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Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 109-111

    LeitartikelFriedensstifter Religion

    Welche Chance hat die Friedensbotschaft der Kirche und der Religionen, die Botschaft etwa der die in Assisi zum gemeinsamen Friedensgebet der Religionen um den Papst Versammelten? Denn sind nicht die Religionen als Friedensförderer oder -stifter diskreditiert und disqualifiziert durch unzählige Konflikte, wo Gewalt im Namen Gottes und der Religion geschieht und geschah? Dagegen mögen Theologen und Religionswissenschaftler, religiöse Repräsentanten und Autoritäten zu Recht auch auf die prinzipielle Friedfertigkeit, die prophetische, gewaltkritische Dimension in allen Religionen verweisen. Das eigentliche friedensstiftende oder zumindest friedensfördernde Potenzial des Christentums wie anderer Religionen erschließt sich aus der Bereitschaft, sich den eigenen Schattenseiten, der eigenen Ambivalenz und Verführbarkeit zu stellen. In der Fähigkeit zur Selbstkritik und der allererst aus dieser resultierenden Bereitschaft zu wechselseitigem Vergeben kann die Kirche, können die Religionen, ohne ihre eigene Gewaltgeschichte zu verleugnen, eine Vorbildfunktion einnehmen. Sie werden dann auch dazu beitragen können, das politische Feld zur Vermeidung wie zur Überwindung gewaltträchtiger Konflikte vorzubereiten.

Kommentar

  • Plus S. 112-113

    KommentarEinspruch!

    Papst fordert von katholischen Juristen Abstinenz von Ehescheidungen.

  • Plus S. 113-114

    KommentarStörfall

    Die russische Orthodoxie und die katholische Hierarchie in Russland.

Aktuell

  • Plus S. 115-117

    BibelkommissionAntijudaismus im Neuen Testament?

    Mitte Dezember 2001 hat die Päpstliche Bibelkommission ein umfangreiches Dokument über „Das jüdische Volk und seine Heilige Schrift in der christlichen Bibel“ veröffentlicht. Der jüdisch-katholische Dialog könnte durch die Absage an jede antijudaistische Lektüre des Neuen Testaments wieder an Schwung gewinnen.

  • Plus S. 117-119

    SchweizDie religiöse Individualisierung nimmt zu

    Vor einem Jahrzehnt haben das Institut für Sozialethik des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (ISE) und das Pastoralsoziologische Institut (SPI) mit ihrer Studie „Jede(r) ein Sonderfall?“ das erste präzise und umfassende Bild der religiösen Situation in der Schweiz vorgelegt (HK, Juli 1992, 330 ff.). Die beiden Institute blieben in der Folge am Thema und legten dazu neue Studien vor.

Blickpunkt

  • Plus S. 119-124

    Deutsche Biopolitik nach dem 30. Januar 2002Ende der Bescheidenheit

    Am 30. Januar 2002 hat der Deutsche Bundestag einem streng begrenzten Import menschlicher embryonaler Stammzellen zugestimmt. Ein auch von Bundeskanzler Gerhard Schröder unterstützter Antrag fand eine deutliche fraktionsübergreifende Mehrheit. Der folgende Beitrag zeichnet die breit geführte Diskussion im Vorfeld nach und nimmt eine Bewertung des Parlamentsbeschlusses vor.

Interview

  • Plus S. 125-129

    Ein Gespräch mit Herwig Birg über den deutschen Bevölkerungsrückgang„Die Gesellschaft demographisch stabilisieren“

    Rund sechs Milliarden Menschen leben heute auf unserem Planeten, und täglich werden es mehr. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 etwa neun Milliarden betragen. Keinen Anteil am Wachstum werden indes die westeuropäischen Industrienationen haben, in denen die Geburtenrate seit Jahrzehnten sinkt. Über die Konsequenzen dieser Entwicklung und die aktuelle Debatte um Zuwanderung sprachen wir mit dem Bielefelder Bevölkerungswissenschaftler Herwig Birg. Die Fragen stellte Brigitte Böttner.

Essays

  • Plus S. 129-133

    Muss der neue Terrorismus militärisch bekämpft werden?Ultima ratio

    Der „neue“ transnationale Terrorismus, der am 11. September letzten Jahres die Welt in Angst und Schrecken versetzte, wird weiterhin die Völker- und Staatengemeinschaft herausfordern. Aus einer Analyse des militärischen Vorgehens der USA gegen das Terrornetzwerk Al-Qaida in Afghanistan lassen sich ethische Kriterien für die künftige Terrorismusbekämpfung gewinnen.

  • Plus S. 133-137

    Ein Brief an die zuständigen deutschen BischöfeOffenkundige Mängel beim Nihil obstat

    Im folgenden Brief an alle Bischöfe mit einer Theologischen Fakultät in ihrem Amtsbereich kritisieren die Professoren Hans F. Zacher (Pöcking), Hans Maier (München) und Hanspeter Heinz (Augsburg) samt einer Reihe von Mitunterzeichnern die derzeitige Praxis der Vergabe des Nihil obstat für Theologen und machen Vorschläge für eine Neuregelung. Beigefügt ist ein Antwortbrief von Kardinal Karl Lehmann.

  • Plus S. 137-141

    Liturgische Feierformen beim Ökumenischen Kirchentag 2003Erleben, was eint

    Es wäre mehr ökumenische Gemeinschaft möglich, als derzeit gelebt wird. Eine Feststellung, die im Vorfeld des Ökumenischen Kirchentages häufiger geäußert wird und die Enttäuschung vieler Menschen über die im offiziellen Programm der Veranstaltung nicht vorgesehene Eucharistiegemeinschaft ausdrückt. Die Kommission „Ökumenische Feierformen“ hat für Berlin 2003 ein Konzept erarbeitet, das den Grad erreichter gottesdienstlicher Gemeinsamkeit deutlich machen soll.

  • Plus S. 141-146

    Alex Stocks Poetische DogmatikBilderschatz der Tradition

    Jüngst ist der vierte und letzte Band der dem Traktat Christologie gewidmeten „Poetischen Dogmatik“ des Kölner Theologen Alex Stock erschienen. Nicht postmodern, sondern traditionsbewusst werden die künstlerischen Paraphrasen der biblischen Botschaft in Liturgie, Literatur und vor allem der bildenden Kunst interpretiert, um die Welt des christlichen Glaubens anschaulich zu erschließen.

  • Plus S. 146-149

    Österreich nach zwei Jahren schwarz-blauer KoalitionUngleiche Partner

    Seit dem Februar 2000 amtiert in Österreich eine Regierung aus christdemokratischer Österreichischer Volkspartei und Freiheitlicher Partei. Es handelt sich um eine merkwürdige Koalition: Auf der einen Seite hat sie in einigen Bereichen den für das politische System der Alpenrepublik kennzeichnenden Reformstau abgebaut, auf der anderen Seite leidet sie unter den Eskapaden von Jörg Haider, die sich in den letzten Wochen gehäuft haben.

  • Plus S. 149-153

    Der Katholisch-Theologische Fakultätentag und die Zukunft des TheologiestudiumsFür Reformen mit Augenmaß

    Bei der diesjährigen Jahresversammlung des Katholisch-Theologischen Fakultätentags ging es um die Reform der theologischen Lehramtsstudiengänge und um die Herausforderungen für die Theologie durch die europaweite Vereinheitlichung des Hochschulwesens. Im Hintergrund stand dabei immer auch die Frage, wie es mit der Präsenz der Theologie an der Universität weitergehen soll. Um neue Angebote und Anstrengungen zur Attraktivitätssteigerung wird man nicht herumkommen.

  • Plus S. 153-157

    Prostitution und Prostitutionstourismus auf den PhilippinenDer Alltag des „Nicht-Normalen“

    500 000 Filipinas, so schätzen Nichtregierungsorganisationen, sichern ihre Existenz durch Arbeit in der philippinischen Sexindustrie. Viele arbeiteten zuvor in anderen, schlecht bezahlten Beschäftigungsverhältnissen, etwa als Dienstmädchen, Verkäuferin oder Kellnerin. Bei der Suche nach besseren Verdienstmöglichkeiten entscheiden sie sich in einem von Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung geprägten Kontext schließlich für die Sexindustrie.

  • Plus S. 157-159

    Zum Projekt eines neuen Gebet- und GesangbuchsWeniger könnte mehr sein

    Der Grundsatzbeschluss zur Erarbeitung eines neuen katholischen Gebet- und Gesangbuchs (GGB) als Nachfolger des „Gotteslob“ ist gefallen. In Fachkreisen ist aber durchaus umstritten, wie ein solches Buch aussehen soll. Das zeigt auch der folgende Diskussionsbeitrag eines Kirchenmusikers, der auf die Überlegungen von Franz Karl Praßl in unserem Januarheft 2002 reagiert.

Autoren/-innen