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Joachim Gauck: Toleranz: einfach schwer

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Plus S. 55-57

    LeitartikelChristentum als Bildungsgut

    Weder unsere Gesellschaft noch die Kirchen können es sich leisten, fahrlässig mit dem kulturellen Erbe des Christentums umzugehen. Geriete dieses Erbe noch weiter in Vergessenheit, würde das nicht nur den Dialog mit anderen Religionen erschweren, sondern unsere Zeitgenossen um ein unersetzliches Reservoir für ihre Gefühle, Hoffnungen und Ängste bringen. Grundwissen über das Chrisentum gehört deshalb in den Bildungskanon, für Gläubige wie für Ungläubige.

Kommentar

Aktuell

  • Plus S. 62-64

    TschechienNeues Religionsgesetz schafft Ängste

    Tschechiens Kirchen sehen sich plötzlich wieder von Geistern umgeben, die den Mottenkisten des vor zwölf Jahren verräumten kommunistischen Regimes entkommen zu sein scheinen. Auslöser ist ein neues Religionsgesetz, das nach Ansicht der Religionsgemeinschaften ihre Freiheit über Gebühr beschneidet.

Blickpunkt

  • Plus S. 64-68

    Der Konvent zur Zukunft der Europäischen UnionAuf dem Weg zum Verfassungsvertrag

    Ab dem 1. März 2002 wird erstmals ein eigener Konvent aus Regierungsvertretern, Europaparlamentariern und Mitgliedern der nationalen Parlamente eine umfassende Reform der Europäischen Union vorbereiten. Das haben die Staats- und Regierungschefs der EU beim Gipfel in Laeken im vergangenen Dezember beschlossen. Der Konvent könnte ein Meilenstein auf dem Weg zu einem bürgernahen europäischen Verfassungsvertrag werden.

Interview

  • Plus S. 68-73

    Ein Gespräch mit dem Leiter von Caritas international, Martin Salm„Katastrophenhilfe in Caritas-Tradition“

    Caritas international, die auf Not- und Katastrophenhilfe spezialisierte Auslandsabteilung des Deutschen Caritasverbandes, war schon vor der US-amerikanischen Militärintervention in Afghanistan tätig. Über die Abhängigkeit der Katastrophenhilfe von der höchst flüchtigen Medienaufmerksamkeit, das Spenderverhalten bei Katastrophen und die Chancen und Risiken eines katholischen Hilfswerkes in einem islamisch geprägten Umfeld sprachen wir mit Martin Salm, dem Leiter von Caritas international. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Plus S. 61-62

    ÖsterreichTrend zum „Religionskomponisten“

    Der Wiener Pastoraltheologe Paul Michael Zulehner veröffentlichte im Dezember letzten Jahres einen weiteren Ergebnisband zu seiner Langzeitstudie „Religion im Leben der Österreicher“. Demnach hält der Trend zu einer Pluralisierung der religiösen, weltanschaulichen Szene an. Von einem Verschwinden von Religion könne aber keinesfalls die Rede sein.

  • Plus S. 73-78

    Das „christliche Menschenbild“ als Ressource politischer OrientierungPrüfkriterium und Korrektiv

    Gerade Vertreter der C-Parteien argumentieren neuerdings wieder stärker mit dem „christlichen Menschenbild“, um Entscheidungen jenseits tagespolitischer Pragmatik zu begründen. In welchen Zusammenhängen spielt das „christliche Menschenbild“ als Berufungsinstanz eine Rolle, inwiefern vermag es orientierende Gehalte zu transportieren und welche Aufgaben ergeben sich für diejenigen, die den Topos als Grundlage ihres öffentlichen Handelns reklamieren?

  • Plus S. 78-81

    Der Katechumenat soll nicht länger ein Fremdwort bleibenWenn Erwachsene nach der Taufe fragen

    Erwachsene, die sich taufen lassen wollen, sind heute keine Seltenheit mehr; der Rückgang volkskirchlicher Strukturen im Westen und eine überwiegend nicht-religiöse Bevölkerung im Osten der Bundesrepublik deuten auf Veränderungen in der Seelsorge. Dabei wird der Katechumenat als Prozess der Eingliederung Ungetaufter in die Kirche eine wichtige Rolle spielen.

  • Plus S. 82-86

    Ist die Religionswissenschaft eine theologische Disziplin?Ein prekäres Verhältnis

    Die durch das Zweite Vatikanische Konzil eingeleitete Wende im Umgang der Kirche mit den anderen Religionen hat bisher keinen Niederschlag in der theologischen Ausbildung gefunden. Der folgende Beitrag bilanziert das prekäre Verhältnis von Theologie und Religionswissenschaft im deutschsprachigen Raum und plädiert dafür, die Religionswissenschaft als eigenständiges theologisches Fach zu begreifen und entsprechend institutionell zu verankern.

  • Plus S. 86-91

    Der Krisenherd Pakistan und seine christliche MinderheitIslamismus und Staatsräson

    Am 28. Oktober 2001 töten muslimische Extremisten beim Überfall auf eine christliche Kirche in Pakistan fünfzehn Menschen. Pakistans christliche Minderheit lebt seit dem 11. September in der Angst, Opfer der inneren Auseinandersetzungen im Land zu werden. Präsident Musharraf geht inzwischen massiv gegen Islamisten vor, hat aber einen schweren Stand.

  • Plus S. 91-97

    Die Liturgiewissenschaft gewinnt an AktualitätErneuerung in Vielfalt

    Für das Zweite Vatikanum ist die Liturgie Höhepunkt und Quelle kirchlichen Handelns. Ob die seither reformierte Liturgie diesem Anspruch gerecht wird, ist in verschiedener Hinsicht strittig. Auf katholischer wie evangelischer Seite sind in letzter Zeit interessante Arbeiten erschienen, die das Nachdenken über den Gottesdienst und seine Gestaltung voranbringen möchten. Es geht immer um die schwierige Gratwanderung zwischen anthropologischen Voraussetzungen und theologischem Gehalt von Liturgie.

  • Plus S. 97-101

    Das kirchliche Engagement in der Entschuldungskampagne „Erlassjahr 2000“Kirche als Bündnispartner

    Zu einer nachhaltigen Lösung der weltweiten Verschuldungsproblematik, die sich die Kampagne „Erlassjahr 2000“ zum Ziel genommen hat, bedarf es noch erheblicher Anstrengungen. In Deutschland und weltweit aber hat sich die Kirche auf ihren verschiedenen Ebenen in ganz neuer Art und Weise in dieser zivilgesellschaftlichen Kampagne mit großem Erfolg engagiert.

  • Plus S. 101-105

    Der Komponist Klaus Huber und sein künstlerisches EngagementDie Kraft des Widerstands

    Klaus Huber, bedeutendster lebender Komponist der Schweiz, hat sich in seinen Werken immer wieder mit religiösen Texten und Themen auseinandergesetzt. Seine Spiritualität speist sich aus unterschiedlichen Quellen, kreist jedoch immer um die Pole Meditation und Engagement. Kürzlich kam in Basel seine Oper „Schwarzerde“ heraus, die sich mit dem Schicksal des russischen Dichters Ossip Mandelstam befasst.

Autoren/-innen