirche lebendig geblieben ist. Sie beschränkt sich nicht auf die Öffnung der Weiheämter. Die Suche nach dem Platz der Frauen in der Kirche muss nach ihrer Präsenz auf allen Ebenen fragen. Nur auf diese Weise wird sich langfristig auch das theologisch Erkannte durchsetzen, werden frauendiskriminierende Vorstellungen aus Texten und Köpfen verschwinden.

Kommentar

  • Plus S. 383-384

    KommentarVerkrampft

    Im Urteil zur „Homo-Ehe“ spiegelt sich große gesellschaftliche Unsicherheit.

  • Plus S. 384

    KommentarTransfer

    Kardinal Tettamanzi wird neuer Erzbischof von Mailand.

Aktuell

  • Plus S. 385-387

    SparzwangDeutsche Bistümer lassen sich beraten

    Obwohl die finanzielle Lage in den deutschen Bistümern recht unterschiedlich ist – sparen oder zumindest sorgfältig haushalten müssen alle. Mainz und Osnabrück haben sich dazu, wie zuvor schon das Ruhrbistum Essen, Unterstützung von externen Unternehmensberatern geholt.

  • Gratis S. 387-389

    NeokatechumenatEin römisches Statut als Zäsur

    Vor wenigen Wochen erhielt der „Neokatechumenale Weg“ ein von Rom gebilligtes Statut. Es bleibt abzuwarten, ob das Statut die Probleme mit dieser vor über 30 Jahren entstandenen Gruppierung in der katholischen Kirche abzubauen hilft.

Blickpunkt

  • Plus S. 389-393

    Missio-Präsident Schalück skizziert Perspektiven kirchlicher Aids-PastoralDer Leib Christi hat Aids

    Weltweit wird jeder vierte Aidskranke in einer der Einrichtungen oder von Mitgliedern der katholischen Kirche versorgt. In einem gelegentlich schmerzvollen Lernprozess hat die Kirche begonnen, sich der enormen pastoralen und auch theologischen Herausforderung zu stellen. Die Missionswerke in Deutschland, Missio Aachen und München, haben Aids zu ihrem Jahresthema gewählt. Hermann Schalück, Präsident von Missio Aachen, begründet den Kampf gegen Aids und dessen Ausbreitung aus dem missionarischen Grundauftrag der Kirche.

Interview

Essays

  • Plus S. 397-402

    Die katholische Kirche im heutigen ItalienZwischen Zivilreligion und Evangelium

    Italien ist nach wie vor eines der typisch katholischen Länder Europas; es beherbergt zudem das Zentrum der Weltkirche. Aber der italienische Katholizismus ist kein einheitliches Gebilde, und auch in Italien muss sich die Kirche in einem säkularisierten, wenn auch nicht unreligiösen Umfeld behaupten. Das zeigt der folgende Beitrag von Giuseppe Ruggieri, die gekürzte Fassung seines Referats bei einer Italientagung der Katholischen Akademie in Bayern am 22. Juni 2002.

  • Plus S. 402-407

    Warum sollen wir denkende Maschinen bauen?Prothese, Diener, Ebenbild

    Dem Schwindel erregenden Fortschritt in den Bereichen Informatik, Nanotechnik, Robotik und auch der Künstlichen Intelligenz scheinen kaum Grenzen gesetzt. Forscher wie Ray Kurzweil oder Hans Moravec schwärmen von der totalen Verschmelzung des menschlichen Geistes mit denkenden Maschinen. Dabei stellen sich weitgehende anthropologische, ethische und letztlich auch theologische Fragen. Wollen wir eine Weiterentwicklung in diese Richtung wirklich?

  • Plus S. 407-411

    Zu einer neuen Bewegung in der anglo-amerikanischen TheologieRadical Orthodoxy

    Vor allem im angelsächsischen Sprachraum werden in jüngster Zeit immer wieder neue theologische Ansätze präsentiert. Zu den Aufsehen erregenden Debatten gehört derzeit diejenige um „Radical Orthodoxy“, zunächst der Titel eines 1999 erschienenen Sammelbandes. Was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort?

  • Plus S. 411-415

    Hermann Hesse zwischen Abendland und MorgenlandNahezu ein Christ

    2002 ist ein „Hesse-Jahr“. Vor 125 Jahren wurde Hermann Hesse im württembergischen Calw geboren, vor vierzig Jahren starb er im Tessin. Viele seiner Romane sind zu Kultbüchern geworden. In seinem eigenwilligen Weg zwischen den Religionen, seiner Sensibilität für mystische Traditionen und asiatische Geistigkeit war und ist Hesse für viele Sinnsucher anschlussfähig.

  • Plus S. 415-419

    Frankreich nach den Präsidentschafts- und ParlamentswahlenWenn Siege zum Problem werden

    Der neue Präsident ist der alte. Und dennoch scheint im politischen Leben Frankreichs nichts mehr so zu sein, wie es vor den Wahlen dieses Frühjahrs war. Ob es die neue Regierung oder die alte Opposition ist – in allen politischen Lagern bemüht man sich auffällig um mehr Kontakt zum Volk und seinen tatsächlichen Bedürfnissen.

  • Plus S. 420-423

    Theologen im Gespräch mit dem Filmregisseur Theo AngelopoulosSchau des Unsichtbaren

    Der griechische Regisseur Theo Angelopoulos versteht sich als Agnostiker. Dennoch gehört der im vergangenen Jahr mit dem Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken Geehrte aus theologischer Perspektive derzeit zu den anregendsten Filmemachern, wie das Gespräch mit dem Regisseur selbst jüngst wieder bestätigt hat.

  • Plus S. 423-428

    Geschichte und Gegenwart buddhistischen Lebens in EuropaZwei Buddhismen

    Bei den Buddhisten denkt man hierzulande vor allem an europäische „Konvertiten“, die buddhistische Lehr- und Praxisinhalte als ihre Lebensorientierung gewählt haben. Die weit größere Anzahl asiatischer Buddhisten in Europa, die auch religiös gesehen gänzlich andere Wege geht, wird in nur wenigen Fällen wahrgenommen.

Autoren/-innen