Anzeige: Rom ist kein Gegner. Warum die Kirche Reformen braucht. Von Georg Bätzing
Herder Korrespondenz. Monatsheft für Gesellschaft und Religion 55 (2001) Heft 1

Über diese Ausgabe

Leitartikel

  • Gratis S. 1-3

    LeitartikelNach dem Heiligen Jahr

    Zahlreiche gesellschaftliche und kirchliche Personen und Gruppen kamen aus Anlass des Jubiläumsjahres 2000 nach Rom und trafen dort bei Großveranstaltungen mit Johannes Paul II. zusammen. Es war eine eindrucksvolle Heerschau der katholischen Weltkirche, geschart um einen Papst, der sie seit über 22 Jahren leitet und im Heiligen Jahr seinen 80. Geburtstag feiern konnte. Ein unverstellter Blick auf die katholische Christenheit im Weltmaßstab kann zu Selbstrelativierung und mehr Gelassenheit verhelfen.

Kommentar

  • Gratis S. 4

    KommentarVakuum

    Das Christentum und die Debatte um die Leitkultur.

  • Gratis S. 5-6

    KommentarFortsetzung

    Der mit dem Sozialwort angestoßene Diskussionsprozess soll weitergehen.

Blickpunkt

  • Gratis S. 12-17

    Wie sind die Fortschritte innerhalb der Biotechnologie zu bewerten?Ethik im Genzeitalter

    Durch die Entwicklung in Biologie, Medizin und Medizintechnik wurden innerhalb der letzten Jahre ungeahnte neue Erkenntnisse gewonnen, die eine öffentliche Diskussion erfordern. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hat das Jahr 2001 zum Jahr der Lebenswissenschaften erklärt. Der Mainzer Moraltheologe Johannes Reiter stellt den Stand der Dinge dar und weist ethische und rechtliche Facetten der aktuellen Diskussion auf.

Interview

  • Gratis S. 17-23

    Ein Gespräch mit dem Hamburger Politologen Wolfgang Gessenharter„Rechtsextremismus hat viele Facetten“

    Eine tiefgehende Unsicherheit auf allen Ebenen kennzeichnet die aktuelle Debatte über Rechtsextremismus und rechte Gewalt in Deutschland; Alarmismus und markige Appelle auf der einen Seite, Verharmlosung und Beschwichtigung auf der anderen. Ist der Rechtsextremismus hierzulande mehr als ein Randphänomen? Darüber sprachen wir mit Wolfgang Gessenharter, Politikwissenschaftler an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. Die Fragen stellte Alexander Foitzik.

Essays

  • Gratis S. 7-9

    Ökumenischer KirchentagWunder nicht ausschließen

    Mit der konstituierenden Sitzung des Gemeinsamen Präsidiums am 1. / 2. Dezember 2000 ist der offizielle Startschuss für den ersten Ökumenischen Kirchentag gefallen, der vom 28. Mai bis 1. Juni 2003 in Berlin stattfinden soll. Dort wollen die Laien der beiden großen Kirchen Deutschlands erstmals mit vereinter Stimme sprechen; in der Abendmahlsfrage geben sie die Hoffnung auf Fortschritte nicht auf.

  • Gratis S. 9-11

    RuandaDie Kirche und der Versöhnungsprozess

    Angesichts der nach wie vor prekären politischen Lage in Ruanda ringt die katholische Kirche des Landes mit der eigenen schuldhaften Vergangenheit wie um ihren spezifischen Beitrag zum gesellschaftlichen Aussöhnungsprozess. Ende Oktober veranstaltete dazu die ruandische Bischofskonferenz ein bemerkenswertes Kolloquium, an dem Jörg Lüer, Referent bei der Deutschen Kommission Justitia et Pax, teilnahm.

  • Gratis S. 23-28

    George W. Bush wird der 43. Präsident der USADie gestohlene Präsidentschaft

    Selten ist die Zeit zwischen einer Wahl und der Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses so spannend und nervenaufreibend gewesen wie jetzt in den Vereinigten Staaten. Erst fünf Wochen nach der Wahl stand fest, wer der 43. Präsident sein wird. Hermann Vogt schildert Umstände und Hintergründe des „Wahlkrimis“.

  • Gratis S. 28-33

    Jüngste Entwicklungen der islamischen Szene in DeutschlandDialog ohne Partner?

    Der Islam in Deutschland ist kein einheitlicher Block, sondern besteht aus den verschiedensten Gruppen und Dachverbänden. Für Bewegung in der Szene sorgt jetzt der Austritt des Verbandes der islamischen Kulturzentren aus dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, der sich in den letzten Jahren Verdienste um den islamisch-christlichen Dialog erworben hat. Barbara Huber-Rudolf, Leiterin der CIBEDO (Christlich-Islamische Begegnung – Dokumentationsleitstelle) beleuchtet die aktuelle Entwicklung.

  • Gratis S. 33-38

    Polen auf dem Weg in die Europäische UnionInsgesamt eine Erfolgsgeschichte

    Polen, östlicher Nachbar der Bundesrepublik, ist das bevölkerungsreichste Land unter den EU-Beitrittskandidaten. Innenpolitisch bestimmen zwei Lager das Bild: Die postkommunistische Linksallianz und die aus der Solidarnosc entstandenen Formationen. Bei den Reformen der letzten Jahre gab es Gewinner, aber auch Verlierer.

  • Gratis S. 38-42

    Warum sich katholische Theologinnen zusammengeschlossen habenTheologinnen – eine Perspektive für die Theologie

    Theologinnen, die in der Wissenschaft oder anderen Aufgabengebieten in Kirche und Gesellschaft tätig sind, sowie Frauen, die entsprechende Tätigkeiten anstreben, kompetent zu unterstützen, ist das Ziel von „Agenda – Forum katholischer Theologinnen e. V.“. Seine Vorsitzenden, die Bamberger Sozialethikerin Marianne Heimbach-Steins und die Regensburger Kirchenrechtlerin Sabine Demel, beschreiben die Aufgaben des Vereins.

  • Gratis S. 42-47

    Theologische Fragen nach 25 Jahren SoziobiologieJubiläum einer Mesalliance

    Zu den Schauplätzen des Dialogs zwischen der Theologie und den Naturwissenschaften gehört seit einiger Zeit auch die von Edward Wilson begründete Soziobiologie. Christian Kummer SJ, Biologe, Professor für Naturphilosophie und Leiter des Instituts für naturwissenschaftliche Grenzfragen der Hochschule für Philosophie in München, schildert und wertet die neueren soziobiologischen Erkenntnisse sowie ihre Interpretationen.

  • Gratis S. 47-51

    Juden im heutigen RusslandPrekäre Aussichten

    Die Zahl der Juden in Russland beziehungsweise der ehemaligen Sowjetunion hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Nur eine Minderheit der russischen Juden versteht sich als religiös; verschiedene Dachverbände von Gemeinden streiten um die Vorherrschaft, wobei auch die Politik mitmischt. Außerdem ist der Antisemitismus in Russland nach wie vor virulent (vgl. HK, Oktober 2000, 532 ff.).

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