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Anzeige: Mitten im Leben. Post von Margot Käßmann?

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 163-165

    LeitartikelVon Arbeit und Menschen

    Ständig zu tun und für nichts richtig Zeit zu haben - zwischen diesen beiden Gegensätzen bewegt sich die Arbeitswelt von heute. Wohlwissend, dass beide in einem ursächlichen Zusammenhang stehen und das eine nurmehr die Kehrseite des anderen ist, leben wir schon Jahrzehnte lang mit dem Faktum mehrerer Millionen von Arbeitslosen. Und obwohl nach wie vor ein starrer beruflicher Zeitplan alles übrige Leben der arbeitenden Bevölkerung dominiert, wollen immer mehr Frauen und Männer keine Entweder-Oder-Entscheidung mehr treffen, wollen weder auf Kinder, noch auf ihren bis dahin ausgeübten Beruf verzichten und die alleinige Zuständigkeit für Haus und Herd übernehmen. Viele machen sich auf die Suche nach ihrer persönlichen Work-Life-Balance, versuchen Beruf und Familienleben möglichst zur eigenen Zufriedenheit „unter einen Hut", ihre Lebensverhältnisse ins rechte Lot zu bekommen. Ein hehres Ziel, das oft in Kompromissen und unter schmerzlichen Zugeständnissen erkauft werden muss. Zur Disposition steht das traditionelle Modell von Partnerschaft und Familien, das Verhältnis von Arbeit und Freizeit, erwerbsmäßigem und freiwilligem Engagement, Tätigkeit und Muße muss neu bestimmt werden.

Kommentar

Aktuell

  • Plus S. 169-171

    LimburgAusstiegsverfügung für Bischof Kamphaus

    Mit einem massiven Eingriff hat der Papst den seit einem Jahr bestehenden Limburger Sonderweg in der Frage der Schwangerschaftsberatung beendet. Bischof Franz Kamphaus hat sich trotzdem dafür entschieden, im Amt zu bleiben.

  • Plus S. 171-173

    USAMissbrauch Minderjähriger durch Priester

    In den USA hat sexueller Missbrauch Minderjähriger durch Priester erneut für Schlagzeilen und heftige Erschütterungen innerhalb der Kirche gesorgt. Bischöfe entschuldigen sich bei den Opfern für mangelnde Entschlossenheit und versprechen eine „Null-Toleranz-Strategie“ in ihren Diözesen.

Blickpunkt

Interview

  • Plus S. 177-181

    Ein Gespräch mit dem Universitätsgründer Konrad Schily zur Hochschulreform„Gezüchtete Unverantwortlichkeit“

    Jüngst war es die PISA-Studie, die die Bildungsdebatte weiter angefacht hat. Schon seit Jahren wird darum gestritten, wie Schule und Studium in Deutschland besser organisiert werden können. In der Diskussion um die Hochschulreform geht es dabei nicht zuletzt auch um die Notwendigkeit einer Elitenförderung. Über diese Themen sprachen wir mit Konrad Schily, Gründer und langjähriger Präsident der privaten Universität Witten/Herdecke. Das Gespräch führte Stefan Orth.

Essays

  • Plus S. 181-187

    Wie sich der amerikanische Katholizismus verändertKirche der Farbigen

    Die katholische Kirche der USA, die seit Anbeginn eine Kirche der europäischen Einwanderer war, steht vor der Umwandlung zu einer Kirche der Farbigen: Hispanics machen heute schon mehr als ein Viertel der katholischen Bevölkerung aus, die Schwarzen werden wiederentdeckt, und am stärksten wächst die Gruppe der Einwanderer aus Asien.

  • Plus S. 187-190

    Aktuelle Religionsdebatten in Frankreich„Versöhnte Trennung“

    Die Stellung von Religion und Kirchen innerhalb der säkularen Gesellschaften ist im Umbruch begriffen. Das Beispiel Frankreich zeigt, dass längerfristige Entwicklungen und Reaktionen auf den 11. September 2001 Hand in Hand gehen können. Der klassische antikirchliche Laizismus verliert deutlich an Boden; die Offenheit für Religiöses wird größer.

  • Plus S. 190-193

    Ordensleute als Serienhelden für das FernsehenLotte löst alle Fälle

    Im deutschen Fernsehen liefen in den vergangenen Monaten wieder zwei Serien, in denen Nonnen und Patres die Hauptrollen spielten: „Um Himmels Willen“ in der ARD und „Der kleine Mönch“ im ZDF. Die religiöse Dimension des Ordenslebens wird mal mehr, mal weniger stark unterbelichtet, das Kloster leistet im Serienalltag vor allem individuelle soziale Hilfe – was nach dem Gesetz der Serien auch immer zu einem guten Ende führt.

  • Plus S. 193-197

    Die katholische Kirche und die Krise ArgentiniensWenig Hoffnung auf Stabilisierung

    In den letzten Monaten sorgte Argentinien fast nur für Negativschlagzeilen. Wirtschaftlich wie politisch steht das einst reiche Land am Abgrund. Während die katholische Kirche zu Zeiten der Militärherrschaft eine wenig rühmliche Rolle spielte, ist sie in den letzten Jahren zum Anwalt von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit geworden.

  • Gratis S. 197-202

    Wie viel religiöses Profil braucht die Christliche Sozialethik?Sprengkraft gelebter Hoffnung

    In den letzten Jahren hat sich die Christliche Sozialethik erfolgreich bemüht, ihre Anschlussfähigkeit an die breiten interdisziplinären und zivilgesellschaftlichen Debatten einer zunehmend „nachchristlichen“ Gesellschaft sicherzustellen. Bedarf es nun im Gegenzug einer stärkeren Profilierung ihrer theologischen Identität? Die Betonung des religiösen Profils hat ihre „Fallen“, aber in den allgemeinen Debatten um Fragen des Guten Lebens sollte christliche Sozialethik ihre Herkunft nicht verstecken.

  • Plus S. 207-211

    Religiöse und politische Einstellungen im Spiegel von MeinungsumfragenRussische Veränderungen

    Anders als zu Sowjetzeiten gibt es in Russland heute eine seriöse Meinungsforschung, deren Ergebnisse einiges über Entwicklungen bei den religiösen wie politischen Einstellungen verraten. Die demoskopischen Daten belegen, dass die Zahl der Gläubigen deutlich zugenommen hat und die Russische Orthodoxe Kirche mehr Vertrauen genießt als andere Institutionen. Sie belegen auch die große Unterstützung für Präsident Wladimir Putin.

  • Plus S. 202-207

    Trinitätstheologie in der DiskussionSpekulative Verfremdung?

    Im allgemeinen Glaubensbewusstsein führt der christlich zentrale Glaube an den dreieinen Gott nur ein Schattendasein. Nicht nur um die Geschichtsfähigkeit Gottes besser denken zu können, ist jedoch auch auf Seiten der Theologie noch einiges zu tun, um die Trinität durch die Erarbeitung einer entsprechenden Denkform besser zu erschließen.

Autoren/-innen